Drei Oscars

Call auf Netflix: Mischt Hollywood auf


Der Kinosessel ist das Sofa, der nach eigener Wahl ausgesuchte Blockbuster läuft im Wohnzimmer. Das ist Netflix. Von steigenden Notierungen könnte ein Call-Optionsschein auf die Netflix-Aktie mit einem Basispreis bei 320 US-Dollar und einer Fälligkeit im September überproportional profitieren.

Jetzt legt sich Steven Spielberg mit Netflix an. Dem Regisseur stieß übel auf, dass der Streamingdienst längst nicht mehr eine reine Online-Videothek ist, sondern sich zu einem auf mehreren Ebenen erfolgreichen Konzern gemausert hat. Denn Netflix zeigt nicht nur Serien und Filme, sondern produziert sie auch, und das auf hohem Niveau. Bei der Oscar-Verleihung in diesem Jahr räumte die Netflix-Eigenproduktion Roma gleich drei Statuen ab für die beste Regie, für die beste Kamera und für den besten fremdsprachigen Film.

1997 als Online-Videothek gegründet, ist Netflix längst mehr als das. 2007 stieg der US-amerikanische Konzern mit Sitz im kalifornischen Los Gatos ins Video-on-Demand-Geschäft ein. Im Dezember 2018 zählte er weltweit rund 139 Millionen Abonnenten. Von Oktober bis Dezember kamen 8,8 Millionen neue Kunden hinzu: 1,5 Millionen auf dem Heimatmarkt und 7,3 Millionen international. Im vierten Quartal steigerte Netflix seine Erlöse um mehr als ein Viertel, doch der Gewinn ging aufgrund von Investitionen um 28 Prozent zurück.

Im Jahr 2018 steigerte Netflix seinen Umsatz um mehr als ein Drittel und der Gewinn stieg um das Doppelte. Mit internationaler Expansion versucht Netflix seine Konkurrenten wie Amazon Prime, Disney und Hulu zu distanzieren. So wächst das Unternehmen zwar, dessen Angebot mittlerweile in mehr als 190 Ländern verfügbar ist, doch erzielt zumindest vorübergehend weniger Gewinn. Die Analysten von Goldman Sachs setzten die Aktie von Netflix weiterhin auf ihre Conviction Buy List mit einem Ziel von 400 US-Dollar.

Bei 420 US-Dollar befindet sich das Allzeithoch der Netflix-Aktie von Juni letzten Jahres. Im folgenden Halbjahr ging es für die Notierungen allerdings auch infolge der Marktbedingungen deutlich nach unten bis auf ein Tief bei 231 US-Dollar. Aber seit dem Jahreswechsel lässt sich ein Aufwärtstrend beschreiben. Dieser führte die Aktie schon wieder auf ein Hoch bei 371 US-Dollar, derzeit pendelt sie zwischen 360 und 370 US-Dollar zur Seite und sollte nicht unter 350 US-Dollar fallen, um die steigende Tendenz beizubehalten.

Netflix (Tageschart in US-Dollar)

Tendenz:

Netflix (Wochenchart in US-Dollar)

Wichtige Chartmarken

Widerstände: 371,49 // 386,80 // 423,21
Unterstützungen: 348,04 // 338,00 // 318,60

Mit einem Call-Optionsschein (WKN MF5U18) können risikofreudige Anleger, die von einer steigenden Netflix-Aktie ausgehen, profitieren. Der Optionsschein mit Basispreis bei 320 US-Dollar und Fälligkeit am 18.09.2019 kann eine Rendite von 65 Prozent erzielen, wenn die Aktie bis zum Laufzeitende bis 420 US-Dollar steigt. Sollte sie höher steigen oder das Ziel früher erreichen, wäre ebenso eine höhere Rendite möglich. Um aktuell einen Gewinn zu erzielen, müsste die Aktie mindestens um 380 US-Dollar (Break-Even-Punkt) schließen.

Zu beachten ist: Falls die Aktie am Bewertungstag unter 320 US-Dollar schließt, verfällt dieser Optionsschein wertlos. Ansonsten wird die Differenz zwischen Kurs und Basispreis zum Bezugsverhältnis von 0,1 ausbezahlt. Ein Ausstieg aus dieser spekulativen Idee könnte erwogen werden, sollte die Aktie die aktuelle Richtung ändern und unter 340 US-Dollar fallen. Im Optionsschein könnte daher ein risikobegrenzender Stoppkurs bei 4,65 Euro gesetzt werden. Das Chance-Risiko-Verhältnis dieser spekulativen Idee beträgt 4,6 zu 1.

Strategie für steigende Kurse
WKN: MF5U18 Typ: Call-Optionsschein
akt. Kurs: 5,37 – 5,41 Euro Emittent: Morgan Stanley
Basispreis: 320,00 US-Dollar Basiswert: Netflix
akt. Kurs Basiswert: 352,60 US-Dollar
Laufzeit: 18.09.2019 Kursziel: 8,93 Euro
Omega: 4,1 Kurschance: + 65 Prozent
Quelle: Morgan Stanley

Optionsschein-Update: Boeing

Ausgestoppt wurde unsere Optionsschein-Idee, mit der WKN MF7Z9G auf eine steigende Boeing-Aktie zu setzen. Nach einem Hoch bei 446 US-Dollar gaben die Notierungen mit einer allgemeinen Marktschwäche in der letzten Woche nach und fielen unter 420 US-Dollar aus ihrem seit Ende letzten Jahres verfolgten Aufwärtstrend. Da nun ein weiterer Rückgang nicht ausgeschlossen werden kann, wurde der von uns zuletzt zur Begrenzung des Risikos und Absicherung des Erreichten im Basiswert auf 8,20 Euro nachgezogene Stoppkurs ausgelöst, wodurch ein Gewinn von 110 Prozent mitgenommen wurde.

Boeing (Tageschart in US-Dollar)


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