Ehrlichkeit währt am längsten

ThyssenKrupp: Aktie nach Gewinnwarnung merklich unter Druck


Am letzten Handelstag dieser Woche bestimmen Wertpapiere des Stahlkonzerns ThyssenKrupp die Schlagzeilen, das Unternehmen hat seine Gewinnziele zusammengestrichen und muss hohe Rückstellungen für ein Kartellverfahren zurücklegen. Aktionäre reagierten prompt und schickten das Papier im frühen Handel um knapp 10 Prozent und auf frische Jahrestiefs abwärts.

Der Industriekonzern ThyssenKrupp erwartet für das Geschäftsjahr 2017 2018 nunmehr einen Überschuss von lediglich 100 Millionen Euro, die Prognose für den bereinigten Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) wurde zudem von 1,8 auf 1,6 Milliarden Euro zusammengestrichen. Darüber hinaus fürchtet das Unternehmen wegen dem Ermittlungsverfahren in puncto möglicher Absprachen bei Stahlpreisen verschlechterte Erwartungen, wie der Konzern am Freitag mitteilte. Anleger reagierte nervös und schickten die Aktie auf frische Jahrestiefs abwärts.

Erneute Gewinnwarnung

Seit Mitte des Jahres 2017 tendiert die Aktie von ThyssenKrupp wieder in einem klaren Abwärtstrend, nachdem ein Ausbruch über die Höchststände aus 2015 zuvor gescheitert war. Allein in 2018 verlor die Aktie in der Spitze 35 Prozent an Wert und setzt mit der heutigen Nachrichtenlage ihre Abwehrsentenz ungebremst fort. Das könnte im weiteren Verlauf neue Verkäufer anlocken und folglich zu frischen Verlaufstiefs führen. Denn positive Signale lassen sich aus dem bisherigen Chartbild nicht ableiten, auch liegen tragfähige Unterstützungen noch ein Stück weit tiefer.

Von Supports weit entfernt

 

Ausgehend von der desaströsen Lage der ThyssenKrupp-Aktie können weitere Ziele auf der Unterseite an den Sommertiefs aus 2016 bei zunächst 16,59 Euro abgeleitet werden. Möglich wäre darüber hinaus sogar ein Abstieg auf 15,44 Euro, bevor das Papier von ThyssenKrupp wieder Halt gewinnt und eine Erholungsbewegung einläutet. Für diesen Fall können Investoren beispielsweise ein Short-Investment über das Unlimited Turbo Short Zertifikat (WKN: CP2YWZ) eingehen und von einem Kursrückfall bis 15,44 Euro mit einer Renditechance von 68 Prozent partizipieren. Eine Verlustbegrenzung sollte sich aber noch oberhalb der Marke von 18,10 Euro aufhalten, da zwingend mit kurzfristigen Kursausschlägen zur Oberseite gerechnet werden muss.

Stop-Loss-Welle läuft an

Es ist nach der jüngsten Vorstellung kaum an eine Verbesserung des bisherigen Chartbildes zu denken, allerdings muss vollständigkeitshalber eine mögliche Aufwärtsvariante oberhalb der Marke von 19,80 Euro bis in den Bereich des gleitenden Durchschnitts EMA 200 bei 21,21 Euro genannt werden. Darüber bestünde sogar die Möglichkeit bis an rund 22,00 Euro anzusteigen. Mit welchen Nachrichten eine solche Kursreaktion einhergehen könnte, bleib zu diesem Zeitpunkt aber schleierhaft.

 

Thyssen Krupp (Tagechart in Euro)

Tendenz:
Chartverlauf

Wichtige Chartmarken

Widerstände: 17,66 // 18,00 // 18,09 // 18,52 // 18,82 // 190,00 Euro
Unterstützungen: 17,00 // 16,56 // 16,12 // 15,61 // 15,44 // 15,22 Euro

Strategie: Vorsichtige Short-Positionen können gestartet werden

 

Über das vorgestellte Unlimited Turbo Short Zertifikat (WKN: CP2YWZ) erhalten Investoren nun die Chance gehebelt an einem weiteren Kursrückgang der ThyssenKrupp-Aktie an die beschriebene Zielmarke von 15,44 Euro zu partizipieren und hierdurch eine Rendite von bis 68 Prozent zu erzielen. Der Anlagehorizont beläuft sich dabei auf bis zu einige Wochen, mit zwischengeschalteten Erholungsbewegungen ist im Bereich von 17,00 Euro zu rechnen. Vorzugsweise sollten aber noch kleinere Handelspositionen ins Auge gefasst werden, eine passende Verlustbegrenzung ist nicht tiefer als das Niveau von zunächst 18,10 Euro anzusetzen.

 

Strategie für fallende Kurse
WKN: CP2YWZ Typ: Open End Turbo Short
akt. Kurs: 0,25 - 0,26 Euro Emittent: Citi
Basispreis: 19,50 Euro Basiswert: ThyssenKrupp
KO-Schwelle: 19,50 Euro akt. Kurs Basiswert: 17,21 Euro
Laufzeit: Open End Kursziel: 15,44 Euro
Hebel: 8,31 Kurschance: + 68 Prozent
Börse Fankfurt

Interessenkonflikt

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