Put auf Sartorius: Abwärtstrend intakt!
Sartorius: Hohes KGV ist gleich hohes Risiko!
Das Drohszenario zusätzlicher US-Zölle belastete am Donnerstag die Medizintechnikbranche in ganz Europa. Wie erst jetzt bekannt wurde, führt das US-Handelsministerium bereits seit Monatsbeginn entsprechende Untersuchungen durch. Diese Nachrichten wirken sich zusätzlich negativ auf die ohnehin stark gesunkene Investorenstimmung im Bereich Medizintechnik aus. Kurzfristig dürfte sich auch das Delisting von Sartorius aus dem DAX negativ auf die Aktie auswirken. Sartorius und die Porsche AG wurden zum 22. September aus dem DAX entfernt, was bei Investoren, insbesondere bei passiven Indexfonds, zu Umschichtungen führt. Gleichzeitig wird Sartorius in den MDAX aufgenommen, wo erfahrungsgemäß weniger Investoren aktiv sind.
Zum Chart
Nach einem seit Februar 2009 bis Anfang Januar 2022 andauernden Aufwärtstrend, in dem in der Spitze ein Plus im Ausmaß von 38.100 Prozent zu beobachten ist, baut der Kurs danach kontinuierlich ab. Trotz des Kursrückgangs von aktuell rund 69 Prozent seit dem Hoch vom 30. November 2021 ist das erwartete KGV 2025 mit 72,60 für einen Industriebetrieb sehr hoch. Auch wenn die Konsensschätzung für 2027 von einem Plus des Bilanzgewinns von rund 100 Prozent ausgeht, ist das entsprechende erwartete KGV mit 36,21 immer noch hoch. Dabei muss dieser Gewinn in Zeiten von Zollunsicherheit erst erwirtschaftet werden. Sollten nur geringe Zweifel an der Dynamik aufkommen, verliert die Aktie von Sartorius überproportional, nachdem trotz Abwärtstrend noch immer ein klassisches „High Multiple Risk“ besteht. Im Chart ist der übergeordnete Abwärtstrend durch die nach unten gerichtete grüne Linie angedeutet. Durchbricht der Kurs die Unterstützung bei 190,10 Euro, könnte die untere Seite des Trendkanals bei 158,01 Euro angesteuert werden. Dies würde einem Minus von aktuell 19,5 Prozent entsprechen. Zwar beträgt der Umsatzanteil in den USA aktuell rund 38 Prozent, dennoch muss zusätzlich zu den Produktionsstätten in den USA Ware importiert werden, was den Aktienkurs angreifbar macht.
Sartorius AG Vz. (Tageschart in Euro) |
Tendenz: |
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Wichtige Chartmarken |
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| Widerstände: | 213,20 // 234,20 Euro |
| Unterstützungen: | 190,10 // 166,05 Euro |
Fazit
Risikofreudige Anleger, die von einer fallenden Aktie der Sartorius AG bis auf 171,55 Euro ausgehen, könnten durch einen Put-Optionsschein (WKN MK9D79) überproportional mit einem Omega von 2,76 profitieren. Bei angenommener konstant hoher impliziter Volatilität von 47 % und dem Ziel bei 171,55 Euro (0,36 Euro beim Optionsschein) ist bis zum 27.10.2025 eine Rendite von rund 39 % zu erzielen. Steigt der Kurs des Underlyings in dieser Periode auf 217,80 Euro, resultiert daraus ein Verlust von rund 30 % beim Optionsschein. Das Chance-Risiko-Verhältnis beträgt somit 1,25 zu 1, wenn bei 217,80 Euro (0,18 Euro beim Schein) eine Stop-Loss-Order vorgesehen wird.
| Strategie für fallende Kurse | |
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| WKN: | MK9D79 | Typ: | Put-Optionsschein | |
| akt. Kurs: | 0,27 – 0,28 Euro | Emittent: | Morgan Stanley | |
| Basispreis: | 190,00 Euro | Basiswert: | Sartorius AG Vz. | |
| akt. Kurs Basiswert: | 195,95 Euro | |||
| Laufzeit: | 19.06.2026 | Kursziel: | 0,36 Euro | |
| Omega: | 2,76 | Kurschance: | + 39 Prozent | |
| Quelle: Morgan Stanley | ||||
Optionsschein-Update: BARRICK MINING CORP
Die am 5. September 2025 vorgestellte Idee, mit einem Call-Optionsschein (WKN JU30ZS) mit dem Basispreis von 28,00 US-Dollar und Fälligkeit am 18.06.2026 auf eine steigende Aktie der Barrick Corporation zu setzen, schloss gestern zum Geldkurs von 7,48 Euro und lag mit 180 Prozent im Plus. Der Basiswert befindet sich noch in einem Aufwärtstrend, was ein Anpassen des Stop Loss Levels beim Derivat über dem Break Even Kurs ermöglicht. Das Stop Loss Level beim Optionsschein könnte bei 6,62 Euro vorgesehen werden.
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