Neuer Ölpreisschock möglich

Brent Crude Öl: Bullen in Wartestellung


Knapp vor dem Ende des Waffenstillstandsabkommens zwischen den USA, Israel und dem Iran Mittwoch Nacht hat US-Präsident Donald Trump einseitig eine Verlängerung der Waffenruhe verhängt, allerdings bleibt dadurch die Straße von Hormus weiterhin praktisch unpassierbar. Dies schürt noch größere Ängste um eine Unterversorgung mit Erdöl, was sich in deutlich steigenden Rohölpreise niederschlägt und aus technischer Sicht schon bald ein neues Rallyesignal entstehen könnte.

Kurz nach Ausbruch des Iran-Krieges schossen binnen weniger Tage die Rohölpreise von grob 72,00 US-Dollar auf zeitweise 119,50 US-Dollar hoch und verweilten eine Weile an dieser Stelle. Gegen Ende März geriet der Öl-Future jedoch stärker unter Druck und etablierte einen korrektiven Abwärtstrend mit Abschlägen in den Unterstützungsbereich von 86,09 US-Dollar. In den letzten Tagen haben die Preise für ein Fass Rohöl der Nordseesorte Brent Crude wieder merklich angezogen und sich geradewegs an die obere Abwärtstrendkanalbegrenzung begeben. Besonderes Merkmal liegt hierbei auf der gestrigen Tageskerze, die in Gestalt eines bullischen Hammers daherkommt und einen baldigen Ausbruchsversuch auf der Oberseite signalisiert.

Inflation zieht weltweit an

 

Aus technischer Sicht lassen sich seit Ausbruch des Iran-Krieges lediglich zwei technisch saubere Wellen erkennen, was fehlt, ist eine finale und dritte Kaufwelle. Eine solche würde bei Tagesschlusskursen oberhalb von 104,75 US-Dollar entstehen und Gewinne auf zunächst 110,37 und später 119,50 US-Dollar ermöglichen. Für einen endgültigen Abschluss bedarf es jedoch eines höheren Hochs, welches zwischen 125,14 und sogar 138,03 US-Dollar liegen dürfte und durch das potenzielle Ausbruchsszenario sehr attraktiv Chancen auf der Käuferseite bietet. Unten herum müsste erst das Apriltief bei 86,09 US-Dollar bärisch gekreuzt werden, damit Abschläge in Richtung des 200-Tage-Durchschnitts bei 76,61 US-Dollar wahrscheinlich werden.

Brent Crude Öl-Future (Tageschart in US-Dollar)

Tendenz:

Wichtige Chartmarken

Widerstände: 104,75 // 111,80 // 114,43 // 119,50 US-Dollar
Unterstützungen: 94,48 // 91,78 // 86,09 // 80,30 US-Dollar

Fazit

 

An ein schnelles Ende des Konfliktes im Nahen Osten samt einer Wiedereröffnung der Straße von Hormus ist derzeit nicht zu denken und erhöht jeden Tag den Druck auf die Weltwirtschaft. Ein nachhaltiger Anstieg über 104,75 US-Dollar könnte Signalwirkung entfalten und einen Rallyeschub in Richtung 125,14 bis 138,03 US-Dollar liefern. Durch den Einsatz des Open End Turbo Long Zertifikates WKN DN0MCT ließe sich beim Test des ersten Ziels bereits eine Renditechance von 360 Prozent erzielen, Ziel des Scheins läge rechnerisch dann bei 25,04 Euro. Eine Verlustbegrenzung sollte vorläufig aber aufgrund der hohen Schwankungsbreite den Bereich von 93,50 US-Dollar gemessen am Basiswert nicht überschreiten, im Schein käme dies einem Stopp-Kurs von 1,88 Euro gleich. Als Anlagehorizont sind hierbei jedoch einige Wochen einzuplanen, ehe die Idee vollständig aufgeht.

Strategie für steigende Kurse
WKN: DN0MCT Typ: Open End Turbo Long
akt. Kurs: 5,30 – 5,33 Euro Emittent: DZ Bank
Basispreis: 90,50 US-Dollar Basiswert: Brent Crude Öl-Future
KO-Schwelle: 90,50 US-Dollar akt. Kurs Basiswert: 101,94 US-Dollar
Laufzeit: Open End Kursziel: 25,04 Euro
Hebel: 15,52 Kurschance: + 360 Prozent
Quelle: DZ Bank


Bei Mini Future und Open End Turbo findet aufgrund der unbegrenzten Laufzeit eine ständige Anpassung von Basispreis und Barriere statt. Ebenso können sich Basispreis und Barriere beim Wechsel auf den nächstfälligen Future ändern. Weitere Informationen finden sich auf der Produktseite des Emittenten.


Interessenkonflikt

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