Volkswagen kommt ins Schleudern

Put auf Volkswagen: 35 Prozent Chance


Nicht zuletzt durch die Corona-Pandemie hat Volkswagen einige offene Baustellen, die das Management dazu gezwungen haben, von der Dividendenerhöhung auf 3 Milliarden Euro abzusehen. Dass diese konstant gehalten wurde, veranlasste gestern die Marktteilnehmer das Papier mehrheitlich auf den Markt zu werfen.

Der deutsche Autoriese Volkswagen kämpft an mehreren Fronten gegen Entwicklungen, die sich negativ auf den Aktienkurs auswirken. Neben der Absatzschwäche durch die Coronakrise plagen VW auch der Umstieg in das Elektro-Zeitalter und der Trend zur Sharing Mobility. Es ist möglich, dass Corona noch länger ein Tema bleibt, als prognostiziert. Aktuell ist die Gesellschaft in vielen Ländern einem 2. Lock-Down näher als der Bewältigung der Pandemie durch einen wirksamen Impfstoff. Weiters sind die Wolfsburger quasi davon abhängig, dass vor allem die Elektro-Modelle ID.3 und ID.4 erfolgreich vom Markt aufgenommen werden. Die oben Genannten Herausforderungen lassen wenig Spielraum zu, den Trend zu Sharing Mobility Konzepten mit ausreichend finanziellen Mitteln zu dotieren. Studien zeigen, dass Mobilitätsdienstleistungen im urbanen Umfeld Wachstumsfelder der Zukunft sind und weniger die Produktion von Kraftfahrzeugen.
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Der Widerstand bei 148,52 Euro scheint für den Aktienkurs von VW schwer zu überwinden zu sein. Am 14. September 20 drehte der Verlauf ein 3. Mal nach unten und bildet eine Konsolidierung aus, die am gestrigen Handelstag mit einem Tagesverlust von 2,62 % ihre Fortsetzung fand. Der gestrige Verlust ist vor allem auf die Enttäuschung der Marktteilnehmer zurückzuführen, dass die Dividende nicht erhöht, sondern die Auszahlung bei 2 Milliarden Euro konstant gehalten wurde. Der Kurs hat durchaus weiteren Spielraum nach unten bis zum Support bei 124,58 Euro. Diese Marktlage kann mit einem Put-Optionsschein mit entsprechendem Hebel ausgenützt werden. Der effektive Hebel Omega des ausgewählten Put-Optionsscheins beträgt aktuell – 4,18. Der ausgewählte Put (Basispreis 138 US-Dollar) mit der WKN JC1LRA weist eine durchschnittliche Implizite Volatilität von 29 % auf. Hier erwarten die Marktakteure weiter durchschnittliche Kursbewegungen im Basiswert Volkswagen.

Volkswagen VZ. (Tageschart in Euro)

Tendenz:
(Quelle: www.tradesignalonline.com)

Wichtige Chartmarken

Widerstände: 135,28 // 148,52 Euro
Unterstützungen: 124,58 // 115,19 Euro

Fazit

Risikofreudige Anleger, die von einer fallenden Volkswagen-Aktie bis auf 122,58 Euro ausgehen, könnten mit einem Put-Optionsschein (WKN JC1LRA) überproportional davon profitieren. Bei angenommener konstant hoher impliziter Volatilität von 29 % und dem Ziel bei 122,58 Euro (1,63 Euro beim Optionsschein) bis zum 01.11.2020 ist eine Rendite von rund 35% zu erzielen. Steigt der Kurs des Underlyings in dieser Periode auf 135,08 Euro, resultiert daraus ein Verlust von rund 32 % beim Optionsschein. Das Chance-Risiko-Verhältnis beträgt somit 1,08 zu 1, wenn bei 135,08 Euro (0,82 Euro beim Schein) eine Stop-Loss Order eingezogen wird.

Strategie für fallende Kurse
WKN: JC1LRA Typ: Put-Optionsschein
akt. Kurs: 1,21 – 1,23 Euro Emittent: JP Morgan
Basispreis: 138 Euro Basiswert: Volkswagen VZ.
akt. Kurs Basiswert: 134,31 Euro
Laufzeit: 18.12.2020 Kursziel: 1,63 Euro
Omega: -4,18 Kurschance: + 35 Prozent
Quelle: JP Morgan



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