Zinsentscheid im Fokus

USD/JPY: Vorschusslorbeeren beim Yen


Nach einem ersten heftigen Rücksetzer des US-Dollars im Vergleich zum Yen (USD/JPY) Ende Juli folgte daraufhin eine etwas zähe Erholungsphase. Doch am Mittwoch zog erneut ein heftiger Rücksetzer die Aufmerksamkeit auf sich, wodurch aus technischer Sicht nun klare Strukturen geschaffen worden sind, die auf eine weitere Aufwertung des Yen hinweisen. Für erhöhte Volatilität dürften zudem noch die anstehenden Zinsentscheide der Japaner und US-Amerikaner sorgen.

Der aktuelle Zinssatz Japans liegt bei 1,0 Prozent, nachdem die Bank of Japan (BoJ) im Juli den Einlagensatz unverändert gelassen hatte. Die USA hingegen bieten eine Spanne zwischen 4,25 und 4,50 Prozent, was einen sogenannten Carry-Trade weiterhin sehr attraktiv gestaltet. Eine weitere Anhebung in Japan wird derzeit deutlich wahrscheinlicher. BoJ-Gouverneur Kazuo Ueda sagte, dass im September über die Inflations- und Preisrisiken beraten wird. Die nächste Sitzung der Bank of Japan findet zwischen dem 17. und 18. September  statt. Besonders hawkish äußerte sich zuletzt Ratsmitglied Hajime Takata und forderte ein flexibleres bzw. schnelleres Tempo bei Zinserhöhungen.

Technische Konsolidierung noch nicht beendet

 

Ein 25-Basispunkte-Schritt auf 1,25 Prozent dürfte tendenziell den Yen stärken und könnte bei USD/JPY für einen deutlichen Rückgang sorgen. Bleibt die BoJ dagegen bei 1,00 Prozent, müsste mit einer Yen-Schwäche gerechnet werden. Technisch gesehen muss bei einer erfolgreichen Auflösung des nach oben gerichteten Keils eine weitere Verkaufswelle mindestens in den Bereich der Verlaufshochs aus 2021 um 151,9440 JPY stark angenommen werden und würde sich für eine entsprechende Positionierung auf der Verkäuferseite anbieten. Oben herum müsste das Paar USD/JPY mindestens über das Vorgängerhoch aus dem Sommer 2024 bei 161,9510 JPY zulegen, damit eine übergeordnete Kaufwelle in den Bereich von 169,10 JPY heranreichen kann.

USD/JPY (Tageschart in JPY)

Tendenz:

Wichtige Chartmarken

Widerstände: 159,9870 // 160,5080 // 161,2800 // 161,9510 JPY
Unterstützungen: 158,0010 // 157,1490 // 156,6550 // 155,2260 JPY

Fazit

 

Sobald es zu einem Tagesschlusskurs mindestens unter den 200-Tage-Durchschnitt bei 158,0010 JPY kommt, wird eine erfolgreiche Auflösung des Keils auf der Unterseite erwartet. Ein erstes Ziel stellt das Augusttief bei 155,2260 JPY dar, darunter die Hochs aus 2021 bei 151,9440 JPY. Durch den Einsatz des Put-Optionsscheins WKN DY398U ließe sich bei vollständiger Abarbeitung der Handelsidee eine solide Renditechance von 165 Prozent und einem Ziel im Schein bei 5,12 Euro erwirtschaften. Dabei sollte die Verlustbegrenzung vorläufig den 50-Tage-Durchschnitt (blaue Linie) bei 159,9870 JPY aber nicht überschreiten. Hieraus würde sich orientierungshalber eine Verlustbegrenzung von 0,75 Euro im Schein ergeben. Der Anlagehorizont dürfte bei abwärtsgerichteten Verkaufswellen nur wenige Tage betragen.

Strategie für fallende Kurse
WKN: DY398U Typ: Open End Turbo Short
akt. Kurs: 1,83 – 1,84 Euro Emittent: DZ Bank
Basispreis: 161,9835 JPY Basiswert: USD/JPY
KO-Schwelle: 161,9835 JPY akt. Kurs Basiswert: 158,7100 JPY
Laufzeit: Open End Kursziel: 5,12 Euro
Hebel: 46,88 Kurschance: + 165 Prozent
Risikohinweis:
Im Durchschnitt erleiden 7 von 10 Kleinanlegern Verluste beim Handel mit Turbo-Zertifikaten. Turbo-Zertifikate sind hoch risikoreiche Produkte und nicht für langfristige Anlagestrategien geeignet.
Quelle: DZ Bank


Bei Mini Future und Open End Turbo findet aufgrund der unbegrenzten Laufzeit eine ständige Anpassung von Basispreis und Barriere statt. Ebenso können sich Basispreis und Barriere beim Wechsel auf den nächstfälligen Future ändern. Weitere Informationen finden sich auf der Produktseite des Emittenten.


Interessenkonflikt

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