Euro sichtlich unter Druck

EUR/GBP: Das kann nicht gut gehen


Die Gemeinschaftswährung Euro zeigt gegenüber einem Korb an Fremdwährungen relative Schwäche, was sich besonders gut bei dem Währungspaar Euro zum britischen Pfund (EUR/GBP) zeigt. Die Rede seit Juli ist hierbei von einer SKS-Formation im Bereich der Vorgängerhochs aus April dieses Jahres, die offenbar kurz vor ihrer Auflösung und damit einem größeren Verkaufssignal steht.

Nach einem erfolgreichen Ausbruch Anfang April aus einem seit 2023 bestehenden Abwärtstrend kam überaus hohe Kaufdynamik auf 0,8738 GBP auf. Nach einem anschließenden Pullback bis in den Hochsommer hinein ging es schließlich auf 0,8757 GBP bis Ende Juli wieder rauf. Doch die Aufwärtsdynamik war diesmal sehr viel schwächer ausgeprägt, zudem wurde in den letzten Wochen eine SKS-Formation als mögliches Trendwendemuster etabliert. Fehlt jetzt nur noch ein Bruch der dazugehörigen Nackenlinie.

Alle Optionen noch offen

 

Sobald das Paar EUR/GBP unter die Nackenlinie von 0,8596 GBP auf Tagesbasis zurückfällt, dürften rasch weitere Abschläge auf 0,8567 und schließlich in den Bereich des 200-Tage-Durchschnitts sowie eine Horizontalunterstützung aus dem Hochsommer bei 0,8508 GBP einsetzen und würden sich für ein kurzzeitiges Short-Engagement auf das beschriebene Paar anbieten. Auf der Oberseite könnte aber immer noch ein Sprung über das Niveau der rechten Schulter von 0,8673 GBP gelingen, was dem Wert Aufwärtspotenzial zurück an die Jahreshochs bei 0,8757 GBP eröffnen würde. Technisch kann eine derartige Entwicklung leider nicht unterstützt werden, dafür sind die Kursmuster zu eindeutig.

EUR/GBP (Tageschart in GBP)

Tendenz:

Wichtige Chartmarken

Widerstände: 0,8649 // 0,8673 // 0,8696 // 0,8730 // 0,8743 // 0,8757 GBP
Unterstützungen: 0,8596 // 0,8577 // 0,8568 // 0,8539 // 0,8527 // 0,8508 GBP

Fazit

 

Die Anzeichen summieren sich täglich hin zu einem Verkaufssignal des Paares EUR/GBP, ein mögliches Ziel bei einem Bruch der Nackenlinie bei 0,8596 GBP ist der Bereich des 200-Tage-Durchschnitts um 0,8508 GBP. Geht es demnächst weiter talwärts, können erste vorsichtige Short-Positionen beispielshalber über das Open End Turbo Short Zertifikat WKN DY3M6H aufgebaut werden, eine Abarbeitung der gesamten Handelsidee birgt hierbei eine Renditechance von 120 Prozent. Ziel des Scheins wurde rechnerisch bei 2,30 Euro ermittelt. Eine Verlustbegrenzung sollte vorläufig aber das Niveau des 50-Tage-Durchschnitts bei 0,8622 GBP nicht unterschreiten, zumal mit einem späteren Pullback zurück an das Ausbruchsniveau gerechnet werden muss. Im Schein würde sich demnach ein äquivalenter Stopp-Kurs von 0,97 Euro ergeben. Der Anlagehorizont dürfte nur wenige Tage bis Wochen betragen.

Strategie für fallende Kurse
WKN: DY3M6H Typ: Open End Turbo Short
akt. Kurs: 1,02 – 1,03 Euro Emittent: DZ Bank
Basispreis: 0,87 GBP Basiswert: EUR/GBP
KO-Schwelle: 0,87 GBP akt. Kurs Basiswert: 0,8618 GBP
Laufzeit: Open End Kursziel: 2,30 Euro
Hebel: 97,0 Kurschance: + 120 Prozent
Quelle: DZ Bank


Bei Mini Future und Open End Turbo findet aufgrund der unbegrenzten Laufzeit eine ständige Anpassung von Basispreis und Barriere statt. Ebenso können sich Basispreis und Barriere beim Wechsel auf den nächstfälligen Future ändern. Weitere Informationen finden sich auf der Produktseite des Emittenten.


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