FAANG-Schwäche

Put auf Nasdaq: Mitgehangen, mitgefangen


Nun erreichen die Unsicherheiten auch den lange Zeit dagegen immunen Nasdaq-100-Index. In den letzten Tagen zeigten sich an der US-Tech-Börse deutliche Abgaben. Ein Put-Optionsschein auf den Nasdaq 100 mit einem Basispreis bei 7800 Punkten und einer Fälligkeit im Dezember könnte von fallenden Notierungen überproportional profitieren.

Im letzten Jahr legte der US-Technologieindex Nasdaq 100 um 31 Prozent zu. Nachdem er das Jahr 2016 mit 4864 Punkten beendet hatte, kletterte er in den folgenden zwölf Monaten bis Ende 2017 auf 6396 Punkte nach oben. In diesem Jahr erreichte der Nasdaq 100 ein Hoch bei 7691 Punkten. In der Spitze ergab sich in den ersten acht Monaten des laufenden Jahres also auch wieder ein Plus von 20 Prozent. Das verringerte sich in den letzten drei Tagen jedoch auf nur noch 16,5 Prozent. Der Nasdaq 100 rutschte seit diesem Hoch innerhalb von wenigen Tagen um rund 250 Zähler nach unten ab und könnte dadurch in eine größere Korrektur abrutschen, wenn weitere Verluste folgen.

Denn in den letzten Tagen nahmen die Anleger bei den Technologiewerten ihre Positionen zurück: Die Papiere der Branchengrößen wie Amazon, Apple und der Google-Holding Alphabet weiteten ihre Verluste aus. Twitter-CEO Jack Dorsey und Facebook-COO Sheryl Sandberg mussten vor dem US-Senatsausschuss wegen möglicher Einflussnahme aus dem Ausland auf ihren Netzwerken Rede und Antwort stehen. Zu Apple als möglichen Netflix-Konkurrenten äußerten sich die Analysten von Goldman Sachs positiv, wodurch auch die letzte der FAANG-Aktien nicht von negativen Nachrichten verschont blieb. Zuvor hatten Apple und Amazon die Billion-Dollar-Marke beim Marktwert geknackt.

Nach ihren Anfangsbuchstaben werden Facebook, Apple, Amazon, Netflix und die Google-Holding Alphabet gemeinsam als FAANG-Aktien bezeichnet. Durch Microsoft lässt sich diese Bezeichnung auf FAANG+M erweitern. Aufgrund ihres Gewichts kann die Gruppe den Gesamtmarkt beeinflussen. Die FAANG+M-Aktien kommen im nach Marktkapitalisierung gewichteten Nasdaq 100 auf ein Gewicht von 48 Prozent oder wiegen fast so schwer wie die anderen 95 Werte. Das bedeutet, dass sie in der Lage sind, den Nasdaq 100 zu bewegen. Und so zogen diese Schwergewichte den US-Technologieindex in den letzten Tagen nach unten. Wehe, wenn daraus eine Abwärtsspirale wird.

Denn momentan scheinen die Anleger, privat wie institutionell, pessimistischer eingestellt, was den weiteren Verlauf der Tech-Börse angeht. Konnten sie in den letzten Monaten gute Gewinne in diesem Sektor erzielen, könnten sie nun zur Mitnahme des Erreichten tendieren, bevor noch weniger davon übrigbleibt. Der Nasdaq 100 befindet sich dadurch in einer durchaus kritischen Situation. Schon jetzt notiert der Index unter dem vorherigen Rekordstand von 7511 Punkten. Unter 7440 Punkten würde der Index den seit Ende April gültigen Aufwärtstrend nach unten durchbrechen, wodurch sich die Korrekturbewegung ausweiten könnte. Ein mögliches Ziel könnte dann um 6950 Punkte bestehen.

Nasdaq 100 (Tageschart in Punkten)

Tendenz:

Wichtige Chartmarken

Widerstände: 7498 // 7511 // 7691
Unterstützungen: 7405 // 7186 // 6950

Mit einem Put-Optionsschein (WKN ST28DV) können risikofreudige Anleger, die von einem fallenden Nasdaq-100-Index ausgehen, überproportional profitieren. Der klassische Optionsschein mit einem Basispreis bei 7800 Punkten und einer Fälligkeit am 19.12.2018 könnte eine Rendite von 83 Prozent erzielen, wenn der Index bis zum Laufzeitende in weniger als vier Monaten bis auf 6950 Punkte fällt. Sollte er tiefer fallen oder dieses Ziel vorzeitig erreichen, könnte mit dieser spekulativen Idee auch eine höhere Rendite erzielt werden.

Zu beachten ist: Falls der Index am Bewertungstag über dem Basispreis von 7800 Punkten notiert, verfällt der Optionsschein wertlos. Ansonsten wird die Differenz zwischen Kurs und Basispreis zum Verhältnis von 0,01 ausbezahlt. Um aktuell einen Gewinn zu erzielen, müsste der Index am Bewertungstag unter den gleichen Bedingungen um 7340 Punkte (Break-Even-Punkt) schließen. Ein Ausstieg aus dieser spekulativen Idee könnte erwogen werden, sollte der Index auf kurze Sicht über 7700 Punkte steigen und neue Hochs erreichen.

Strategie für fallende Kurse
WKN: ST28DV Typ: Put-Optionsschein
akt. Kurs: 3,99 – 4,00 Euro Emittent: Société Générale
Basispreis: 7.800,00 Punkte Basiswert: Nasdaq 100
akt. Kurs Basiswert: 7453,00 Punkte
Laufzeit: 19.12.2018 Kursziel: 7,33 Euro
Omega: -13,33 Kurschance: + 83 Prozent
Quelle: Börse Frankfurt


Optionsschein-Report-Update: Deutsche Post

Unsere vor sieben Wochen vorgestellte Optionsschein-Idee, mit der WKN CQ80VT auf eine steigende Deutsche-Post-Aktie zu setzen, erhöhte ihren Gewinn. Der klassische Call-Optionsschein mit einem Basispreis von 27 Euro und einer Fälligkeit am 17.12.2018 notiert zur Stunde zum Geldkurs von 0,39 Euro und liegt mit 35 Prozent im Plus. Die Aktie erreichte bereits ein Hoch bei 32,18 Euro, gab seit Ende August aber erneut einen Teil ihrer Gewinne ab. Wer den Gewinn nicht mitnehmen, sondern in der Erwartung einer steigenden Aktie in der spekulativen Position investiert bleiben möchte, der beachtet, dass dieser Optionsschein wertlos verfällt, wenn die Aktie am Bewertungstag unter dem Basispreis von 27 Euro notiert. Ansonsten wird die Differenz zwischen Kurs und Basispreis zum Bezugsverhältnis von 0,1 ausbezahlt.

Deutsche Post (Tageschart in Euro)

Tendenz:

Wichtige Chartmarken

Widerstände: 32,18 // 32,80 // 33,96
Unterstützungen: 30,42 // 29,25 // 27,23

Interessenkonflikt

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