Traton-IPO

Call auf Volkswagen: Neues zum Börsenplan


Volkswagen möchte seine Lkw-Sparte an die Börse bringen. Zudem setzen die Wolfsburger auf digitale Geschäftsmodelle. Ein Call-Optionsschein auf die Aktie von Volkswagen mit einem Basispreis bei 130 Euro und einer Fälligkeit im Juni könnte von einer steigenden Aktie überproportional profitieren.

Volkswagen erwarb zur Stärkung seines digitalen Geschäfts eine 49-prozentige Beteiligung am Stuttgarter Digital-Spezialisten Diconium. Beide Unternehmen wollen zusammen dadurch Geschäftsmodelle und das Angebot an digitalen Mehrwertdiensten von Volkswagen weiterentwickeln. Diconium wird somit ein wichtiger Technologiepartner der Wolfsburger für den Aufbau neuer digitaler Services, die in der Volkswagen Automotive Cloud laufen. Die Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt kartellrechtlicher Genehmigung.

Digitales Modell

Auf den Weg bringen wollen Volkswagen und Diconium unter anderem eine Online-Vertriebsplattform, über die Kunden von Volkswagen alle kommenden We-Services und On-Demand-Funktionen für das vernetzte Fahrzeug einkaufen und verwalten können. Solche Funktionen werden unter anderem Multimedia-Streaming, Bezahlen beim Tanken, Laden und Parken oder auch Updates Over-the-Air umfassen. Diconium, 1995 gegründet, ist mit rund 800 Mitarbeitern laut eigener Angabe führend im Aufbau digitaler Geschäftsmodelle.

Nur kurze negative Wirkung zeigt ein Gerichtsurteil vom Donnerstag, wonach das Landgericht Augsburg entschieden hatte, dass Volkswagen wegen der Abgasmanipulation bei Diesel-Fahrzeugen dem Besitzer eines Diesel-Pkws den vollen Kaufpreis des Autos zuzüglich Zinsen zurückerstatten muss, ohne die Zeit der Nutzung mindernd zu berücksichtigen. Ob das Urteil so bestehen bleibt, ist offen: Volkswagen kann, da es sich um ein Landgerichtsurteil handelt, vor der nächsthöheren Instanz, dem Oberlandesgericht, in Berufung gehen.

Traton als Treiber

Als Kurstreiber wirkte zuletzt der in Aussicht gestellte Börsengang der Lkw-Sparte Traton. Einem Pressebericht des Handelsblatts von Freitag zufolge werde der Aufsichtsrat von Volkswagen im Dezember über deren Börsengang beraten. Wenige Tage vor Weihnachten sei dazu ein außerordentliches Treffen des 20-köpfigen Kontrollrats geplant, hieß es unter Berufung auf Konzernkreise. Nach aktuellem Stand sollen keine Beschlüsse fallen, vielmehr werde das Gremium über den derzeitigen Stand der Vorbereitungen informiert.

Volkswagen möchte Traton mit den Marken MAN, Scania und Volkswagen laut Handelsblatt im Frühjahr nächsten Jahres an den Kapitalmarkt bringen. Mit einer Bewertung von rund 20 Milliarden Euro könnte das einer der größten Börsengänge der letzten Jahre werden. Mit 81000 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von 24 Milliarden Euro ist Traton einer der weltweit führenden Hersteller von Lastwagen und Bussen. Optimistisch zur Aktie äußerten sich zuletzt mehrere Analysten mit Kurszielen bis 210 Euro.

Ausbruch in Aussicht

Dass Volkswagen seine Gewinnerwartungen bis zum Jahr 2020 angehoben hatte, beurteilten sie mehrheitlich positiv. Auch aus technischer Sicht könnte sich die Lage mit einem Ausbruch aus dem seit Februar bestehenden Abwärtstrend nach oben verbessern. So könnte die Volkswagen-Aktie den übergeordneten Aufwärtstrend mit einer Unterseite um 143 Euro fortsetzen. Entscheidend könnte der Sprung über die aktuell um 154 Euro verlaufende 200-Tage-Linie sein, die noch zuletzt einen weiteren Anstieg verhinderte.

Volkswagen (Tageschart in Euro)

Tendenz:

Wichtige Chartmarken

Widerstände: 152,36 // 159,98 // 190,00
Unterstützungen: 143,00 // 142,60 // 131,44

Mit einem Call-Optionsschein (WKN MF7FHA) können risikofreudige Anleger, die eine steigende Volkswagen-Aktie erwarten, überproportional profitieren. Der klassische Optionsschein mit einem Basispreis bei 130 Euro und einer Fälligkeit am 19.06.2019 könnte eine Rendite von 130 Prozent erzielen, wenn die Aktie bis zum Laufzeitende auf 190 Euro steigt. Sollte sie höher steigen oder das Ziel vorzeitig erreichen, könnte sie eine höhere Rendite erzielen.

Zu beachten ist: Falls die Volkswagen-Aktie am Bewertungstag unter 130 Euro schließt, verfällt der Optionsschein wertlos. Sonst wird die Differenz zwischen Kurs und Basispreis zum Bezugsverhältnis von 0,1 ausbezahlt. Um aktuell einen Gewinn zu erzielen, müsste die Aktie am Bewertungstag um 156,10 Euro (Break-Even-Punkt) schließen. Ein Ausstieg aus dieser spekulativen Idee könnte erwogen werden, sollte die Aktie unter 140 Euro fallen.

Strategie für steigende Kurse
WKN: MF7FHA Typ: Call-Optionsschein
akt. Kurs: 2,60 – 2,61 Euro Emittent: Morgan Stanley
Basispreis: 130,00 Euro Basiswert: Volkswagen
akt. Kurs Basiswert: 151,86 Euro
Laufzeit: 19.06.2019 Kursziel: 6,00 Euro
Omega: 4,4 Kurschance: + 130 Prozent
Quelle: Morgan Stanley


Optionsschein-Report: Linde

Unsere vor einer Woche vorgestellte Optionsschein-Idee, mit der WKN DS8SHW auf eine steigende Linde-Aktie zu setzen, liegt im Gewinn. Der klassische Call-Optionsschein mit einem Basispreis von 130 Euro und einer Fälligkeit am 19.06.2019 notiert zur Stunde zum Geldkurs von 1,41 Euro und befindet sich mit 19 Prozent im Plus. Nach dem Tief bei 133,60 Euro setzte die Aktie die steigende Tendenz innerhalb des übergeordneten Aufwärtstrends fort. Wer den Gewinn nicht mitnehmen, sondern in dieser spekulativen Position investiert bleiben möchte, beachtet, dass der Optionsschein wertlos verfällt, wenn die Aktie am Bewertungstag unter dem Basispreis notiert. Sonst wird die Differenz zwischen Kurs und Basispreis zum Verhältnis von 0,1 ausbezahlt.

Linde (Tageschart in Euro)

Tendenz:

Wichtige Chartmarken

Widerstände: 141,30 // 142,60 // 148,70
Unterstützungen: 133,60 // 132,00 // 125,71

Interessenkonflikt

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