Call auf Vonovia: Reversal vollzogen?
Vonovia SE: Enteignungsrisiko vom Tisch!
Deutschlands Immobilienaktien haben am Donnerstag vom geplanten Verbot der Verstaatlichung von Mietwohnungen profitiert. Die Koalition will politischen Überlegungen zur Enteignung großer Wohnungsunternehmen damit endgültig einen Riegel vorschieben. Insbesondere für Vonovia ist dies eine gute Nachricht. Das Unternehmen ist sehr stark in deutschen Großstädten vertreten, die aufgrund steigender Mietpreise unter hohem politischem Druck stehen. Dabei insbesondere in Berlin, wo das Thema Enteignung stets besonders virulent war. Aus Investorensicht dürfte damit ein erhebliches Risiko beseitigt werden. In der Folge dürfte sich das operative Geschäft solide entwickeln, zumal bereits steigende Mieteinnahmen, Fortschritte beim Schuldenabbau und eine stabile Prognose für 2026 vorliegen.
Zum Chart
Mit dem Verkauf von Eigentum wird Europas größter Vermieter ein Stück weit weniger von potenziell hohen Zinsen tangiert. Die Aktien von Vonovia reagieren aufgrund des Leverage-Effekts bei der Immobiliennachfrage empfindlich auf Zinsänderungen. Die vor mehr als drei Jahren einsetzenden Zinserhöhungen haben die Kursentwicklung deutlich belastet. Innerhalb von 15 Monaten verlor die Aktie nahezu den gesamten Kursgewinn seit dem Börsengang. Am 28. März 2023 erreichte der Aktienkurs mit 15,27 Euro ein Allzeittief. Die durch die Umkehr der Leitzinsen ausgelöste Kurserholung wurde ab Anfang Juni 2023 vom Markt vorweggenommen. Diese Aufwärtsbewegung hielt bis Ende Oktober 2024 an, bevor sie wieder gebrochen wurde. Die anschließende Abwärtsphase schien Ende April 2025 überwunden, nachdem die obere Begrenzung des Trendkanals durchbrochen wurde. Bislang folgten jedoch rückläufige Kurse entlang der Trendkanalbegrenzung. Im Februar 2026 stieg der Kurs noch einmal von 24,03 Euro auf 28,90 Euro, nur um danach in wenigen Handelstagen auf 19,98 Euro zu sinken. Aktuell sieht es in einer kurzfristigeren Betrachtung nach einer Kurserholung bis zum Widerstand bei 24,03 Euro aus. Dabei könnten die Fortschritte beim Schuldenabbau für ein Kursfeuerwerk sorgen, nachdem die Enteignungsgeschichte vom Tisch ist. Der Aktienkurs notiert derzeit rund 61 Prozent unterhalb des Allzeithochs vom 3. September 2020 bei 58,76 Euro. Zwar haben sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen seit damals verschlechtert, dennoch besteht Potenzial für weitere Kurszuwächse.
Vonovia SE (Tageschart in Euro) |
Tendenz: |
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Wichtige Chartmarken |
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| Widerstände: | 24,03 // 25,48 Euro |
| Unterstützungen: | 22,16 // 20,09 Euro |
Fazit
Risikofreudige Anleger, die von einer steigenden Aktie der Vonovia SE bis auf 25,03 Euro ausgehen, könnten mit einem Call-Optionsschein (WKN JY1WL5) überproportional mit einem Omega von 3,80 profitieren. Bei angenommener konstant hoher impliziter Volatilität von 49 % und dem Ziel bei 25,03 Euro (0,61 Euro beim Optionsschein) ist bis zum 03.08.2026 eine Rendite von rund 39 % zu erzielen. Fällt der Kurs des Underlyings in dieser Periode auf 20,79 Euro, resultiert daraus ein Verlust von rund 27 % beim Optionsschein. Das Chance-Risiko-Verhältnis beträgt somit 1,42 zu 1, wenn bei 20,79 Euro (0,32 Euro beim Schein) eine Stop-Loss Order vorgesehen wird.
| Strategie für steigende Kurse | |
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| WKN: | JY1WL5 | Typ: | Call-Optionsschein | |
| akt. Kurs: | 0,43 – 0,44 Euro | Emittent: | JP Morgan | |
| Basispreis: | 20,00 Euro | Basiswert: | Vonovia SE | |
| akt. Kurs Basiswert: | 22,62 Euro | |||
| Laufzeit: | 18.06.2027 | Kursziel: | 0,61 Euro | |
| Omega: | 3,80 | Kurschance: | + 39 Prozent | |
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Risikohinweis: Im Durchschnitt erleiden 7 von 10 Kleinanlegern Verluste beim Handel mit Turbo-Zertifikaten. Turbo-Zertifikate sind hoch risikoreiche Produkte und nicht für langfristige Anlagestrategien geeignet. |
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| Quelle J.P. Morgan | ||||
Interessenkonflikt
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