Schuld sind immer die anderen…

BASF: Konzern kassiert Prognose!


Der Chemiekonzern BASF führt die DAX-Verliererliste zu Beginn dieser Woche klar an. Bereits am Freitag hat das Unternehmen eine Gewinnwarnung ausgesprochen und Investoren entsprechend verschreckt. Die Aktie notiert auf dem tiefsten Stand seit Anfang 2016.

BASF kann seine Jahresprognose für das laufende Jahr nicht mehr aufrechterhalten und erwartet nun einen deutlich größeren Rückgang beim operativen Ergebnis, als bislang angenommen. Als Gründe führt der Konzern den niedrigen Rheinpegel, das schwächere Geschäft mit der Autoindustrie und niedrigere Preise für Produkte aus dem Segment Chemicals an. Das EBIT soll zum Vorjahr um 15 bis 20 Prozent zurückgehen – bisher war man von einem Minus von lediglich 10 Prozent ausgegangen.

Technisch aber beschreibt das Wertpapier von BASF seinen ihm vorbestimmten Weg auf der Unterseite, nachdem im Sommer dieses Jahres eine riesige SKS-Formation und damit einhergehende Trendwende aktiviert worden ist. Dabei setzte die Aktie wie erwartet zunächst in den Bereich von 65,00 Euro zurück, scheiterte anschließend innerhalb eines regelkonformen Pullbacks bereits an der Marke von 70,00 Euro mit einem nachhaltigen Ausbruch. Dies rief nur wenig später Verkäufer auf den Plan und schickte das Papier in der abgelaufenen Handelswoche in den Bereich der Apriltiefs aus 2016 weiter abwärts. Mit der jüngsten Gewinnwarnung dürften nun wieder die Tiefstände aus 2016 bei 56,01 Euro in den unmittelbaren Fokus der Anleger geraten.

Weitere Kursverluste einplanen

 

Auch wenn sich das Wertpapier von BASF von den heutigen Tiefstständen leichte auf der Oberseite lösen konnte, dürfte dies nur eine technische Gegenreaktion darstellen. Weitere Abgaben auf 56,01 Euro und somit die Jahrestiefs aus 2016 sind anzunehmen und können über entsprechende Short-Instrumente nachgehandelt werden. Hierfür kann beispielshalber auf das Unlimited Turbo Short Zertifikat (WKN: PZ4UUV) zurückgegriffen werden, ein idealer Einstiegspunkt findet sich um 60,00 Euro. Für risikobereite Investoren kommt aber auch ein direkter Einstieg in Frage.

Sollte es der Aktie von BASF gelingen über 61,00 Euro zuzulegen, dürfte sich eine Erholungsausdehnung bis maximal 65,00 Euro und den dort verlaufenden Horizontalwiderstand ausbreiten. Höhere Notierungen können nicht abgeleitet werden, dafür sind der Vertrauensverlust und die anhaltende Schwäche an den Aktienmärkten schlichtweg zu groß.

 

BASF (Wochenchart in Euro)

Tendenz:
Chartverlauf

Wichtige Chartmarken

Widerstände: 58,64 // 59,24 // 60,00 // 60,69 // 61,89 // 62,25 Euro
Unterstützungen: 57,30 // 56,87 // 56,70 // 56,01 // 55,23 // 54,17 Euro

Strategie: Short-Chance bei 60,- EUR

 

So oder so dürfte die Aktien von BASF noch weiter abwärts tendieren und zu ihren Jahrestiefs aus 2016 zurücksetzen. Lediglich der Einstiegspunkt entscheidet über die Höhe der Rendite, bei einem Rücksetzer von 60,00 Euro zurück an die Jahrestiefs aus 2016 wären das 80 Prozent. Ein Investment ist aber nicht ganz risikolos, daher sollten vornehmlich auch noch kleinere Handelsgrößen eingegangen werden.

 

Strategie für fallende Kurse
WKN: PZ4UUV Typ: Open End Turbo Short
akt. Kurs: 0,49 - 0,50 Euro Emittent: BNP Paribas
Basispreis: 62,9228 Euro Basiswert: BASF
KO-Schwelle: 62,9228 Euro akt. Kurs Basiswert: 57,92 Euro
Laufzeit: Open End Kursziel: 56,01 Euro
Hebel: 11,61 Kurschance: + 80 Prozent
Börse Fankfurt

Interessenkonflikt

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