IT-Dienstleister vorm nächsten Kurseinbruch?

Cancom: Auf der Schwelle zum Verkaufssignal!


Wertpapiere von Cancom tendieren seit Anfang Oktober in einer groben Seitwärtsphase, drohen dabei aber unter ihre Jahrestiefs abzurutschen und ein neuerliches Verkaufssignal auszulösen. Eine richtig große Unterstützungsmarke befinden sich nämlich noch ein deutliches Stück weit tiefer, bei der aktuellen Kursdynamik an den Märkten könnte das Wertpapier durchaus noch weiter durchgereicht werden.

Wieso viele Technologietitel konnte auch Cancom von einer boomenden Nachfrage nach IT-Dienstleistungen profitieren und sich bis Anfang dieses Jahres auf ein Verlaufshoch von 52,60 Euro hochschrauben. Dabei fällt besonders der letzte steile Kursanstieg gegen Ende 2017 auf, das als klassischer Blow-Off gewertet werden kann. Nachdem in der ersten Jahreshälfte 2018 ein Doppeltop im Bereich der Jahreshochs aufgestellt worden ist, ginge es ab Sommer in einem regulären Abwärtstrend wieder runter. Anfang Oktober erreichte die Aktie schließlich einen vorläufigen Boden um 31,04 Euro und schlug beschriebene Seitwärtskonsolidierung ein. Mit dem vorausgegangenen Abwärtstrend wurde aber ein fallendes Dreieck in den letzten Monaten aufgestellt, dass in der Charttechnik ein klar bärisches Vorzeichen darstellt und im weiteren Verlauf größere Kursabgaben noch bereithalten könnte. Bis zur größeren Unterstützungszone aus dem Frühjahr 2017 ist noch reichlich Platz für einen spekulativen Short-Einstieg vorhanden.

Stop-Sell-Order sinnvoll

 

Damit Investoren von einer weiter fallenden Cancom-Aktie profitieren können, sollte zunächst ein Bruch der Jahrestiefs um 31,04 Euro sowie des mittelfristigen Aufwärtstrendkanals abgewartet werden. Nur dann steigt die Wahrscheinlichkeit eines fortgesetzten Rückläufers sowie positiver Auflösung des fallenden Dreiecks mit einem Zielbereich bei rund 28,00 Euro merklich an. Über das Unlimited Turbo Short Zertifikat (WKN: MF8SHM) ließe sich eine Rendite von schnellen 69 Prozent erzielen. Abgesichert sollte ein Short-Investment aber noch oberhalb des gleitenden Durchschnitts EMA 50 auf Tagesbasis bei aktuell 35,77 Euro.

Gelingt es aber um 31,00 Euro doch noch einen tragfähigen Boden auszubilden und zur Oberseite abzudrehen, könnte sich kurzfristiges Aufwärtspotenzial zurück an die Wochenhochs von 36,66 Euro durchsetzen. Höher als das Niveau von 37,90 Euro dürften die Gewinne in der Cancom-Aktie ohnehin nicht aufwärts reichen, der dort verlaufende Widerstand in Form des EMA 200 wiegt auf kurzfristiger Basis zu schwer.

 

Cancom (Tageschart in Euro)

Tendenz:
Chartverlauf

Wichtige Chartmarken

Widerstände: 34,32 // 34,00 // 34,92 // 35,77 // 36,66 // 37,04 Euro
Unterstützungen: 31,80 // 31,04 // 30,00 // 29,80 // 28,57 // 28,00 Euro

Strategie: Verkaufsorder unterhalb von 31 EUR vorbereiten

 

Da sich Cancom vergleichsweise gut hält, sollte ein Short-Investment über das vorgestellte Unlimited Turbo Short Zertifikat (WKN: MF8SHM) erst unterhalb von 31,00 Euro in Betracht gezogen werden. Nur dann steigt die Wahrscheinlichkeit auf einen weiteren Rückfall auf zunächst 29,80 Euro, darunter auf rund 28,00 Euro merklich an und kann für ein Investment herangezogen werden. Die mögliche Renditechance beliefe sich dabei auf bis zu 69 Prozent, eine Verlustbegrenzung sollte aber noch über dem EMA 50 bei aktuell 35,77 Euro angesetzt werden.

 

Strategie für fallende Kurse
WKN: MF8SHM Typ: Open End Turbo Short
akt. Kurs: 0,42 - 0,43 Euro Emittent: Morgan Stanley
Basispreis: 36,00 Euro Basiswert: Cancom
KO-Schwelle: 36,00 Euro akt. Kurs Basiswert: 31,86 Euro
Laufzeit: Open End Kursziel: 28,00 Euro
Hebel: 7,08 Kurschance: + 69 Prozent
Börse Fankfurt

Interessenkonflikt

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