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Call auf Lufthansa: Aktie gelingt untere Trendwende


Die Aktie der Lufthansa könnte charttechnisch abheben, denn die untere Trendwende scheint ihr gelungen zu sein. Wie ein Call-Optionsschein auf die Lufthansa-Aktie mit einem Basispreis bei 12 Euro und einer Fälligkeit im Juni nächsten Jahres von steigenden Kursen profitieren könnte.

Natürlich kämpft auch die Lufthansa mit einem intensiven Wettbewerb in der europäischen Luftfahrtbranche. Die steigenden Kosten lassen sich nur schwer an die Kunden weitergeben, wenn die Konkurrenz nicht mitmacht. Das schlug sich im ersten Halbjahr in schwächeren Quartalszahlen nieder.

Die Konsolidierung der Branche ist jedoch im vollen Gange. Die Lufthansa konnte bereits große Teile der insolventen Air Berlin übernehmen. Dadurch wuchs die eigene Flotte. Mit der Sanierung von Eurowings und der Integration von Brussels muss der Konzern weitere Baustellen schließen.

Dennoch beließ die UBS ihre Einstufung für Lufthansa auf Kaufen und nannte ein Kursziel von 18 Euro. Das wäre ein Plus von 27 Prozent zum aktuellen Kurs. Dass europäische Fluggesellschaften im zweiten Quartal wie erwartet abgeschnitten hätten, liefere Unterstützung für die Kurse.

Jedoch könnten einige Investoren mit Blick auf diesen Sektor aber etwas zu pessimistisch geworden sein, meinte der bei der UBS zuständige Analyst. Auch weitere Analysten meinten, dass der Gegenwind durch die Treibstoffkosten im dritten Quartal wegen gefallener Ölpreise nachlassen könnte.

Lufthansa (Tageschart in Euro)

Tendenz:

Zum Chart

Nachdem die Lufthansa-Aktie das zweite Halbjahr des vergangenen Jahres in einer volatilen Seitwärtsbewegung zwischen 17 und 24 Euro verbrachte, ging die übergeordnete Richtung ab Mitte April dieses Jahres in eine fallende Tendenz über, die mit einer Abwärtsgerade beschrieben werden konnte.

Dabei markierten die Notierungen ein Zweieinhalb-Jahres-Tief bei 12,58 Euro. So tief stand die Lufthansa-Aktie zuletzt im Februar 2017. Jedoch änderte sie in den letzten Wochen erneut ihre Richtung und steigt seitdem übergeordnet an, was zum Bruch mit dem Abwärtswiderstand führte.

Dabei markierte die Aktie ein Verlaufshoch bei 14,23 Euro, womit sie in den Bereich zwischen 14 und 14,34 Euro vorgedrungen war. Setzen die Notierungen ihre steigende Tendenz fort, könnte sie zuerst das Abwärtsgap um 16,50 Euro schließen, um dann bis zum Juni-Hoch um 18 Euro vorzustoßen.

Lufthansa (Wochenchart in Euro)

Wichtige Chartmarken

Widerstände: 14,23 // 15,59 // 16,12 // 18,02
Unterstützungen: 13,71 // 12,58 // 11,45 // 9,10

Fazit

Risikofreudige Anleger, die von einer steigenden Lufthansa-Aktie ausgehen, könnten mit einem Call-Optionsschein (WKN JM0Y88) überproportional davon profitieren. Der könnte eine Rendite von 107 Prozent erzielen, sofern die Aktie bis zum Laufzeitende am 19.06.2020 auf 18 Euro steigt.

Sollte sie höher steigen oder das Ziel früher erreichen, wäre auch eine höhere Rendite möglich. Um aktuell einen Gewinn zu erzielen, müsste die Aktie um 14,90 Euro (Break-Even-Punkt) schließen. Falls sie am Bewertungstag unter 12 Euro schließt, endet der Optionsschein allerdings wertlos.

Sonst wird die Differenz zwischen Kurs und Basispreis zum Bezugsverhältnis von 0,1 ausbezahlt. Anfangs könnte die kurzfristig spekulative Idee im Optionsschein mit einem risikobegrenzenden Stoppkurs von 0,21 Euro abgesichert werden. Das Chance-Risiko-Verhältnis beträgt somit 3,9 zu 1.

Strategie für steigende Kurse
WKN: JM0Y88 Typ: Call-Optionsschein
akt. Kurs: 0,28 – 0,29 Euro Emittent: JP Morgan
Basispreis: 12,00 Euro Basiswert: Lufthansa
akt. Kurs Basiswert: 14,14 Euro
Laufzeit: 19.06.2020 Kursziel: 0,60 Euro
Omega: 4,8 Kurschance: + 107 Prozent
Quelle: JP Morgan



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