Es fließt wieder was

Brent Crude Öl: Leichte Entspannung beim Schiffsverkehr


Zur Wochenmitte haben die Ölpreise einen deutlichen Satz zur Unterseite vollzogen. Hintergrund ist eine größere Durchlässigkeit für Schiffe durch die Straße von Hormus. Gelöst ist das Problem der Seeblockade aber noch bei weitem nicht, dennoch wecken einige wenige Durchfahrten Hoffnungen auf eine baldige und dauerhafte Lösung in diesem Konflikt.

Ölpreise für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juli sanken in der Spitze auf 103,24 US-Dollar, der Preisrutsch der globalen Referenzsorte sank um über fünf Prozent. Hintergrund sind Berichte, wonach nach iranischen Angaben in den vergangenen 24 Stunden 26 Schiffe die für den Welthandel wichtige Straße von Hormus passiert haben. Es handelte sich demnach um Öltanker, Frachter und andere Handelsschiffe. Eine dauerhafte und vollständige Öffnung der Straße von Hormus ist aber weiter nicht in Sicht.

Technisch im Abwärtstrend

 

Dies eröffnet aus technischer Sicht in dem seit Mitte März bestehenden Abwärtstrend bei Brent nun die Möglichkeit, auf fallende Kurse zu setzen. Zunächst in den Bereich des 50-Tage-Durchschnitts bei 100,08 US-Dollar, darunter auf das Maitief bei 96,03 US-Dollar. Die Gefahr einer Eskalation im Nahen Osten birgt aber auch die Möglichkeit eines schnellen Trendwechsels und anschließenden Ausbruchs auf der Oberseite. Um bis an die aktuellen Jahreshochs um 120,00 US-Dollar anzuknüpfen, müsste charttechnisch der Bereich von 112,72 US-Dollar dynamisch auf der Oberseite durchbrochen werden. Vorzugsweise sollten deshalb nur kleinere Positionen am Ölmarkt platziert werden.

Brent Crude Öl-Future (Tageschart in US-Dollar)

Tendenz:

Wichtige Chartmarken

Widerstände: 106,87 // 110,99 // 112,72 // 115,30 US-Dollar
Unterstützungen: 102,52 // 100,08 // 99,55 // 96,03 US-Dollar

Fazit

 

Sollten noch weitere Entspannungssignale in dem Iran-Konflikt zutage treten, wären Preisrücksetzer in den Bereich von 96,03 US-Dollar bei Brent Crude Öl durchaus vorstellbar und würden sich für eine Positionierung auf der Verkäuferseite anbieten. Hierzu könnte beispielsweise das mit einem Hebel von 8,76 ausgestattete Open End Turbo Short Zertifikat WKN DU854T zum Einsatz kommen. Die mögliche Renditechance bei vollständiger Umsetzung der Handelsidee beträgt 75 Prozent, Ziel des Scheins wurde rechnerisch bei 17,37 Euro ermittelt. Eine Verlustbegrenzung sollte aber das gestrige Tageshoch bei 111,49 US-Dollar noch nicht unterschreiten, im Schein würde sich orientierungshalber ein Stopp-Kurs von 4,40 Euro ergeben. Die Gefahr einer erneuten Eskalation durch die USA bzw. Israel ist aber omnipräsent.

Strategie für steigende Kurse
WKN: DU854T Typ: Open End Turbo Long
akt. Kurs: 9,84 – 9,87 Euro Emittent: DZ Bank
Basispreis: 111,895 US-Dollar Basiswert: Brent Crude Öl-Future
KO-Schwelle: 111,895 US-Dollar akt. Kurs Basiswert: 104,76 US-Dollar
Laufzeit: Open End Kursziel: 17,37 Euro
Hebel: 8,76 Kurschance: + 75 Prozent
Quelle: DZ Bank


Bei Mini Future und Open End Turbo findet aufgrund der unbegrenzten Laufzeit eine ständige Anpassung von Basispreis und Barriere statt. Ebenso können sich Basispreis und Barriere beim Wechsel auf den nächstfälligen Future ändern. Weitere Informationen finden sich auf der Produktseite des Emittenten.


Interessenkonflikt

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