Einen Schluck zu viel genommen

Fraport: Korrektur bahnt sich an


Nach der fulminanten Kursrallye bei dem deutschen Flughafenbetreiber Fraport ist die Aufwärtsbewegung der letzten Monate sichtlich zum Erliegen gekommen und in eine vorläufige Seitwärtsbewegung übergegangen. Eine Herabstufung der Aktie durch die Investmentbank Goldman Sachs hat zusätzlichen Druck auf der Unterseite aufgebaut, sodass bald eine überfällige Korrektur beginnen könnte und das Papier sichtlich unter Druck bringen dürfte. Die Achtungszeichen für Bullen wachsen!

Goldman Sachs zieht seine Kaufempfehlung für Fraport von Buy auf Neutral zurück und senkt das Kursziel auf 86,00 Euro, da in der aktuellen Auswertung auf überdurchschnittliche Kursgewinne und Risiken durch steigende Investitionen hingewiesen wird. Die Fraport-Aktie fiel im frühen Handel um über 6,5 Prozent und rutschte unter die 50-Tage-Linie ab. Zwar hat sich der Wert noch immer in der Seitwärtsspanne der letzten Monate seit Anfang August zwischen 70,65 und in der Spitze 81,35 Euro auf, die zu heute gerissene Kurslücke zeugt aber von einem schwachen Chartbild und könnte bei entsprechender Auflösung auf der Unterseite ein Verkaufssignal mit entsprechenden Korrekturrisiken generieren.

Luftverkehrssteuer belastet

 

Eine entsprechende Auflösung auf der Unterseite mit einem Rückfall mindestens unter 68,40 Euro dürfte bei der Fraport-Aktie zunächst einen Test des 200-Tage-Durchschnitts (rote Linie) bei 66,85 Euro hervorrufen, darunter sind aber weitere Kursrückgänge auf 64,85 und in der Spitze 60,20 Euro stark anzunehmen und würden sich für ein entsprechendes Short-Engagement anbieten. Dies könnte durch den im letzten Abschnitt vorgestellten Turbo-Put-Optionsschein erfolgen. Auf der Oberseite bedarf es mindestens einer Auflösung auf der Oberseite und eines Kurssprungs über 81,35 Euro, damit erneut die Widerstandszone aus Sommer 2018 um 83,00 Euro angesteuert werden kann. Im Erfolgsfall könnte sogar eine überschießende Welle auf 87,55 Euro erfolgen und damit ein Long-Investment begünstigen.

Fraport AG (Tageschart in Euro)

Tendenz:
Chartverlauf

Wichtige Chartmarken

Widerstände: 73,10 // 74,03 // 75,75 // 77,20 // 79,30 // 81,35 Euro
Unterstützungen: 69,90 // 68,40 // 66,85 // 65,70 // 64,65 // 64,00 Euro

Fazit:

 

Sobald Fraport die letzte Unterstützung bei 68,40 Euro auf der Unterseite auflöst, werden insgesamt Abschläge auf 60,20 Euro erwartet und würden sich diesbezüglich für ein Short-Engagement anbieten. Dies könnte beispielsweise durch den Einsatz des Open End Turbo Short Zertifikates WKN MM1UQD erfolgen, wodurch eine Renditechance von 75 Prozent generiert werden kann. Ziel des Scheins wurde rechnerisch bei 2,44 Euro ermittelt, eine Verlustbegrenzung sollte vorläufig aber den Bereich von 71,70 Euro nicht unterschreiten. Im Schein würde sich hierdurch ein entsprechender Stopp-Kurs von 1,29 Euro ergeben. Als Anlagehorizont sollten Investoren dann aber einige Wochen zwingend einplanen.

Strategie für fallende Kurse
WKN: MM1UQD Typ: Open End Turbo Short
akt. Kurs: 1,35 - 1,36 Euro Emittent: Morgan Stanley
Basispreis: 84,5097 Euro Basiswert: Fraport AG
KO-Schwelle: 84,5097 Euro akt. Kurs Basiswert: 71,05 Euro
Laufzeit: Open End Kursziel: 2,44 Euro
Hebel: 5,2 Kurschance: + 75 Prozent
Börse Frankfurt

Interessenkonflikt

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