Bayer: Bodenbildung abgeschlossen?

Bayer AG: Supreme Court entscheidet Ende Juni in der Glyphosatcausa!


Der Pharma- und Agrarkonzern Bayer überraschte die Marktteilnehmer positiv durch die Veröffentlichung der jüngsten Quartalszahlen. Die abschließende Klärung der Schadenersatzverfahren im Zusammenhang mit dem Unkrautvernichter Glyphosat wird Ende Juni erwartet, wenn der US Supreme Court darüber entscheidet. Charttechnisch deutet sich derzeit der Abschluss einer Bodenbildung an.

Der bedeutende DAX-Wert Bayer veröffentlichte am gestrigen Dienstag starke Zahlen für das erste Quartal 2026. Sowohl im Pharmageschäft als auch in der Agrarsparte CropScience erzielte Bayer deutlich höhere Gewinne als von Analysten erwartet. Laut einem Experten der DZ Bank wird der „nächste Trigger“ für die Aktie wahrscheinlich die Entscheidung des US Supreme Court in Bezug auf Glyphosat sein. Bayer setzt auf eine Grundsatzentscheidung des obersten US-Gerichts, die vielen Glyphosat-Klagen ihre Grundlage entziehen könnte. Ende April fand vor dem US Supreme Court eine Anhörung statt. Eine Entscheidung der Richter wird bis Ende Juni erwartet.

Zum Chart

Die Schwächephase der Bayer-Aktie, die seit dem Allzeithoch am 13. April 2015 bei 144,12 Euro andauerte, hat sich inzwischen in eine Kurserholung verwandelt. Nach einem deutlichen Kurseinbruch im Zusammenhang mit der Veröffentlichung der Quartalszahlen am 12. November 2024 schwenkte der Kurs in eine Bodenbildung. Nach dem letzten Test der Unterstützung bei 18,375 Euro infolge des Kurseinbruchs am Liberation-Day (Anfang April 2025) stieg der Aktienkurs deutlich an. Vom Tief bei 18,375 Euro am 7. April 2025 erhöhte sich der Kurs zeitweise um 62 Prozent auf 31,060 Euro und bildete eine Seitwärtsrange. Seit dem Ausbruch aus dieser Seitwärtsrange zwischen 24,81 Euro und 31,06 Euro hat der Kurs eine steile Aufwärtsbewegung gezeigt und in der Spitze gut 60 Prozent zugelegt. Aktuell deutet vieles darauf hin, dass der Aktienkurs nach einem leichten Rücksetzer auf 35,170 Euro eine Aufwärtssequenz fortsetzen könnte. Wird der Widerstand bei 41,98 Euro überwunden, könnte in weiterer Folge das partielle Hoch bei 49,78 Euro getestet werden. Fundamental betrachtet werden nach einer längeren Phase von Bilanzverlusten wieder Gewinne geschrieben. Dabei geht die Konsensschätzung für die nähere Zukunft von steigenden Gewinnen aus. Als ein Resultat sinkt das erwartete KGV 2028 aktuell auf günstige 10,42.

Bayer AG (Tageschart in Euro)

Tendenz:

Wichtige Chartmarken

Widerstände: 41,98 // 49,78 Euro
Unterstützungen: 35,17 // 31,06 Euro

Fazit

Der Pharma- und Agrarkonzern Bayer überraschte die Marktteilnehmer positiv durch die Veröffentlichung der jüngsten Quartalszahlen. Dies könnte zum Abschluss der Bodenbildung führen.

Mit einem Open End Turbo Long (WKN JZ1G6Y) könnten risikofreudige Anleger, die einen steigenden Kurs der Bayer AG in den nächsten Wochen erwarten, überproportional von einem Hebel in Höhe von 3,68 profitieren. Das Ziel sei bei 46,46 Euro angenommen (1,86 Euro beim Derivat). Der Abstand zur Knock-Out-Barriere beträgt 27 Prozent. Der Einstieg in diese spekulative Position bietet sich dabei stets unter der Beachtung eines risikobegrenzenden Stoppkurses an.

Dieser könnte beim Basiswert bei 33,28 Euro platziert werden. Im Open End Turbo Long ergibt sich daraus ein Stoppkurs von 0,54 Euro. Für diese spekulative Idee beträgt das Chance-Risiko-Verhältnis dann 1,6 zu 1.

Strategie für steigende Kurse
WKN: JZ1G6Y Typ: Open End Turbo Long
akt. Kurs: 1,04 – 1,05 Euro Emittent: JP Morgan
Basispreis: 27,93 Euro Basiswert: Bayer AG
KO-Schwelle: 27,93 Euro akt. Kurs Basiswert: 38,44 Euro
Laufzeit: Open End Kursziel: 1,86 Euro
Hebel: 3,68 Kurschance: + 77 Prozent
Quelle J.P. Morgan



Interessenkonflikt

Hinweis auf bestehende Interessenkonflikte nach § 34b Abs. 1 Nr. 2 WpHG:

Wir weisen Sie darauf hin, dass die FSG Financial Services Group oder ein verbundenes Unternehmen aktuell oder in den letzten zwölf Monaten eine entgeltliche Werbungskooperation zu JP Morgan eingegangen ist.

Der Autor erklärt, dass er bzw. sein Arbeitgeber oder eine mit ihm oder seinem Arbeitgeber verbundene Person im Besitz von Finanzinstrumenten ist, auf die sich die Analyse bezieht, bzw. in den letzten 12 Monaten an der Emission des analysierten Finanzinstruments beteiligt war. Hierdurch besteht die Möglichkeit eines Interessenskonfliktes.

Der Autor versichert weiterhin, dass Analysen unter Beachtung journalistischer Sorgfaltspflichten, insbesondere der Pflicht zur wahrheitsgemäßen Berichterstattung sowie der erforderlichen Sachkenntnis, Sorgfalt und Gewissenhaftigkeit abgefasst werden.

Haftungsausschluss

Der Herausgeber übernimmt keine Gewähr für die Aktualität, Korrektheit, Vollständigkeit oder Qualität der bereitgestellten Informationen. Haftungsansprüche gegen den Herausgeber, welche sich auf Schäden materieller oder ideeller Art beziehen, die durch die Nutzung oder Nichtnutzung der dargebotenen Informationen bzw. durch die Nutzung fehlerhafter und unvollständiger Informationen verursacht wurden, sind grundsätzlich ausgeschlossen. Alle enthaltenen Meinungen und Informationen sollen nicht als Aufforderung verstanden werden, ein Geschäft oder eine Transaktion einzugehen. Auch stellen die vorgestellten Strategien keinesfalls einen Aufruf zur Nachbildung, auch nicht stillschweigend, dar. Vor jedem Geschäft bzw. vor jeder Transaktion sollte geprüft werden, ob sie im Hinblick auf die persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse geeignet ist. Wir weisen ausdrücklich noch einmal darauf hin, dass der Handel mit Optionsscheinen oder Zertifikaten mit grundsätzlichen Risiken verbunden ist und der Totalverlust des eingesetzten Kapitals nicht ausgeschlossen werden kann. Alle Angebote sind freibleibend und unverbindlich. Der Nachdruck, die Verwendung der Texte, die Veröffentlichung / Vervielfältigung ist nur mit ausdrücklicher Genehmigung der FSG Financial Services Group GbR gestattet.

Zurück