Call auf Vonovia: Bodenbildung abgeschlossen!

Vonovia: Management schafft Verbesserungen!


Trotz des hohen Verschuldungsgrads scheint der Immobilienriese Vonovia bei den Marktteilnehmern wieder Tritt zu fassen. Das Management kann die Einnahmen steigern und gleichzeitig Schulden abbauen. Nachdem der Wert zinssensitiv ist, könnten sinkende Leitzinsen in Zukunft für einen veritablen Kursanstieg sorgen.

Der größte Wohnimmobilienkonzern im deutschsprachigen Raum hat am gestrigen Donnerstag die Geschäftszahlen für das erste Quartal 2026 präsentiert. Dabei profitierte das Unternehmen aus Bochum insbesondere von gestiegenen Mieteinnahmen. Auch das Geschäft mit Zusatzleistungen, wie Handwerkerdiensten oder dem Energievertrieb, trug zum Anstieg des operativen Ergebnisses bei. Die Ziele für das laufende Jahr wurden bestätigt; gleichzeitig bleibt der Schuldenabbau ein zentrales Anliegen. Für viele Investoren stellt die hohe Verschuldung von Vonovia ein Problem dar. Dementsprechend plant das Management, den Verschuldungsgrad bis Ende 2028 auf 40 Prozent zu senken. Im vergangenen Jahr hatte Vonovia diesen Wert bereits auf 45,4 Prozent reduziert.

Zum Chart

Mit dem Verkauf von Eigentum wird Europas größter Vermieter ein Stück weit weniger von potenziell hohen Zinsen tangiert. Die Aktien von Vonovia reagieren aufgrund des Leverage-Effekts bei der Immobiliennachfrage empfindlich auf Zinsänderungen. Die vor mehr als drei Jahren einsetzenden Zinserhöhungen haben die Kursentwicklung deutlich belastet. Innerhalb von 15 Monaten verlor die Aktie nahezu den gesamten Kursgewinn seit dem Börsengang. Am 28. März 2023 erreichte der Aktienkurs mit 15,27 Euro ein Allzeittief. Die durch die Umkehr der Leitzinsen ausgelöste Kurserholung wurde ab Anfang Juni 2023 vom Markt vorweggenommen. Diese Aufwärtsbewegung hielt bis Ende Oktober 2024 an, bevor sie wieder gebrochen wurde. Die anschließende Abwärtsphase schien Ende April 2025 überwunden, nachdem die obere Begrenzung des Trendkanals durchbrochen wurde. Bislang folgten jedoch rückläufige Kurse entlang der Trendkanalbegrenzung. Im Februar 2026 stieg der Kurs noch einmal von 24,03 Euro auf 28,90 Euro, nur um danach in wenigen Handelstagen auf 20,09 Euro zu sinken. Aktuell sieht es in einer kurzfristigeren Betrachtung nach einer Bodenbildung aus. Dabei könnten die Fortschritte beim Schuldenabbau und niedriger als erwartete Leitzinsen für ein Kursfeuerwerk sorgen. Der Aktienkurs notiert derzeit rund 62 Prozent unterhalb des Allzeithochs vom 3. September 2020 bei 58,76 Euro. Zwar haben sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen seit damals verschlechtert, dennoch besteht Potenzial für weitere Kurszuwächse.

Vonovia SE (Tageschart in Euro)

Tendenz:

Wichtige Chartmarken

Widerstände: 24,03 // 25,48 Euro
Unterstützungen: 22,16 // 20,09 Euro

Fazit

Risikobereite Anleger, die von einer steigenden Aktie der Vonovia SE bis auf 24,88 Euro ausgehen, könnten mit einem Call-Optionsschein (WKN JE534R) überproportional mit einem Omega von 5,49 profitieren. Bei angenommener konstant hoher impliziter Volatilität von 38 % und dem Ziel bei 24,88 Euro (0,38 Euro beim Optionsschein) ist bis zum 08.06.2026 eine Rendite von rund 81 % zu erzielen. Fällt der Kurs des Underlyings in dieser Periode auf 20,49 Euro, resultiert daraus ein Verlust von rund 38 % beim Optionsschein. Das Chance-Risiko-Verhältnis beträgt somit 2,13 zu 1, wenn bei 20,49 Euro (0,13 Euro beim Schein) eine Stop-Loss Order vorgesehen wird.

