Zahlen besser als erwartet

JP Morgan: Zähneknirschend geschafft


In dieser Woche haben US-Banken die Berichtssaison eröffnet und Teils mit gemischten Zahlen überrascht. Die größte Bank JPMorgan Chase hat im vierten Quartal von ihrem Handelsgeschäft profitiert, das wegen der volatilen Märkte mehr Einnahmen generierte.

Konkret heißt das bei JP Morgan einen Ertragszuwachs von 29,3 Mrd. US-Dollar im Vorjahresquartal auf 34,5 Mrd. US-Dollar. Der Nettogewinn stieg von 10,4 Mrd. US-Dollar auf 11,0 Mrd. US-Dollar. Der verwässerte Gewinn je Aktie legte von 3,33 USD auf 3,57 USD zu. Die Erwartungen der Analysten konnte JPMorgan Chase damit übertroffen. Eine weitere wichtige Kennzahl ist die Eigenkapitalquote (RoE). Diese belief sich im vierten Quartal wie im Vorjahresquartal auf 16 % und lag im Gesamtjahr bei 14 %, wie JP Morgan Chase am Freitag vor US-Börsenstart mitteilte. Die Kreditkosten beliefen sich im vierten Quartal auf 2,3 Mrd. US-Dollar, wobei Rückstellungen in Höhe von 1,4 Mrd. US-Dollar und Abschreibungen in Höhe von 887 Mio. Dollar aufgelaufen sind. Besonders hohe Abstriche musste die Bank dagegen in der Vermögensverwaltung einstecken, die Bilanzsumme sank um 11 % auf 2,8 Bio. US-Dollar am Ende des vierten Quartals.

Große Herausforderungen in 2023

 

Der Blick auf den Kursverlauf offenbart seit Oktober letzten Jahres und einem Niveau von rund 100,00 US-Dollar eine steile Aufwärtsbewegung die über den EMA 50 an glatt 140,00 US-Dollar heranreichte. Genau diese Hürde sorgte am Freitag für hohe Volatilität, konnte aber am Ende mit einem deutlichen Wochenschlusskurs darüber geknackt werden. Damit werden weitere Anstiegschancen der JP Morgan-Aktie eingeräumt und eine zweite starke Kaufwelle erwartet. Ein bärisches Szenario stellt sich dagegen erst unterhalb von 128,20 US-Dollar ein, in diesem unwahrscheinlichen Fall käme es zu einem Rücklauf auf 116,00 US-Dollar und einer dort verlaufenden Horizontalunterstützung.

JP Morgan Chase & Co. (Wochenchart in US-Dollar)

Tendenz:
Chartverlauf

Wichtige Chartmarken

Widerstände: 143,49 // 145,06 // 147,97 // 149,56 // 153,30 // 155,78 US-Dollar
Unterstützungen: 140,00 // 138,60 // 134,80 // 133,70 // 131,57 // 129,73 US-Dollar

Fazit:

 

Ein erfolgreicher Wochenschlusskurs oberhalb der Hürde um 140,00/141,10 US-Dollar ist zustande gekommen, weitere Kursgewinne an 149,56 US-Dollar kämen jetzt nicht überraschend. Aber erst darüber würde ein Anstieg zurück an die Verlaufshochs aus 2021 bei 172,96 US-Dollar wahrscheinlich werden. Mit einem zwischengeschalteten Aufenthalt ist um 149,03 US-Dollar zu rechnen. Selbst bei einem Anstieg an die zuletzt genannte Marke ließe sich über das Open End Turbo Long Zertifikat WKN MB097F bereits eine Renditechance von 150 Prozent erwirtschaften. Ziel des Scheins läge in diesem Szenario bei 4,38 Euro. Eine Verlustbegrenzung sollte natürlich nicht fehlen, aber auch den Bereich von vorläufig 138,50 US-Dollar nicht überschreiten. Entsprechend würde sich hieraus im Schein ein Stopp-Kurs von 1,16 Euro ergeben.

Strategie für steigende Kurse
WKN: MB097F Typ: Open End Turbo Long
akt. Kurs: 1,58 - 1,75 Euro Emittent: Morgan Stanley
Basispreis: 126,2645 US-Dollar Basiswert: JP Morgan Chase & Co.
KO-Schwelle: 126,2645 US-Dollar akt. Kurs Basiswert: 143,01 US-Dollar
Laufzeit: Open End Kursziel: 4,38 Euro
Hebel: 7,6 Kurschance: + 150 Prozent
Risikohinweis:
Im Durchschnitt erleiden 7 von 10 Kleinanlegern Verluste beim Handel mit Turbo-Zertifikaten. Turbo-Zertifikate sind hoch risikoreiche Produkte und nicht für langfristige Anlagestrategien geeignet.
Börse Frankfurt

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