Saisonal stark ab Oktober

Wells Fargo - Erholungsversuch nach dem Ausverkauf


Für Wells Fargo waren die vergangenen Wochen schmerzhaft. Seit dem Septemberhoch bei 91,99 Dollar sind die Aktien der viertgrößten US-Bank um rund 15 Prozent bis auf 78,00 Dollar eingebrochen, seit Jahresbeginn summiert sich das Minus auf knapp 14 Prozent. Den Anfang machte die Zinserhöhung der US-Notenbank am 16. September, die erste seit 2023. Anleger fürchten steigende Einlagenkosten und Druck auf die Zinsmarge. Zusätzlich belastete Ende September der Rückzug des obersten Risikochefs, dessen Aufgaben Betriebschef Scott Powell übernimmt. Am Freitag gingen die Aktien mit einem leichten Plus bei 80,45 Dollar aus dem Handel.

Operativ läuft es dagegen gut. Im zweiten Quartal stieg der Gewinn je Aktie um 25 Prozent auf 2,00 Dollar, die Rendite auf das materielle Eigenkapital erreichte 17,7 Prozent. Die Dividende wurde um 11 Prozent auf 0,50 Dollar je Quartal angehoben. Seit dem Wegfall der Bilanzobergrenze im Juni 2025 und der letzten Auflage der US-Notenbank im März 2026 kann die Bank wieder frei wachsen. Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von rund 11 für 2026 ist die Aktie günstig bewertet, die Analysten sehen im Mittel ein Kursziel von rund 100 Dollar. Zuletzt bestätigten Truist und HSBC ihre Kaufempfehlungen. Die Quartalszahlen folgen am 13. Oktober. Zudem beginnt jetzt eine saisonal starke Phase. In den vergangenen zehn Jahren legten die Aktien zwischen dem 4. Oktober und dem 1. Dezember jedes Mal zu, im Schnitt um 11,6 Prozent.

Im Chart notieren die Aktien nach dem Ausverkauf deutlich unter der 10er-EMA-Linie bei 82,30 Dollar, der 200er-EMA-Linie (rot) bei 83,84 Dollar und dem 50er-EMA um 85 Dollar. Darüber verläuft zudem die Ichimoku-Wolke. Mit dem Tief bei 78,00 Dollar und der anschließenden Gegenbewegung deutet sich aber eine erste Stabilisierung an. Der RSI liegt mit knapp 34 nahe am überverkauften Bereich. Im Optionsmarkt liegt bei 80 Dollar die größte Put-Position, die Marke dürfte damit zusätzlich stützen.

Gelingt der Sprung über die 10er-EMA-Linie, wäre eine Erholung bis an die 200er-EMA-Linie und den 50er-EMA möglich. Darüber hätten die Aktien Platz bis 88 Dollar. Rutschen sie dagegen unter das Tief bei 78,00 Dollar, drohen Abgaben bis 75 Dollar und in den Bereich des Maitiefs bei 72,77 Dollar.

Trading-Strategie:


LONG


Stop-Buy-Order : 82,50 US-Dollar

Kursziele : 85,00 und 88,00 US-Dollar

Renditechance via DY659C : 29 Prozent

Anlagehorizont : 2 - 4 Wochen


Anmerkungen: Stopps und Gewinnziele im Insight sind als Orientierungspunkte zu verstehen und hängen maßgeblich vom eigenen Risiko- und Geldmanagement sowie der jeweiligen Entwicklung im Tageshandel ab.

Gewinne eigenständig mitnehmen.

 
 

Wells Fargo (Tageschart in US-Dollar)

Tendenz:

 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Wichtige Chartmarken

Widerstände: 82,50 // 84,00 // 85,00 // 88,00 US-Dollar
Unterstützungen: 80,00 // 78,00 // 75,00 // 73,00 US-Dollar
Strategie für steigende Kurse
WKN: DY659C Typ: Open End Turbo Long
akt. Kurs: 1,49 - 1,50 Euro Emittent: DZ Bank
Basispreis: 63,84 US-Dollar Basiswert: Wells Fargo
KO-Schwelle: 63,84 US-Dollar akt. Kurs Basiswert: 80,45 US-Dollar
Laufzeit: Open End Kursziel: 88,00 US-Dollar
Hebel: 4,77 Kurschance: + +29 Prozent
Risikohinweis:
Im Durchschnitt erleiden 7 von 10 Kleinanlegern Verluste beim Handel mit Turbo-Zertifikaten. Turbo-Zertifikate sind hoch risikoreiche Produkte und nicht für langfristige Anlagestrategien geeignet.
http://www.boerse-frankfurt.de
Strategie für fallende Kurse
WKN: DQ9S71 Typ: Open End Turbo Short
akt. Kurs: 1,63 - 1,64 Euro Emittent: DZ Bank
Basispreis: 98,59 US-Dollar Basiswert: Wells Fargo & Co.
KO-Schwelle: 98,59 US-Dollar akt. Kurs Basiswert: 80,45 US-Dollar
Laufzeit: Open End Kursziel:
Hebel: 4,35 Kurschance:
Risikohinweis:
Im Durchschnitt erleiden 7 von 10 Kleinanlegern Verluste beim Handel mit Turbo-Zertifikaten. Turbo-Zertifikate sind hoch risikoreiche Produkte und nicht für langfristige Anlagestrategien geeignet.
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Interessenkonflikt

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