Manipulationsverdacht

Daimler: Vorbörslich unter Druck!


Das Kraftfahrtbundesamt (KBA) ermittelt seit Anfang dieses Monats offiziell gegen Daimler in Sachen Softwaremanipulation bei mehr als 60.000 Fahrzeugen. Die Aktie reagiert entsprechend und zeigt sich vor Beginn des Handels als schwächster Wert in der DAX-Familie. Damit gerät jetzt der in den letzten Monaten aufgebaute Boden unmittelbar in Gefahr!

Das KBA leitet ein formelles Anhörungsverfahren gegen Daimler wegen des Verdachts auf eine unzulässige Abschaltvorrichtung ein. Betroffen sind 60.000 Fahrzeuge von Modell GLK 220 CDI mit der Abgasnorm 5 die zwischen 2012 und 2015 gebaut worden sind, wie die Bild am Sonntag berichtet hatte. Dabei ist noch ein weiterer Verdacht anhängig. Bei einem freiwilligen Werkstatt-Service soll Daimler versucht haben, die Softwaremanipulation sogar vertuscht zu haben - schwerwiegende Vorwürfe!

Technisch steckt das Wertpapier von Daimler seit Jahren in der Sackgasse fest, seit 2015 dominiert nach einer vorausgegangenen Erholungsphase ein Abwärtstrend und drückte die Notierungen zuletzt in den Bereich der markanten Horizontalunterstützung um 48,50 Euro wieder abwärts. Zwar erholte sich das Wertpapier zuletzt wieder merklich und konnte über die Marke von 53,49 Euro zulegen, allerdings könnte diese bereits im heutigen Handel einem erneuten Test unterzogen werden. Ein Unterschreiten dieses Niveaus würde mit einem Scheitern der Käufer gleichkommen, Rücksetzer zurück auf die Jahrestiefs aus Ende 2018 wären dann die Folge.

Short-Strategie unter bestimmten Voraussetzungen

 

Fällt das Wertpapier wie favorisiert unter die Horizontalunterstützung von 53,49 Euro zurück, ist zunächst mit einem Rücklauf an die zuletzt gerissene Kurslücke um 52 Euro zu rechnen. Weitere Abgabebereitschaft dürfte zu einem Test der größeren und längeren Horizontalunterstützung bei 48,50 Euro führen, darunter ist ein Test der Jahrestiefs aus Ende 2018 bei 44,51 Euro möglich. Für dieses Szenario können Investoren dann beispielsweise auf das Unlimited Turbo Short Zertifikat WKN ST384E zurückgreifen. Sollte sich das Papier jedoch im Bereich der nächsten Supportzone von 53,49 Euro nachhaltig stabilisieren können, wäre ein anschließender Rücklauf bis 60 Euro möglich. Allerdings werden die weiteren Schritte des KBA abgewartet werden müssen, ehe eine klare Handelsentscheidung auf der Oberseite getroffen werden kann.

 

Daimler (Wochenchart in Euro)

Tendenz:
Chartverlauf

Wichtige Chartmarken

Widerstände: 56,93 // 58,00 // 58,39 // 59,40 // 60,00 // 60,46 Euro
Unterstützungen: 55,40 // 54,76 // 53,49 // 52,79 // 52,00 // 50,24 Euro

Strategie: Rückfall unter 53,49 EUR abwarten

 

Für den Fall eines nachhaltigen Kursabschlags unter die Unterstützung von 53,49 Euro auf Tagesschlusskursbasis eröffnet sich kurzfristiges Abwärtspotenzial bis zunächst 50 Euro, darunter auf 48,50 Euro. Bei einem Test der Jahrestiefs aus Ende 2018 können Investoren über das vorgestellte Unlimited Turbo Short Zertifikat WKN ST384E sogar eine Rendite von bis zu 400 Prozent erzielen, allerdings bleibt eine direkte Spekulation auf eine fallende Daimler-Aktie hoch spekulativ und ist mit unkalkulierbaren Risiken verbunden. Vielleicht wäre es ratsam, die ersten Handelsstunden zunächst noch abzuwarten.

 

Strategie für fallende Kurse
WKN: ST384E Typ: Open End Turbo Short
akt. Kurs: 0,17 - 0,18 Euro Emittent: Société Générale
Basispreis: 58,041 Euro Basiswert: Daimler
KO-Schwelle: 58,041 Euro akt. Kurs Basiswert: 56,67 Euro
Laufzeit: Open End Kursziel: 48,50 Euro
Hebel: 31,48 Kurschance: + 400 Prozent
Börse Fankfurt

Interessenkonflikt

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