Entlang der „Mauer der Angst“ nach oben

Deutsche Telekom: Chance von 29 Prozent


Die Deutsche Telekom gehört zu denjenigen DAX-Unternehmen, die von den wirtschaftlichen Auswirkungen der Virus-Pandemie eher moderat betroffen sein dürften. Trotzdem geriet der Kurs bis Mitte März parallel zum Gesamtmarkt massiv unter Druck. Die bisherige Erholung verläuft langsam, aber sehr stetig. Das ist ein gutes Signal, weil es indiziert, dass die Marktteilnehmer hier keine zu hohen Erwartungen hegen. Und genau das bietet die Chance, dass die Erholung sich fortsetzt. Ein Szenario, für das wir Ihnen heute einen Call Turbo-Optionsschein Open End vorstellen.

Noch stehen die Ergebnisse des ersten Quartals bei der Deutschen Telekom zwar aus. Aber im Vergleich zu vielen sehr konjunktursensiblen Unternehmen dürfte der Rückschlag hier eher moderat ausfallen. Immerhin macht die Telekom einen großen Teil ihres Umsatzes mit länger laufenden Verträgen für Festnetz, Mobilfunk und Internet, die im Gegensatz zu großen Kostenblocks wie Hypotheken oder Ratenkrediten eher weniger von Ausfällen betroffen sein werden und, da sie eine Art Grundversorgung darstellen, auch nicht so sehr von Kündigungen aus Geldnot getroffen werden sollten wie z.B. Abonnements aus dem Medienbereich.

Grandios werden die Zahlen sicherlich trotzdem nicht ausfallen. Zumal die Integration des US-Mobilfunkanbieters Sprint in die Telekom-Tochter T-Mobile US nicht gerade billig wird. Dennoch war diese Übernahme ein guter Schritt, von dem die Deutsche Telekom als „Mutter“ von T-Mobile US mittel- und langfristig mit profitieren wird. Die Perspektiven für die Deutsche Telekom sind also durchaus solide, was sich auch darin zeigt, dass zwar viele Analysten im Zuge des Kurseinbruchs am Gesamtmarkt ihre Kursziele für die T-Aktie nach unten setzten, die Einschätzung „Kaufen“ aber fast durch die Bank beibehielten. Und das derzeitige, durchschnittliche Kursziel der Experten, das bei ca. 16,40 Euro liegt, wäre, so es denn erreicht wird, auf der Long-Seite ein höchst lukratives Potenzial.

Erstes Kursziel 200-Tage-Linie

Entscheidend für die Frage, ob man sich hier an einem Long-Trade versuchen könnte, ist aber vor allem das charttechnische Bild. Und das kann durchaus gefallen. Gerade der Umstand, dass es in den letzten Wochen zu einer moderaten, aber stetigen Aufwärtsbewegung kam und nicht zu wilden Kurssprüngen, macht deutlich, dass man hier besonnen zu Werke geht, immer mit Blick auf die Risiken. Das nennt man eine „Mauer der Angst“, an der die Kurse sich erfahrungsgemäß recht gut empor arbeiten, weil den Käufern das Risiko bekannt ist und so die Gefahr sinkt, dass zu viele nicht fundierte Hoffnungen platzen und die Aufwärtsbewegung schlagartig eliminieren. Damit zeigt sich das Chartbild in einem günstigen Gesamtbild, in welchem die Aktie nach und nach Widerstandsmarken überwindet, zugleich aber die für den Bestand des Trends wichtigen Unterstützungen sukzessiv mitlaufen und dadurch eine enge Begrenzung des Risikos ermöglichen.

Sie sehen im Chart, dass sich die Aktie entlang einer in der vergangenen Woche durch einen erfolgreichen Test bestätigten, Mitte März etablierten Aufwärtstrendlinie nach oben bewegt, die mittlerweile knapp darunter durch die 20-Tage-Linie verstärkt und abgesichert wird. Diese „Mauer der Angst“ ist damit eine sinnvolle Basis zur Absicherung eines Long-Trades. Auf der Oberseite hat die T-Aktie mittlerweile die am 12. März entstandene Abwärts-Kurslücke geschlossen und wäre damit bereit für eine Fortsetzung der Bewegung. Das Ziel ist im Chart ebenso gut auszumachen: der Bereich zwischen der 200-Tage-Linie bei derzeit 14,21 Euro und den unteren Wendemarken vom vergangenen Sommer und Winter im Bereich 14,39/14,47 Euro.

Fazit

Risikofreudige Anleger könnten von diesem Szenario durch einen Call Turbo-Optionsschein Open End (WKN VZ03U7) auf die Deutsche Telekom-Aktie mit einem Hebel von 2,96 profitieren. Würde die Telekom-Aktie das potenzielle Kursziel in Form der 200-Tage-Linie bei 14,21 Euro touchieren, würde dieser Call Turbo-Optionsschein einen Kurs von etwa 5,57 Euro erreichen, was einem Kursgewinn von 29 Prozent entsprechen würde, basierend auf dem Briefkurs des Optionsscheins am 28. April um 17:30 Uhr. Um im Fall einer gegenläufigen Entwicklung unnötig hohe Verluste zu vermeiden, würde es sich anbieten, die Position zu schließen, wenn die Aktie mit Schlusskursen unter 12,25 Euro die derzeit für die Aufwärtsbewegung entscheidenden Unterstützungslinien brechen sollte. Dieses Niveau von 12,25 Euro in der Aktie entspricht etwa einem Kurs von 3,62 Euro im Call Turbo-Optionsschein, woraus sich ein Chance/Risiko-Verhältnis von ca. 1,8 : 1 ergibt.

Deutsche Telekom (in Euro)

Tendenz:
Chart Aktien Merck
(Quelle: www.tradesignalonline.com)

Wichtige Chartmarken

Widerstände: 14,21 Euro (200-Tage-Linie) // 14,39 Euro // 14,47 Euro
Unterstützungen: 12,32 Euro // 12,29 Euro
Aufwärtstrend: 12,45 Euro

Call Turbo-Optionsschein Open End auf die Deutsche Telekom (Stand 28.04.2020 17:30 Uhr)

Strategie für steigende Kurse
WKN: VZ03U7 Typ: -
akt. Kurs: 4,32 / 4,33 Euro Emittent: Vontobel
Basispreis: 8,62 Euro Basiswert: Deutsche Telekom
KO-Schwelle: 8,62 Euro akt. Kurs Basiswert: 12,90 Euro
Laufzeit: endlos Kursziel: 5,57 Euro
Hebel: 2,96 Kurschance: + 29 Prozent
Quelle: Vontobel

Interessenkonflikt

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