Befreiungsschlag lässt auf sich warten

Kupfer: Noch werden Kräfte gesammelt


Kupfer reagiert in der Regel stark auf die erwarteten Realzinsen. Wenn die Märkte glauben, dass die US-Notenbank Fed trotz einer Inflation von 3,4 Prozent nicht weiter anheben muss, sinken die erwarteten Realzinsen und stützt dadurch das Industriemetall. Genau das war die gestrige Interpretation der Märkte. Technisch aber bewegt sich Kupfer noch auf neutralem Terrain und sammelt Kräfte für einen bevorstehenden Ausbruch.

Sowohl ein schwächerer Dollar als auch potenziell sinkende Realzinsen haben dem Kupferpreis zur Wochenmitte weiteren Auftrieb verliehen, nachdem zuletzt ein Test der aktuellen Jahreshochs von 6,76 US-Dollar stattgefunden hatte. Zwar konnte das Industriemetall kürzlich seine Fühler über diese Hürde strecken, signifikante Umkehrsignale sind jedoch nicht zu erkennen. Insgesamt keilt sich der Kupfer-Future seit Ende Januar in einem großen, steigenden Dreieck ein; in der Charttechnik wird ein solches als Trendfortsetzungsmuster gewertet. Allerdings lässt ein Ausbruch weiter auf sich warten; nach Vorlage der aktuellen Inflationszahlen aus den USA könnten große Investoren bald zuschlagen und zu einem nachhaltigen Ausbruch verhelfen.

Dollar-Schwäche dürfte helfen

 

Insgesamt lässt sich eine positive Trendentwicklung für den Kupfer-Future bereits seit Sommer 2022 beobachten, doch seit Jahresanfang begrenzt das Niveau von 6,76 US-Dollar etwaige Ausbruchsversuche. Sollte es aber zu einem überzeugenden Wochenschlusskurs über diesem Niveau kommen, könnte eine steile Rallye zunächst auf 7,11 und darüber in den Bereich von 7,49 US-Dollar starten und sich für ein entsprechendes Engagement auf der Käuferseite qualifizieren. Untenherum darf der Kupfer-Future kurzzeitig noch in den Bereich des 50-Tage-Durchschnitts bei 6,40 US-Dollar problemlos zurücksetzen. Erst darunter würde das steigende Dreieck in Gefahr geraten und Abschläge auf 6,04 US-Dollar sehr wahrscheinlich machen. Ein Ausreißer könnte zeitweise sogar auf 5,89 US-Dollar heranreichen, ehe wieder eine Erholung einsetzt.

Kupfer-Future (Tageschart in US-Dollar)

Tendenz:

Wichtige Chartmarken

Widerstände: 6,76 // 6,86 // 7,11 // 7,49 US-Dollar
Unterstützungen: 6,53 // 6,40 // 6,35 // 6,19 US-Dollar

Fazit

 

Sobald ein nachhaltiger Wochenschlusskurs oberhalb von 6,76 US-Dollar vorliegt, könnten erste Long-Positionen mit Zielen bei 7,12 sowie 7,49 US-Dollar beispielsweise über den Call-Optionsschein WKN DN3HZP aufgebaut werden. Eine vollständige Abarbeitung würde eine Renditechance von 200 Prozent einbringen, im Schein entspräche dies einem Wert von 11,21 Euro. Als Anlagehorizont sollten Investoren jedoch zwingend einige Wochen einplanen, ehe die Handelsidee vollständig aufgeht. Eine Verlustbegrenzung sollte wegen eines später zu erwartenden Pullbacks das Niveau von orientierungshalber 6,50 US-Dollar gemessen am Basiswert aber nicht überschreiten.

Strategie für steigende Kurse
WKN: DN3HZP Typ: Open End Turbo Long
akt. Kurs: 3,58 - 3,63 Euro Emittent: DZ Bank
Basispreis: 6,2024 US-Dollar Basiswert: Kupfer-Future
KO-Schwelle: 6,2024 US-Dollar akt. Kurs Basiswert: 6,61 US-Dollar
Laufzeit: Open End Kursziel: 11,21 Euro
Hebel: 15,81 Kurschance: + 200 Prozent
Risikohinweis:
Im Durchschnitt erleiden 7 von 10 Kleinanlegern Verluste beim Handel mit Turbo-Zertifikaten. Turbo-Zertifikate sind hoch risikoreiche Produkte und nicht für langfristige Anlagestrategien geeignet.
Quelle: DZ Bank


Bei Mini Future und Open End Turbo findet aufgrund der unbegrenzten Laufzeit eine ständige Anpassung von Basispreis und Barriere statt. Ebenso können sich Basispreis und Barriere beim Wechsel auf den nächstfälligen Future ändern. Weitere Informationen finden sich auf der Produktseite des Emittenten.


Interessenkonflikt

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