Verluste eingedämmt

Deutsche Bank schneidet besser ab


Die Deutsche Bank hat heute Zahlen zum abgelaufenen Quartal vorgelegt und insgesamt besser abgeschnitten, als zuvor von Analysten erwartet worden war. Doch wie ist die aktuelle Chartsituation einzustufen?

Im zweiten Quartal hat die Deutsche Bank vor Steuern trotz Corona-Krise schwarze Zahlen geschrieben. Insgesamt konnte der Konzern einen Gewinn vor Steuern in Höhe von 158 Millionen Euro ausweisen, nachdem im Vorjahresquartal wegen des Konzernumbaus noch ein Verlust von 946 Millionen Euro angefallen waren. Damit greifen die Umbaumaßnahmen des Managements und zeigen erste Erfolge.

Der Blick auf den Kursverlauf der letzten Monate zeigt ganz klar erhöhte Volatilität rund um den Corona-Crash, insgesamt aber bewegt sich die Aktie der Deutschen Bank stabil in einer Spanne zwischen 4,5 und 10,00 Euro grob seitwärts. Damit wurde der Abwärtstrend der letzten Jahre vorläufig unterbrochen, es scheint sich mittelfristig eine ausgeprägte Bodenbildungsphase breitzumachen. Kurzfristig allerdings ist das Papier angezählt, derzeit kämpft der Wert um die Unterstützung bestehend aus dem 50-Tage-Durchschnitt.

Seitwärtsgeplänkel

Der Blick auf die letzten beiden Handelsmonate zeigt im Bereich der beiden Kursspitzen um 9,19 Euro ein kurzfristiges Doppelhoch, sollte die Unterstützungszone um 8,00 Euro aufgegeben werden, dürften weitere Abschläge zurück auf den 200-Tage-Durchschnitt verlaufend bei 7,49 Euro einsetzen. Dort würde das Wertpapier der Deutschen Bank die erste Chance auf eine potenzielle Trendwende erhalten, wenn nicht, müssten weitere Abschläge auf 6,35 Euro zwingend einkalkuliert werden. Entsprechend kann hierauf ein Short-Investment eingegangen werden, mittel- bis langfristig wird aller Wahrscheinlichkeit nach die Seitwärtsbewegung der letzten Monate fortgesetzt werden. Aufgrund der guten fundamentalen Entwicklung wird tendenziell eine Long-Strategie interessant, der EMA 200 könnte als potenzielles Sprungbrett für frische Jahreshochs fungieren. Für einen sofortigen Kaufimpuls zurück an die Verlaufshochs aus Mitte Februar bei 10,37 Euro wird allerdings ein Kurssprung von mindestens über 9,00 Euro notwendig werden.

Deutsche Bank (Tageschart in Euro)

Tendenz:
Chartverlauf
(Quelle: www.tradesignalonline.com)

Wichtige Chartmarken

Widerstände: 8,28 // 8,39 // 8,50 // 8,60 // 8,73 // 8,87 Euro
Unterstützungen: 7,96 // 7,82 // 7,70 // 7,49 // 7,35 // 7,15 Euro

Fazit

 

Kurzfristig dürfte das Wertpapier der Deutschen Bank weiter unter Druck stehen, unterhalb von 8,00 Euro sind Rücksetzer auf 7,50 Euro stark anzunehmen. An dieser Stelle könnte jedoch schon wieder eine Trendwende einsetzen und ein Rücklauf zurück an die aktuellen Kursspitzen der letzten zwei Monate um 9,19 Euro stattfinden. Für diesen Lauf könnte man durchaus ein Long-Investment beispielsweise über das Open End Turbo Long Zertifikat WKN KB3MRK in Erwägung ziehen. Die mögliche Rendite-Chance beliefe sich in diesem Szenario auf 135 Prozent, der Schein dürfte am Ende bei 2,24 Euro notieren. Aufgrund der volatilen Entwicklungen sollten vergleichsweise kleinere Positionen gehandelt werden.

 

Strategie für steigende Kurse
WKN: KB3MRK Typ: Open End Turbo Long
akt. Kurs: 1,02 - 1,03 Euro Emittent: Citi
Basispreis: 6,9485 Euro Basiswert: Deutsche Bank
KO-Schwelle: 6,9485 Euro akt. Kurs Basiswert: 8,02 Euro
Laufzeit: Open End Kursziel: 2,24 Euro
Hebel: 7,7 Kurschance: + 135 Prozent
Börse Frankfurt

Interessenkonflikt

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