Quartalszahlen

Call auf IBM: Big Blue mit Überraschung


IBM überraschte im vierten Quartal positiv. Denn der Konzern übertraf bei Gewinn und Umsatz die Erwartungen. Von steigenden Notierungen könnte ein Call-Optionsschein auf die IBM-Aktie mit einem Basispreis bei 120 US-Dollar und einer Fälligkeit im Dezember überproportional profitieren.

IT-Konzern IBM überraschte im vierten Quartal positiv. Denn das Unternehmen übertraf sowohl beim Gewinn als auch beim Umsatz die Markterwartungen. Die Aktie stieg als erste Reaktion bereits im nachbörslichen Handel um fast fünf Prozent an. Zwar gab der Umsatz im Jahresabschlussquartal von Oktober bis Dezember um 3,5 Prozent auf 21,8 Milliarden US-Dollar nach, doch Analysten hatten mit weniger gerechnet. Schon im vorherigen Quartal hatte IBM einen Rückgang ausgewiesen. Damals reagierten die Anleger enttäuscht.

Unter dem Strich stand diesmal aber keine rote Zahl mehr. Der Gewinn betrug 1,95 Milliarden US-Dollar, während im Vorjahresquartal noch ein Verlust von 1,05 Milliarden verbucht worden war. Umgelegt auf jede Aktie verdiente der Technologiekonzern somit 2,15 US-Dollar. Bereinigt um Sondereffekte erzielte der auch Big Blue genannte Konzern ein Ergebnis von 4,87 US-Dollar pro Aktie. Ebenso wie die im Gesamtjahr vereinnahmten 13,81 US-Dollar pro Aktie lag dieser Wert über den zuvor veröffentlichten Schätzungen.

Für das Jahr 2019 stellte IBM ein adjustiertes Ergebnis pro Aktie von mindestens 13,90 US-Dollar in Aussicht. Auch das überraschte: Analysten hatten bislang nur mit 13,80 US-Dollar gerechnet. IBM möchte dabei mehr auf neue Technologien setzen als auf das bisherige Kerngeschäft mit Großrechnern. Zu den Bereichen, die der Konzern selbst als Strategic Imperatives bezeichnet, zählen die Bereiche Cloud, Analyse, Mobile und Sicherheit. Diese Geschäftsfelder trugen im letzten Jahr zusammen bereits 50 Prozent zum Umsatz bei.

Mit einem Sprung nach oben reagierte die IBM-Aktie auf die Quartalszahlen. Dabei eröffneten die Notierungen eine Aufwärtslücke zwischen 125 und 130 US-Dollar und stiegen bis 135 US-Dollar an. Nachdem die Aktie Ende Dezember ein Tief bei 105,94 US-Dollar erreicht hatte, begann sie noch vor Jahreswechsel mit einer positiven Tendenz, die bis heute anhält. Über das Oktoberhoch bei 154,36 US-Dollar als nächstes Ziel könnte diese bis zu den Hochs von März und April letzten Jahres um 160 US-Dollar nach oben führen.

IBM (Tageschart in US-Dollar)

Tendenz:

Mit einem Call-Optionsschein (WKN MF9J98) können risikofreudige Anleger, die von einer steigenden IBM-Aktie ausgehen, überproportional profitieren. Der klassische Optionsschein mit einem Basispreis bei 120 US-Dollar und einer Fälligkeit am 18.12.2019 könnte eine Rendite von 115 Prozent erzielen, wenn die Aktie bis zum Laufzeitende bis 160 US-Dollar steigt. Sollte sie höher steigen oder das Ziel vorzeitig erreichen, wäre eine höhere Rendite möglich.

Zu beachten ist: Falls die Aktie zur Bewertung unter 120 US-Dollar schließt, verfällt der Optionsschein wertlos. Sonst wird die Differenz zwischen Kurs und Basispreis zum Bezugsverhältnis von 0,1 ausbezahlt. Um aktuell einen Gewinn zu erzielen, müsste die Aktie am Bewertungstag um 139 US-Dollar (Break-Even-Punkt) schließen. Ein Ausstieg aus der spekulativen Idee wäre zu erwägen, sollte die Aktie die Richtung ändern und nachhaltig unter 125 US-Dollar fallen.