Strategie für steigende Kurse
WKN: JE534R Typ: Call-Optionsschein
akt. Kurs: 0,20 – 0,21 Euro Emittent: JP Morgan
Basispreis: 22,00 Euro Basiswert: Vonovia SE
akt. Kurs Basiswert: 22,66 Euro
Laufzeit: 18.12.2026 Kursziel: 0,38 Euro
Omega: 5,49 Kurschance: + 81 Prozent
Quelle J.P. Morgan


Optionsschein-Update 08.05.2026: AMD

Die am 17. April 2026 vorgestellte Idee, mit einem Call-Optionsschein (WKN JZ9VEE) mit dem Basispreis von 262,50 US-Dollar auf die AMD Inc. zu setzen, notiert zur Stunde zum Geldkurs von 16,60 Euro und lag mit 162 Prozent im Plus. Wer den Gewinn nicht mitnehmen, sondern in Erwartung steigender Kurse hier investiert bleiben möchte, könnte den Stoppkurs im Derivat auf 16,05 Euro nachziehen. So kann diese Position weit über Break-even abgesichert werden.

Advanced Micro Devices, Inc. (AMD) (Tageschart in US-Dollar)


Interessenkonflikt

Der Autor erklärt, dass er bzw. sein Arbeitgeber oder eine mit ihm oder seinem Arbeitgeber verbundene Person im Besitz von Finanzinstrumenten ist, auf die sich die Analyse bezieht, bzw. in den letzten 12 Monaten an der Emission des analysierten Finanzinstruments beteiligt war. Hierdurch besteht die Möglichkeit eines Interessenskonfliktes.

Der Autor versichert weiterhin, dass Analysen unter Beachtung journalistischer Sorgfaltspflichten, insbesondere der Pflicht zur wahrheitsgemäßen Berichterstattung sowie der erforderlichen Sachkenntnis, Sorgfalt und Gewissenhaftigkeit abgefasst werden.

Haftungsausschluss

Der Herausgeber übernimmt keine Gewähr für die Aktualität, Korrektheit, Vollständigkeit oder Qualität der bereitgestellten Informationen. Haftungsansprüche gegen den Herausgeber, welche sich auf Schäden materieller oder ideeller Art beziehen, die durch die Nutzung oder Nichtnutzung der dargebotenen Informationen bzw. durch die Nutzung fehlerhafter und unvollständiger Informationen verursacht wurden, sind grundsätzlich ausgeschlossen. Alle enthaltenen Meinungen und Informationen sollen nicht als Aufforderung verstanden werden, ein Geschäft oder eine Transaktion einzugehen. Auch stellen die vorgestellten Strategien keinesfalls einen Aufruf zur Nachbildung, auch nicht stillschweigend, dar. Vor jedem Geschäft bzw. vor jeder Transaktion sollte geprüft werden, ob sie im Hinblick auf die persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse geeignet ist. Wir weisen ausdrücklich noch einmal darauf hin, dass der Handel mit Optionsscheinen oder Zertifikaten mit grundsätzlichen Risiken verbunden ist und der Totalverlust des eingesetzten Kapitals nicht ausgeschlossen werden kann. Alle Angebote sind freibleibend und unverbindlich. Der Nachdruck, die Verwendung der Texte, die Veröffentlichung / Vervielfältigung ist nur mit ausdrücklicher Genehmigung der FSG Financial Services Group GbR gestattet.

Zurück