Nicht ganz sauber, aber passabel

Siemens: Freitagsschock verdaut


Der kurzfristige Kurseinbruch vom Freitag, ausgelöst durch Donald Trumps Zollandrohung gegenüber der Europäischen Union, scheint am Montagmorgen fast schon wieder vergessen zu sein. Wieder einmal haben Schnäppchenjäger den letzten Rücksetzer selbstbewusst genutzt und sich an den Märkten entsprechend auf der Oberseite positioniert, der Industriekonzern Siemens profitiert hiervon ebenfalls und führt derzeit die DAX-Gewinnerliste an.

Trotz Drohungen seitens der USA Einfuhrzölle auf europäische Produkte von 50 Prozent zu erheben, scheinen die Märkte aus der jüngeren Vergangenheit gelernt zu haben und setzen offenbar auf irgendeine Einigung, wie sie sich derzeit bei anderen Ländern im Zollstreit ergeben haben. Die Hoffnung der Börsianer trieb nach dem kleinen Kurseinbruch vom Freitag wieder vermehrt Investoren in das Siemens-Papier, nachdem am Freitag bessere Zahlen zur Industrie Deutschlands vorgelegt worden sind. Klarer Profiteur zu Beginn dieser Woche ist das Wertpapier von Siemens, dieses steckt seit dem Rekordhoch aus Anfang März aber immer noch in einem intakten Abwärtstrend fest. Offenbar nehmen Bullen nun einen neuerlichen Anlauf hin zu einem Ausbruchsversuch.

123-Konsolidierung fertig

 

Insgesamt werden der Siemens-Aktie gute Chancen auf ein baldiges Kaufsignal eingeräumt, sobald der kurzfristige Abwärtstrend bestehend seit Mitte Mai und damit mutmaßlich bullische Flagge erfolgreich zur Oberseite aufgelöst wird. Dies würde nämlich den übergeordneten Abwärtstrend beenden können und oberhalb von 226,00 Euro eine Folgerallye zunächst an die Rekordstände aus Anfang März bei 244,85 Euro auslösen. Im weiteren Verlauf würde in der Siemens-Aktie sogar Kurspotenzial an 285,20 Euro entstehen, sobald auch die diesjährigen Rekordstände fallen. Ein nachhaltiger Ausbruch sollte aber mindestens mit einem Wochenschlusskurs untermauert werden. Auf der Unterseite würden sich erst unterhalb der Freitagstiefstände von 208,40 Euro Abwärtsrisiken in Richtung des 200-Tage-Durchschnitts bei 197,86 Euro ergeben, darunter sogar auf 193,88 Euro und damit das 38,2 % Fibonacci-Retracement. Anzeichen auf eine derartige Entwicklung werden derzeit aber nicht gesehen.

Siemens AG (Tageschart in Euro)

Tendenz:
Chartverlauf

Wichtige Chartmarken

Widerstände: 220,00 // 224,15 // 226,95 // 231,20 // 236,25 // 241,90 Euro
Unterstützungen: 213,35 // 211,19 // 208,40 // 204,05 // 197,86 // 193,88 Euro

Fazit:

 

Die Hoffnung auf eine schnelle Lösung im Zollstreit zwischen der EU und den USA lässt Investoren wieder Hoffnung schöpfen, was sich derzeit auch in dem Wertpapier von Siemens widerspiegelt. Ein Ausbruch über 226,00 Euro könnte demnach den Stein ins Rollen bringen und ein mustergültiges Kaufsignal mit einem vorläufigen Ziel an den diesjährigen Hochs von 244,85 Euro auslösen. Ein weiteres Ziel läge darüber bei 285,20 Euro und könnte bei entsprechender Kaufbereitschaft mittelfristig in den Fokus der Anleger geraten. Für das kurz- wie mittelfristige Szenario könnte hierbei beispielshalber das Open End Turbo Long Zertifikat WKN DY76JR zum Einsatz kommen. Die mögliche Renditechance bei Erreichen des aktuellen Jahreshochs beliefe sich auf bereits 130 Prozent, Ziele im Schein wurde bei 4,39 und 8,43 Euro errechnet. Eine Verlustbegrenzung sollte wegen eines anschließenden Pullbacks vorläufig das Niveau von 212,00 Euro nicht überschreiten. Im Schein würde sich ein entsprechender Stopp-Kurs von 1,11 Euro ergeben. Der Anlagehorizont dürfte nur wenige Tage bis Wochen betragen, eine engmaschige Beobachtung wird daher unerlässlich.

Strategie für steigende Kurse
WKN: DY76JR Typ: Open End Turbo Long
akt. Kurs: 1,75 - 1,77 Euro Emittent: DZ Bank
Basispreis: 200,7819 Euro Basiswert: Siemens AG
KO-Schwelle: 200,7819 Euro akt. Kurs Basiswert: 218,45 Euro
Laufzeit: Open End Kursziel: 4,39 Euro
Hebel: 12,3 Kurschance: + 130 Prozent
Börse Frankfurt

Interessenkonflikt

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