Strategie für steigende Kurse
WKN: MF9J98 Typ: Call-Optionsschein
akt. Kurs: 1,63 – 1,64 Euro Emittent: Morgan Stanley
Basispreis: 120,00 US-Dollar Basiswert: IBM
akt. Kurs Basiswert: 132,53 US-Dollar
Laufzeit: 18.12.2019 Kursziel: 3,53 Euro
Omega: 4,8 Kurschance: + 115 Prozent
Quelle: Morgan Stanley


Optionsschein-Update: Starbucks

Die zuletzt vorgestellte Idee, mit einem Call-Optionsschein (WKN ST5RBB) mit einem Basispreis von 60 US-Dollar und einer Fälligkeit am 17.01.2020 auf eine steigende Starbucks-Aktie zu setzen, schloss gestern zum Geldkurs von 0,73 Euro. Während die Aktie in der letzten Woche bis 66,76 US-Dollar gestiegen war, fiel sie vor den am Donnerstag vorgelegten Quartalszahlen bis 62,93 US-Dollar zurück, holte aber nachbörslich wieder auf. Wichtig ist, dass der seit Ende Juni bestehende Aufwärtstrend um aktuell 63 US-Dollar weiterhin intakt ist. Ein Ausstieg aus dieser spekulativen Optionsschein-Idee wäre zu erwägen, sollte die Aktie die steigende Tendenz unter 62 US-Dollar nachhaltig verlassen.

Starbucks (Tageschart in US-Dollar)

Tendenz:

Optionsschein-Update: Boeing

Die vor zwei Wochen vorgestellte Idee, mit einem Call-Optionsschein (WKN MF7Z9G) mit einem Basispreis von 350 US-Dollar und Fälligkeit am 18.12.2019 auf eine steigende Boeing-Aktie zu setzen, schloss gestern zum Geldkurs von 3,95 Euro und lag mit 2,6 Prozent im Plus. Somit gab der Optionsschein zur Vorwoche leicht nach. Die Aktie erreichte letzten Freitag ein Verlaufshoch bei 367,32 US-Dollar, kam seitdem aber um 360 US-Dollar nicht mehr voran. Hier gilt es nun, die weitere Entwicklung abzuwarten. Denn ein Ausstieg aus dieser spekulativen Optionsschein-Idee wäre schließlich zu erwägen, sollte die Aktie die steigende Tendenz unter 330 US-Dollar nachhaltig verlassen.

Boeing (Tageschart in US-Dollar)

Tendenz:

Optionsschein-Update: MDAX

Die vor vier Wochen vorgestellte Idee, mit einem Call-Optionsschein (WKN DL98NX) mit einem Basispreis von 17000 Punkten und Fälligkeit am 18.12.2019 auf einen steigenden MDAX zu setzen, liegt im Gewinn. Der Optionsschein schloss gestern zum Geldkurs von 6,76 Euro und lag mit 41 Prozent im Plus. Der deutsche Mittelwerteindex verfolgt seit dem Jahreswechsel weiterhin seine ansteigende Tendenz, die mit einer Aufwärtsgerade um aktuell 23100 Punkten dargestellt werden kann. Ein Ausstieg aus dieser spekulativen Optionsschein-Idee wäre allerdings zu erwägen, sollte der Index diese steigende Tendenz mit Notierungen unter 22500 Punkten nachhaltig verlassen.

MDAX (Tageschart in Punkten)

Tendenz:

Optionsschein-Update: E.ON

Die bereits im Dezember vorgestellte Idee, mit einem Call-Optionsschein (WKN MF7P8D) mit einem Basispreis von 8,25 Euro und Fälligkeit am 18.12.2019 auf eine steigende E.ON-Aktie zu setzen, schloss gestern zum Geldkurs von 1,29 Euro und lag mit 32 Prozent im Plus. Für die Aktie des Energieversorgers ging es in den letzten beiden Tagen deutlich aufwärts, nachdem sie sich zuvor an einem Support um 9 Euro aufgehalten hatte. Somit überwanden die Notierungen nicht nur den vorherigen Abwärtstrend, sondern auch die 200-Tage-Linie. Ein Ausstieg aus dieser spekulativen Optionsschein-Idee wäre jedoch zu erwägen, sollte die Aktie ihre Richtung ändern und nachhaltig unter 9 Euro fallen.

E.ON (Tageschart in Euro)

Tendenz:

Interessenkonflikt

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