Wo bleibt die BoJ?

USD/JPY: Auf großer Abwertungstour


Langfristig verzeichnet der japanische Yen gegenüber dem US-Dollar (USD/JPY) immense Verluste, was sich in einem jahrzehntelangen Aufwärtstrend manifestiert. Derzeit ist das Paar sogar auf dem Weg, jahrzehntealte Widerstände zu überspringen und damit noch weiter abzuwerten. Die letzten Interventionen der BoJ scheiterten zuletzt spektakulär und verpufften mittlerweile vollständig.

Während Anleger die Entwicklungen im Nahen Osten weiter beobachten, geschieht in Fernost wieder Spektakuläres. Der Dollar ist gerade im Begriff, die jahrzehntealte Hürde bei 161,9510 JPY zu überspringen und damit ein neues Rallyekapitel aufzuschlagen. Das Paar handelt bei rund 161,75 JPY und steht vor einem frischen Kaufsignal. Besonders der Wechsel in der Führungsspitze der US-Notenbank könnte den ohnehin schwachen Yen noch weiter unter Druck setzen, sobald der US-Dollar anfängt, durch eine moderatere US-Finanzpolitik stärker aufzuwerten. Der Fokus richtet sich nun auf die Veröffentlichung der von der Fed bevorzugten Inflationskennzahl, des Kern-Preisindex der persönlichen Konsumausgaben (Core Personal Consumption Expenditures, PCE). Zum Zeitpunkt der Erstellung erwarten die Geldmärkte mindestens 20 Basispunkte Straffung bis zum Jahresende. Das bedeutet laut Prime-Terminal-Daten eine 82%ige Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung im Dezember und eine 60%ige Wahrscheinlichkeit für eine Zinspause bei der Sitzung Ende Juli.

Fed und BoJ im Fokus

 

Technisch ist die Sachlage bei USD/JPY eindeutig: Ein nachhaltiger Wochenschlusskurs über dem Niveau von 162,00 JPY dürfte ein neues Rallyekapitel aufschlagen. Kurzfristige Ziele ließen sich dann bei 163,1920 und darüber bei 164,2960 JPY für den Wert ableiten, mittel- bis langfristig wäre sogar ein Anstieg auf 166,2290 JPY denkbar und würde sich über entsprechende Long-Positionen gewinnbringend nachhandeln lassen. Dies zumindest, bis eine der beiden Notenbanken ihre Zinspolitik ändert oder aber die Erwartungen des Marktes aus Sicht der Anleger verfehlt. Sollte es entgegen der Wahrscheinlichkeit zu einem nachhaltigen Kursrutsch unter das Preisniveau von 159,2610 JPY kommen, könnte dies weitere Abschläge in Richtung 157,8930 und darunter 156,3530 JPY auslösen. Allein die Bank of Japan könnte eine derartige Entwicklung nur mit allergrößter Mühe herbeiführen und hat schon einen Teil ihres Schießpulvers verschossen.

USD/JPY (Wochenchart in US-Dollar)

Tendenz:

Wichtige Chartmarken

Widerstände: 162,000 // 162,3200 // 163,1920 // 164,2960 JPY
Unterstützungen: 160,9600 // 160,4490 // 160,0880 // 159,5760 JPY

Fazit

 

Sobald das Paar über 162,00 JPY ansteigt, könnte sich eine längere Erholung in Richtung 164,2960 JPY ausbreiten und somit für ein Long-Engagement qualifizieren. Als Anlagevehikel kann hierzu der Call-Optionsschein WKN DY307F dienen. Der Zielwert des Scheins wurde rechnerisch bei 5,21 Euro ermittelt. Eine Verlustbegrenzung sollte dann aber den Wert bei 157,8930 JPY nicht überschreiten, sondern ein Stück weit darunter angesetzt werden. Der Anlagehorizont ist als mittelfristig einzustufen und dürfte bei einem Long-Investment einige Wochen in Anspruch nehmen.

Strategie für steigende Kurse
WKN: DY307F Typ: Open End Turbo Long
akt. Kurs: 3,87 - 3,88 Euro Emittent: DZ Bank
Basispreis: 154,7923 JPY Basiswert: USD/JPY
KO-Schwelle: 154,7923 JPY akt. Kurs Basiswert: 161,8250 JPY
Laufzeit: Open End Kursziel: 5,21 Euro
Hebel: 22,65 Kurschance: + 35 Prozent
Risikohinweis:
Im Durchschnitt erleiden 7 von 10 Kleinanlegern Verluste beim Handel mit Turbo-Zertifikaten. Turbo-Zertifikate sind hoch risikoreiche Produkte und nicht für langfristige Anlagestrategien geeignet.
Quelle: DZ Bank


Bei Mini Future und Open End Turbo findet aufgrund der unbegrenzten Laufzeit eine ständige Anpassung von Basispreis und Barriere statt. Ebenso können sich Basispreis und Barriere beim Wechsel auf den nächstfälligen Future ändern. Weitere Informationen finden sich auf der Produktseite des Emittenten.


Interessenkonflikt

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