Schließt sich das große „Gap“?

Eni: Chance von 60 Prozent


Der Aktienkurs des italienischen Öl- und Gasproduzenten sowie Tankstellenbetreibers (Agip) Eni hatte sich binnen drei Wochen mehr als halbiert. Ein wegbrechender Ölpreis und das Herunterfahren der Wirtschaft quer durch Europa lassen erwarten, dass die Bilanz des Konzerns für 2020 fürchterlich aussehen wird. Doch aktuell versucht sich die Aktie an einer Bodenbildung, denn die ersten Investoren blicken bereits über den Tellerrand der Pandemie hinaus. Eine spannende und hochspekulative Situation, für die wir Ihnen hier einen Open End Turbo Call-Optionsschein vorstellen.

In den letzten gut zwei Wochen regnete es förmlich Kurszielsenkungen. Und Unternehmen wie Eni, die äußerst sensibel auf konjunkturelle Veränderungen reagieren, traf es am härtesten, da wurden die Ziele von vielen Analysten radikal gekappt. Allerdings war die Aktie zum Zeitpunkt vieler Kurszielsenkungen bereits auf ihrem vorläufigen Tief aufgeschlagen, das am 16. März bei 6,28 Euro erreicht wurde. Man war von diesen Ereignissen überrumpelt worden, wie viele in Politik, Finanzindustrie und Anlegerschaft ebenso. Und in solchen Fällen kommt es oft zu Überreaktionen. Gilt das auch für den Kurseinbruch der Eni-Aktie?

Es wäre zumindest nachvollziehbar. Eni produziert Öl und Erdgas, verarbeitet es weiter, betreibt die Agip-Tankstellen: All das sind Bereiche, die von dem gezielten Herunterfahren des öffentlichen Lebens getroffen werden. Aber das gilt letztlich für nahezu alle Branchen. Und ebenso gilt hier wie bei anderen Branchen, dass es sich dabei um eine auf der Zeitachse zwar nicht absehbare, aber doch limitierte Beeinträchtigung handelt, nicht um ein grundsätzliches und damit hartnäckigeres Problem des speziellen Unternehmens oder der Perspektiven der Branche. Was heute an Gas und Benzin weniger verbraucht wird, könnte zu einem markanten Teil wieder aufgeholt werden, sobald die Pandemie abgeebbt ist. Und dass ein Konzern wie Eni nicht vorher in die Pleite schlittert, wird die Politik sicherstellen. Damit wäre also grundsätzlich ein Argument vorhanden, auf wieder steigende Kurse zu hoffen.

Schließen der großen Kurslücke denkbar

Dabei sollte man besser nicht erwarten, dass der gesamte Abstieg der Aktie einfach und vor allem schnell wieder aufgeholt wird. Das ist sehr unwahrscheinlich. Aber es ist gut möglich, dass die Trader einen markanten Bereich im Visier haben, den anzusteuern aus charttechnischer Sicht nicht ungewöhnlich wäre: Das große Gap (Kurslücke), das bei der Aktie zum Handelsstart des 9. März entstanden war und zwischen 9,09 und 10,30 Euro liegt. Würde diese Kurslücke geschlossen, wäre eine, in etwa 50 Prozent des vorherigen Abstiegs ausmachende, Korrektur vollzogen.

Auf eine solche Entwicklung zu spekulieren bleibt aber, auch wenn man sie rational nachvollziehen könnte, hochspekulativ. Denn Gegenbewegungen laufen schnell und zeitlich schwer eingrenzbar ab. Und nichts anderes als eine Gegenbewegung wäre dieses Schließen des Gaps, denn Eni verläuft derzeit in einem Abwärtstrend. Ob der bereits sein Tief gesehen hat oder nicht, ist nie sicher zu sagen, bevor eine echte Trendwende vollendet ist. Und damit das gelingt, müssten nicht nur die Rahmenbedingungen wieder besser werden, sondern die Aktie auch über diese Kurslücke im Bereich 9,09/10,30 Euro hinaus laufen. Der hier vorgestellte Open End Turbo Call-Optionsschein ist daher nur etwas für bewusst risikofreudige Akteure!

Fazit

Risikofreudige Anleger könnten die Chance, dass die Eni-Aktie die angesprochene Kurslücke wird schließen können, mit einem Open End Turbo Call-Optionsschein (WKN UD6LSF) umsetzen, bei dem sie durch dessen Hebel von derzeit 2,5 überproportional profitieren würden. Würde die Aktie diese Kurslücke durch das Erreichen eines Kurses von 10,30 Euro schließen, würde der Turbo Call-Optionsschein einen Kurs um 0,53 Euro erreichen, was einem Kursgewinn von 60 Prozent (gerechnet vom Stand des Scheins am 24. März 2020 um 17:30 Uhr) entsprechen würde. Zur Absicherung der Position wäre ein Stoppkurs um 7,10 Euro in der Aktie zu überlegen, denn sollte Eni weiter zurückfallen, wäre das Risiko greifbar, dass das bisherige Tief angegangen und unterboten wird. Dieses Niveau würde etwa einem Kurs von ca. 0,21 Euro im Turbo Call-Optionsschein entsprechen, woraus sich derzeit ein Chance/Risiko-Verhältnis von ca. 2,5 : 1 ergibt.

Eni Aktie (in Euro)

Tendenz:
Chart Aktien Merck

Wichtige Chartmarken

Widerstände: 9,09 Euro // 10,30 Euro
Unterstützungen: 6,28 Euro
Abwärtstrend: 12,00 Euro

Open End Turbo Call Optionsschein auf Eni (Stand 24.03.2020 17:30 Uhr)

Strategie für steigende Kurse
WKN: UD6LSF Typ: Open End Turbo Long
akt. Kurs: 0,32 / 0,33 Euro Emittent: UBS
Basispreis: 5,00271 Euro Basiswert: Eni Aktie (in Euro)
KO-Schwelle: 5,00271 Euro akt. Kurs Basiswert: 8,31 Euro
Laufzeit: endlos Kursziel: 0,53 Euro
Hebel: 2,5 Kurschance: + 60 Prozent
Quelle: UBS

Interessenkonflikt

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