Commerzbank: Kurs weist nach oben!

Commerzbank AG: Steigender Aktienkurs durch Übernahmephantasie!


Der Wille der italienischen Unicredit, die Commerzbank zu übernehmen, ist allgemein bekannt. Die Aktionäre der Commerzbank befinden sich in einer günstigen Lage, da das eigene Management den Börsenwert erhöhen möchte. Andererseits müsste die Unicredit ihr Angebot verbessern, um das deutsche Geldinstitut zu übernehmen.

Die Unicredit aus Mailand legte Anfang Mai ein freiwilliges Übernahmeangebot für sämtliche Anteile der Commerzbank vor. Sie bietet für jede Commerzbank-Aktie 0,485 neue Unicredit-Aktien an, was derzeit einem Wert von etwa 34,52 Euro entspricht. Mit diesem Angebot möchte die Unicredit bis zum 16. Juni weitere Aktien erwerben, ohne ein kostenintensiveres Pflichtangebot unterbreiten zu müssen. Zudem enthält das Angebot der Unicredit keine angemessene Übernahmeprämie für die Aktionäre der Commerzbank. Commerzbank-CEO Orlopp ist überzeugt, dass das Frankfurter Institut seinen Aktionären mit seiner Strategie als eigenständiges Geldhaus einen höheren Wert bei geringem Umsetzungsrisiko bietet. Beide Optionen sind für die Aktionäre der Commerzbank vorteilhaft: Im Falle einer Übernahme müsste die Unicredit ihr Angebot verbessern, andernfalls profitieren die Aktionäre von der Wachstumsstrategie des Managements der Commerzbank.

Zum Chart

Der Aktienkurs der Commerzbank hat seit seinem Allzeittief am 16. März 2020 bei 2,80 Euro eine übergeordnete Aufwärtsbewegung gebildet, die von kleineren Kursrückgängen begleitet wurde. Das Bekanntwerden des Übernahmeversuchs durch die Unicredit im September 2024 führte zu einem Kursanstieg von etwa 169 Prozent. Seit dem 14-Jahres-Hoch bei 38,40 Euro hat die Aktie eine Seitwärtsbewegung ausgebildet, die durch die Unterstützung bei 29,04 Euro und den Widerstand bei 38,40 Euro begrenzt wird. Aus heutiger Sicht ist es möglich, dass die Aktie diese Seitwärtsbewegung nach oben durchbrechen könnte. Ein höheres Angebot seitens der Unicredit an die Commerzbank-Aktionäre wäre denkbar. Ob dieses Angebot den Widerstand bei 47,90 Euro überschreiten wird, erscheint jedoch fraglich, insbesondere da das letzte Angebot der Unicredit bei 34,52 Euro pro Aktie liegt. Ein Kursanstieg aufgrund höherer Erwartungen bezüglich der Geschäftslage von Banken in Europa ist ebenfalls wahrscheinlich. Da die Übernahmefantasie bereits im Markt präsent ist, könnte ein Kursrückgang hier auf eine verstärkte Nachfrage stoßen. In diesem Zusammenhang hat sich die Unterstützung bei 29,04 Euro als stabil erwiesen.

Commerzbank AG (Tageschart in Euro)

Tendenz:

Wichtige Chartmarken

Widerstände: 38,40 // 42,90 Euro
Unterstützungen: 33,12 // 29,04 Euro

Fazit

Die Aktionäre der Commerzbank befinden sich in einer günstigen Lage, da das eigene Management den Börsenwert erhöhen möchte und die Unicredit ihr Angebot beträchtlich aufbessern müsste.

Mit einem Open End Turbo Long (WKN JE3W5P) könnten risikofreudige Anleger, die einen steigenden Kurs der Commerzbank AG in den nächsten Wochen erwarten, überproportional von einem Hebel in Höhe von 3,96 profitieren. Das Ziel sei bei 43,95 Euro angenommen (16,42 Euro beim Derivat). Der Abstand zur Knock-Out-Barriere beträgt 25 Prozent. Der Einstieg in diese spekulative Position bietet sich dabei stets unter der Beachtung eines risikobegrenzenden Stoppkurses an.

Dieser könnte beim Basiswert bei 30,69 Euro platziert werden. Im Open End Turbo Long ergibt sich daraus ein Stoppkurs von 3,16 Euro. Für diese spekulative Idee beträgt das Chance-Risiko-Verhältnis dann 1,3 zu 1.

Strategie für steigende Kurse
WKN: JE3W5P Typ: Open End Turbo Long
akt. Kurs: 8,65 – 8,70 Euro Emittent: JP Morgan
Basispreis: 27,40 Euro Basiswert: Commerzbank AG
KO-Schwelle: 27,40 Euro akt. Kurs Basiswert: 36,13 Euro
Laufzeit: Open End Kursziel: 16,42 Euro
Hebel: 3,96 Kurschance: + 84 Prozent
Quelle J.P. Morgan



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