Vonovia profitiert vom Immo-Boom

Call auf Vonovia: 82 Prozent Chance


Vonovia konnte sich gestern erneut positiv vom Gesamtmarkt abkoppeln und lag als einer von nur 5 DAX-Werten im grünen Bereich. Das Geschäftsmodell Vermieten ist im Lichte der Corona-Krise stabiler als jenes im gebeutelten Automobil- und Luftfahrtsektor. Zusätzliches Wachstum soll über Wohnungszukäufe im europäischen Ausland generiert werden und so die Aktionäre auch weiter erfreuen.

Vonovia öffnete gestern seine Bücher und lieferte erfreuliche Zahlen. Der Konzern kann vom Immobilienboom profitieren und steigerte den Gewinn aus der Vermietung im Jahresvergleich um 8 Prozent auf 1,22 Milliarden Euro. Die Einnahmen wurden auch auf Basis der Immobilienzukäufe im Ausland auf 2 Milliarden Euro gesteigert. Auch das Immobilien-Portfolio konnte aufgrund der anhaltenden Preissteigerung um 12 Prozent auf 53,30 Milliarden aufgewertet werden. Doch die aktuell hohen Immobilienpreise in Deutschland hindern Vonovia auch weiter zuzukaufen. So wird der Bestand bei 355.000 Wohnungen konstant gehalten. Auch der staatliche Einfluss in Deutschland über den Mietendeckel kostet den Konzern 10 Millionen Euro pro Jahr. Um weiter wachsen zu können, streckt der Immobilienspezialist seine Fühler ins europäische Ausland aus.

Zum Chart

Übergeordnet betrachtet befindet sich der Aktienkurs von Vonovia seit dem ersten Handelstag am 11.7.2013 in einem Aufwärtstrend mit einer jährlichen Steigerung von rund 15 Prozent. Die Diskussion rund um den Berliner Mietendeckel in der zweiten Hälfte von 2019 sorgte innerhalb dieses Trendkanals für eine kurze Seitwärtsentwicklung, in der die untere Begrenzung Mitte September 2019 getestet wurde. Im Vorfeld der Veröffentlichung des 2019er Geschäftsberichts am 5. März 2020 konnte die Aktie im Zeitraum von 2 Monaten 18 Prozent zulegen und bildete am 19. Februar ein all time high bei 54,48 Euro heraus. Der darauf folgende Einbruch aufgrund der Corona-Folgen stoppt exakt auf dem wichtigen Widerstand bei 48 Euro. Der anschließende Rebound auf 53,00 Euro egalisiert beinahe den Kursverlust und nimmt wieder Fahrt in Richtung all time high auf. Das Papier kann sich in dieser Phase entscheidend (rund 13 %) von der Entwicklung des DAX absetzen. Kann das all time high überwunden werden, eröffnet sich eine Chance, auch die 57,36 Euro mittelfristig zu erreichen. Bleiben die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen wie ein niedriger Zinssatz aufrecht, bildet der Bereich rund um 48 Euro eine verlässliche Unterstützung.

Der ausgewählte Call (Basispreis 54 Euro) mit der WKN JM4HAX weist eine durchschnittliche Implizite Volatilität von 18,62 % auf. Hier erwarten die Marktakteure trotz der Panik eine relative Beruhigung im Underlying Vonovia.

Vonovia (Tageschart in Euro)

Tendenz:

Wichtige Chartmarken

Widerstände: 54,00 // 57,36 Euro
Unterstützungen: 48,00 // 46,14 Euro

Fazit

Risikofreudige Anleger, die von einer steigenden Aktie von Vonovia bis auf 57,36 Euro ausgehen, könnten mit einem Call-Optionsschein (WKN JM4HAX) überproportional davon profitieren. Bei angenommener konstant hoher impliziter Volatilität von 18,62 % und dem Ziel bei 57,36 Euro (0,436 Euro beim Optionsschein) bis zum 12.06.2020 ist eine Rendite von rund 81,60 % zu erzielen. Fällt der Kurs des Underlyings in dieser Periode auf 49,80 Euro, resultiert daraus ein Verlust von rund 61,22 % beim Optionsschein. Das Chance-Risiko-Verhältnis beträgt somit 1,18 zu 1, wenn bei 49,80 Euro (0,093 Euro beim Schein) eine Stop-Loss Order eingezogen wird.

Strategie für steigende Kurse
WKN: JM4HAX Typ: Call-Optionsschein
akt. Kurs: 0,23 – 0,25 Euro Emittent: JP Morgan
Basispreis: 54 Euro Basiswert: Vonovia
akt. Kurs Basiswert: 52,44 Euro
Laufzeit: 18.12.2020 Kursziel: 0,436 Euro
Omega: 8,60 Kurschance: + 81,59 Prozent
Quelle: JP Morgan

Optionsschein-Update 06.03.2020: Netflix

Die am 17. Januar 2019 vorgestellte Idee, mit einem Call-Optionsschein (WKN MF9U0K) mit dem Basispreis von 340 US-Dollar und Fälligkeit am 16.12.2020 auf eine steigende Aktie von Netflix zu setzen, schloss gestern zum Geldkurs von 6,90 Euro und lag mit 51,60 Prozent im Plus. Wer den Gewinn nicht mitnehmen, sondern in Erwartung steigender Kurse hier investiert bleiben möchte, könnte den Stoppkurs im Basiswert auf 361,51 US-Dollar nachziehen, so dass sich im Optionsschein ein neuer Stoppkurs bei 6,19 Euro ergibt. So könnte diese Position über break even abgesichert werden.

Netflix (Tageschart in US-Dollar)

Tendenz:

Interessenkonflikt

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