Put auf Rheinmetall: Kurs unter wichtiger Marke!

Rheinmetall: Anzeichen für Frieden belasten!


Der Aktienkurs von Rheinmetall hat nach einem steilen Anstieg in der ersten Hälfte des Jahres 2025 eine Seitwärtsrange ausgebildet. Doch die jüngste Kursentwicklung ist von Schwäche charakterisiert, nachdem ein russlandfreundliches Friedensangebot veröffentlicht wurde. Auch Teile des Produktportfolios erscheinen als zu konservativ für zukunftsorientierte Aufrüstung.

Nach den jüngsten Kursverlusten deutscher Rüstungsaktien hat der Sektor am Dienstag dieser Woche einen Stabilisierungsversuch begonnen. Zuvor hatte die vage Aussicht auf ein Ende des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine die Aktien belastet, nachdem die USA einen entsprechenden Plan vorgestellt hatten. Dieser Plan wurde jedoch vielfach kritisiert, da er als zu russlandfreundlich eingeschätzt wurde. Inzwischen liegt eine überarbeitete Version vor. Ob der russische Präsident dieser neuen Fassung zustimmt, bleibt jedoch ungewiss. Angesichts des näher rückenden Jahresendes könnten Anleger zudem Gewinne realisieren. Für Rheinmetall verzeichnet das Börsenjahr 2025 trotz der jüngsten Verluste weiterhin einen Kursanstieg von 153 Prozent.

Zum Chart

Das aktuelle Chartbild deutet auf eine kritische Situation hin. Sowohl der Widerstand bei 1.539 Euro als auch die 200-Tage-Linie wurden unterschritten. Neben den aktuellen Friedensbemühungen könnte auch das Produktportfolio von Rheinmetall auf dem Kurs lasten. Möglicherweise ist dieses zu sehr auf herkömmliche kriegerische Auseinandersetzungen ausgerichtet. Die Entwicklung im Ukrainekrieg zeigt, dass Panzer mit billigen Drohnen ausgeschaltet werden können. Der starke Kurszuwachs in diesem Jahr macht die Aktie von Rheinmetall auch immer teurer. Seit Ende Mai 2025 hat die Aktie des Rüstungskonzerns dadurch eine Seitwärtsrange ausgebildet. Diese wird von der Unterstützung bei 1.539,00 und dem Widerstand bei 2.008,00 Euro eingefasst, wobei der Widerstand das Allzeithoch am 3. Oktober 2025 definiert. Die Unterstützung wurde am 21. November unterschritten, noch ist aber nicht klar, ob dies nachhaltig gewesen ist. Die zaghafte Gegenbewegung führt nämlich genau an den entscheidenden Bereich, wo sich Unterstützung und 200-Tage-Linie überdecken. Wird dieser Bereich überwunden, könnte der Aktienkurs wieder in Richtung 2.008 Euro steigen. Für eine Entwarnung unter den Bullen ist es aber noch zu früh, denn auch die Reserven des russischen Staates sind nicht unbegrenzt. Auch Motivation für Frieden aus dieser Richtung könnte Druck auf die Rheinmetallaktie ausüben.

Rheinmetall AG (Tageschart in Euro)

Tendenz:

Wichtige Chartmarken

Widerstände: 1.539,00 // 2.008,00 Euro
Unterstützungen: 1.408,50 // 933,00 Euro

Fazit

Risikofreudige Anleger, die von einer fallenden Aktie der Rheinmetall AG bis auf 1.204,00 Euro ausgehen, könnten mit einem Put-Optionsschein (WKN JH42V9) überproportional mit einem Omega von -2,52 profitieren. Bei angenommener konstant hoher impliziter Volatilität von 41 % und dem Ziel bei 1.204,00 Euro (3,95 Euro beim Optionsschein) ist bis zum 26.12.2025 eine Rendite von rund 64 % zu erzielen. Steigt der Kurs des Underlyings in dieser Periode auf 1.804,00 Euro, resultiert daraus ein Verlust von rund 42 % beim Optionsschein. Das Chance-Risiko-Verhältnis beträgt somit 1,51 zu 1, wenn bei 1.804,00 Euro (1,39 Euro beim Schein) eine Stop-Loss Order vorgesehen wird.

Strategie für fallende Kurse
WKN: JH42V9 Typ: Put-Optionsschein
akt. Kurs: 2,43 – 2,44 Euro Emittent: JP Morgan
Basispreis: 1.510,00 Euro Basiswert: Rheinmetall AG
akt. Kurs Basiswert: 1.514,00 Euro
Laufzeit: 18.12.2026 Kursziel: 3,95 Euro
Omega: -2,52 Kurschance: + 64 Prozent
Quelle J.P. Morgan



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