Fantastische Zahlen, fantastischer Ausblick

Micron Technology schnürt sich zunehmend ein


Der Speicherspezialist und in Sachen KI unumgängliche Zulieferer bei Rechenzentren, Micron, hat am Donnerstag geradezu fantastische Quartalszahlen und ebenso einen Ausblick abgegeben und die zuletzt fragile Situation rund um die Künstliche Intelligenz ein Stück weit stabilisiert. Zwar machte die Aktie daraufhin einen satten Kurssprung, konnte aber die bisherigen Rekordstände nicht nachhaltig knacken. Technisch könnte dem Wertpapier nun eine ausgewachsene Zwangspause drohen.

Ein optimistischer Quartalsausblick von Micron Technology führte zu einem deutlichen Kursanstieg der Aktie, da die Prognose die Markterwartungen übertraf und auf eine starke Nachfrage hinweist. Micron steigert seine Bruttomargen kontinuierlich von 36,5 vor fünf Quartalen auf 56,8 Prozent im letzten Quartal und prognostiziert jetzt 68 Prozent für das Februar-Quartal. Das Management berichtet, dass die Nachfrage das Angebot deutlich übersteigt und nur 50 bis 67 Prozent der Kundennachfrage bedient werden können. Dies hat sich zuletzt merklich auf die Preise von den stark nachgefragten DDR-5 Speichern ausgewirkt und dürfte wegen der anhaltend positiven Angebots-Nachfrage-Dynamik im KI-Bereich auch noch eine Weile lang anhalten. Nur kurze Zeit später hoben eine Vielzahl von Banken ihre Kursziele für Micron deutlich an, Morgan Stanley erhöhte sein Kursziel auf 350 US-Dollar von zuvor 338 US-Dollar nach den überraschend starken Quartalsergebnissen.

Problem eines Rising Wedge

 

Keile dieser Art erscheinen meistens am Ende eines Sekundär-/Tertiärtrends. Die Linien einer Keilformation zeigen in die gleiche Richtung, jedoch ist ihr Steigungswinkel zueinander verschieden. Bei dem steigenden Keil, steigt die untere Linie stärker an als die obere Linie. Das ist hier der Fall und könnte das Papier zu Beginn des neuen Jahres kurzzeitig in eine abwärtsgerichtete Zwangspause schicken, stark untermauert von einer bärischen Divergenz beim RSI. Zeitgleich bietet eine solche Entwicklung nach erfolgreichem Abschluss aber auch die Möglichkeit zur Ausbildung eines markanten Sprungbretts für neuerliche Rekordstände. Diese sind nach heutiger Auswertung im Bereich von 279,66 und darüber 293,28 US-Dollar angesiedelt und würden die Annahme der Analysten neuer Rekordstände stützen. Für Investoren bietet sich ein kurzzeitiger Abschwung bestens für den Aufbau von frischen Kaufpositionen an. Sollte Micron aber entgegen den Erwartungen unter den wichtigen Support von 190,00 US-Dollar auf Tages- bzw. Wochenschlusskursbasis abrutschen, müsste eine Ausweitung der Korrektur mindestens auf 157,54 US-Dollar zwingend eingeplant werden.

Micron Technology Inc. (Tageschart in US-Dollar)

Tendenz:
Chartverlauf

Wichtige Chartmarken

Widerstände: 256,53 // 263,65 // 268,62 // 274,14 // 279,66 // 286,29 US-Dollar
Unterstützungen: 237,45 // 230,55 // 221,69 // 214,50 // 212,00 // 192,59 US-Dollar

Fazit:

 

Sollte der vorliegende Keil wie erwartet zur Unterseite aufgelöst werden, finden sich attraktive Kaufniveaus bei 211,74 und 192,59 US-Dollar. Je nachdem, wo der Boden im Anschluss ausgebildet wird, würde sich ein Long-Investment mit einem übergeordneten Ziel bei 293,28 US-Dollar anbieten. Um hiervon überdurchschnittlich zu profitieren, könnte beispielsweise das mit einem Knock-out bei 188,88 US-Dollar ausgestattete Open End Turbo Long Zertifikat WKN MM5RGF zum Einsatz kommen. Allein vom aktuellen Niveau aus würde sich bereits eine Renditechance von 58 Prozent ergeben. Das übergeordnete Ziel des Scheins wurde rechnerisch bei 9,05 Euro ermittelt. Eine Verlustbegrenzung wird sich aber noch an den zu ermittelnden Tiefständen orientieren müssen, die derzeit aber noch nicht vorliegen.

Strategie für steigende Kurse
WKN: MM5RGF Typ: Open End Turbo Long
akt. Kurs: 5,69 - 5,72 Euro Emittent: Morgan Stanley
Basispreis: 188,8809 US-Dollar Basiswert: Micron Technology Inc.
KO-Schwelle: 188,8809 US-Dollar akt. Kurs Basiswert: 253,85 US-Dollar
Laufzeit: Open End Kursziel: 9,05 Euro
Hebel: 3,8 Kurschance: + 58 Prozent
Börse Frankfurt

Interessenkonflikt

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