ExxonMobil in der Ecke

Put auf ExxonMobil: 16 Prozent Chance


Bei ExxonMobil überschneiden sich zwei negative Entwicklungen. Einerseits die kurzfristigen Verluste aufgrund der Quarantänemaßnahmen zur Eindämmung des Coronaviruses. Andererseits das aufziehende Ende der „CO2-Party“ und die einhergehende Umstellung auf erneuerbare Energie wie beispielsweise Windenergie oder grünem Wasserstoff. Beide Faktoren schaden aktuell dem Aktienkurs und lassen diesen um über 25 % im noch jungen Jahr 2020 einbrechen.

Die Gewinne der Erdölkonzerne wie ExxonMobil kommen aus mehreren Gründen unter Druck. Kurzfristig sorgen die Angst vor einer Corona-Pandemie und die daraus folgenden Quarantänemaßnahmen für sinkende Überschüsse. In China hat der Ausbruch des Coronavirus die Nachfrage nach Öl schon um rund 20 Prozent einbrechen lassen.
Ein weiterer Grund ist der latente Druck, sich besser für die Zeit nach dem Boom der fossilen Brennstoffe zu wappnen, der schon 2040 zu Ende sein könnte. Die Frage ist, ob ExxonMobil nach dem Boom eine ähnliche Markt-Position in einer dekarbonisierten, auf grünen Wasserstoff basierenden Wirtschaft erreichen kann. Große Investoren wie der Norwegische Staatsfonds machen bereits einen großen Bogen um Firmen, die überdurchschnittlich viel CO2 in Umlauf bringen.

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Längerfristig betrachtet befindet sich der Aktienkurs von ExxonMobil seit dem Hoch bei 104,72 US-Dollar am 27. Juli 2014 in einer Abwärtsbewegung. Ein kurzes Aufflackern des Kurses im ersten Halbjahr 2016 mündet wieder in einem Abwärtstrend, der am 2. Januar 2020 in einen Kurssturz übergeht. Im Jahr 2020 gab der Kurs bis dato rund 25 Prozent nach und verlor auch in der gestrigen Sitzung 6,02 Prozent. Dieser Einbruch wirkt sich auch auf das KGV 2020 aus, welches aktuell 14,69 beträgt und für ein schrumpfendes Geschäft hoch bewertet ist. Allerdings muss man auch konstatieren, dass der RSI-Indikator einen überverkauften Markt anzeigt. Obwohl mit einer kurzen Konsolidierung nach oben immer zu rechnen ist, besteht die nächsten zwei bis drei Monate der Vorteil auf der Short-Seite. Dieses Short-Szenario baut auf der Ausweitung der Corona-Panik auf. So wurde der Widerstand bei rund 56 US-Dollar aus dem Juni 2010 schnell durchbrochen. Aktuelle Preise bei 52,00 US-Dollar wurden auch schon im Jahre 2005 gehandelt. Widerstände nach oben liegen bei 53,27 US-Dollar und bei 55,92 US-Dollar. Ein eventuelles Ziel ist bei 48,17 US-Dollar auszumachen.

Der ausgewählte Put (Basispreis 50 US-Dollar) mit der WKN KA3KWS weist eine durchschnittliche Implizite Volatilität von 30 % auf. Hier erwarten die Marktakteure trotz der Panik eine relative Beruhigung im Underlying ExxonMobil

ExxonMobil (Tageschart in US-Dollar)

Tendenz:
(Quelle: www.tradesignalonline.com)

Wichtige Chartmarken

Widerstände: 53,27 // 55,92 US-Dollar
Unterstützungen: 48,17 US-Dollar

Fazit

Risikobereite Anleger, die von einer fallenden Aktie von ExxonMobil bis auf 48,17 US-Dollar ausgehen, könnten mit einem Put-Optionsschein (WKN KA3KWS) überproportional davon profitieren. Bei angenommener konstant hoher impliziter Volatilität von 30,00 % und dem Ziel bei 48,17 US-Dollar (0,53 Euro beim Optionsschein) bis zum 07.05.2020 ist eine Rendite von rund 16 % zu erzielen. Steigt der Kurs des Underlyings in dieser Periode auf 53,27 US-Dollar resultiert daraus ein Verlust von rund 8 % beim Optionsschein. Das Chance-Risiko-Verhältnis beträgt somit 1,17 zu 1, wenn bei 53,27 US-Dollar (0,425 Euro beim Schein) eine Stop-Loss Order eingezogen wird.

Strategie für fallende Kurse
WKN: KA3KWS Typ: Put-Optionsschein
akt. Kurs: 0,51 – 0,52 Euro Emittent: Citigroup
Basispreis: 50 US-Dollar Basiswert: ExxonMobil
akt. Kurs Basiswert: 49,82 US-Dollar
Laufzeit: 17.12..2020 Kursziel: 0,53 Euro
Omega: -5,03 Kurschance: + 16 Prozent
Quelle: Citigroup

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