Rekordhochs auf dem Prüfstand

DAX trifft auf schwache US-Börsen


Die abgelaufene Handelswoche hat der Deutsche Aktienindex DAX erneut mit einem frischen, wobei aber auch marginalem Rekordhoch bei 18.513 Punkten abgeschlossen und bekräftigt hierdurch seine fortwährende Aufwärtsphase. Etwas verschnupft haben dagegen die US-Märkte im Montagshandel auf eine Rede von Fed-Chef Jerome Powell vom Freitag reagiert und zunächst den Rückwärtsgang eingelegt. Dies könnte für den DAX zu Beginn der verkürzten Handelswoche eine volatile Eröffnung und anschließende Abwärtstendenz auf kurzfristiger Basis bedeuten.

Neben der Powell-Rede sind am Freitag in den USA frische Daten zur PCE-Kernrate veröffentlicht worden, lagen aber weitestgehend im Bereich der Erwartungen, wobei hier die persönlichen Konsumausgaben etwas schwächer ausfielen als erwartet. Für Unbehagen unter Anlegern dürften dagegen die Entwicklung der persönlichen Einkommen gesorgt haben, die unter den Erwartungen lagen und als Motor der US-Wirtschaft gelten.

Jerome Powell sagte am Freitag bei einer Diskussionsrunde der Federal Reserve Bank von San Francisco, dass es keine überhasteten Zinssenkungen geben werde. Der Monat Juni bleibt das Basisszenario des Marktes für den Termin der ersten Reduzierung.

Aus der am Donnerstag aufgestellten letzten Tageskerze gehen für das heimische Leitbarometer derzeit keine genauen Impulse hervor, sämtliche Trendverläufe sind weiter intakt und aufwärtsgerichtet. Direkt weiter steigende Kurse könnten angesichts schwächerer US-Börsen allerdings kurzfristig in den Hintergrund geraten, Abschläge des DAX auf 18.385 und darunter in dem Bereich des 50-Tage-Durchschnitts bei 18.256 Punkten könnten zu Beginn dieser Woche einsetzen. Auf der Oberseite liegt die nächste Zielmarke im Bereich um 18.600 Punkten.

Aus dem Wirtschaftsdatenkalender gehen im Zeitraum zwischen 9:15 Uhr und 10:00 Uhr Einkaufsmanagerindizes aus dem verarbeitenden Gewerbe (endgültig) per März Spaniens, Italiens, Frankreichs, Deutschlands und der EWU hervor. Sicherlich dürfte auch ein Blick auf die Vorabschätzung der deutschen Verbraucherpreise per April um 14:00 Uhr nicht schaden. Während dessen neigt sich die Berichtssaison ihrem Ende zu, im heutigen Handelsverlauf legen unter anderem noch Paychex, Montana Aerospace und lastminute.com Zahlen zum abgelaufenen Quartal vor.

Aktuelle Lage

DAX im Long-Modus.

DAX bei 18.500 Punkten.

Indikatoren Long.

Anlaufmarken nach oben bei 18.520, 18.560, 18.580 und 18.600  Punkten, nach unten bei 18.500, 18.350, 18.300, 18.200 und 18.000 Punkten.

Gaps nach unten bei 11.391, 10.547, 10.097, 9.626 und 8.830 Punkten.

Trendindikator:

Eigener Trendindikator zeigt blau an, Long.

Historische Saisonalität

In US-Wahljahren (DAX): Von Mitte März bis Anfang Mai ansteigend.

Gebert-Börsenindikator (März)

Langfristiger Börsenindikator nach Gebert: Kaufen (Vormonat Februar: Kaufen).

(Dieser Börsenindikator berücksichtigt monatlich die Inflations- und Zinsdaten, den Euro/Dollar-Kurs und die Saisonalität. Anhand der Daten signalisiert der Indikator langfristige Kauf- und Verkaufssignale für den DAX.)

Big Picture

DAX über Unterstützung bei 18.000 Punkten mit weiterem Kursanstieg erwartet.

Sentiment

DAX (Woche 14)

Sentiment in laufender Woche mit Mehrheit für die Bullen, bärisch zu werten.

VDAX-New

VDAX-New der Deutschen Börse (27. März 2024): Bei 12,31% (Vortag: 12,03%). Unter 17% kaum stärkere Abwärtsbewegung.

Zonen: Tiefe Werte unter 17%, Norm 17 bis 27%, Angst und Panik über 27%.

(Der VDAX-New zeigt die Volatilität im DAX an. Dreht der VDAX-New von sehr hohen Werten nach unten ab, ist mit steigenden Kursen zu rechnen. Dreht der VDAX-New von sehr tiefen Werten wieder nach oben über 17% ab, ist verstärkt mit fallenden Kursen zu rechnen. Der VDAX-New ist dabei als Indikator für fallende Kurse besser geeignet. Um 12-13% Verlaufshoch wahrscheinlich.)

1. CNN Money's Fear & Greed Index (26. März 2024): Bei 70 (Vortag: 67) Punkten, Modus "Greed".

(Skala von 0 - 100, bei "Extreme Greed" vorsichtig mit Longs werden, bei "Extreme Fear" vorsichtig mit Shorts werden, Kontraindikator)

(Quelle: http://money.cnn.com/data/fear-and-greed/)

Commitment of Traders (CoT-Report), (19.03.2024)

Die Commercials (US-Profis) sind auf den S&P 500 deutlich Long aufgestellt, haben ihre Long-Positionen im Wochenvergleich aber gesenkt.

Die Kleinanleger haben ihre Long-Positionen ebenfalls gesenkt, sind aber weiter stark Long aufgestellt.

Trading-Strategie

1. Seitenlinie, Long-Kursziele erreicht.
 
Anmerkungen: Stopps und Gewinnziele im Insight sind als Orientierungspunkte zu verstehen und hängen maßgeblich vom eigenen Risiko- und Geldmanagement sowie der jeweiligen Entwicklung im Tageshandel ab. Gewinne eigenständig mitnehmen. Maßgeblich für das Erreichen des Kursziels ist das genannte Kursziel im Underlying.

DAX (Tageschart in Punkten):

Tendenz:

Wichtige Chartmarken

Widerstände: 18.520 // 18.550 // 18.600 Punkte
Unterstützungen: 18.480 // 18.400 // 18.385 Punkte
Strategie für steigende Kurse
WKN: DJ6M53 Typ: Open End Turbo Long
akt. Kurs: 27,65 - 27,68 Euro Emittent: DZ Bank
Basispreis: 15.748,59 Punkte Basiswert: DAX
KO-Schwelle: 15.748,59 Punkte akt. Kurs Basiswert: 18.492,50 Punkte
Laufzeit: Open End Kursziel:
Hebel: 6,69 Kurschance:
http://www.boerse-frankfurt.de
Strategie für fallende Kurse
WKN: DJ2JXD Typ: Open End Turbo Short
akt. Kurs: 4,71 - 4,72 Euro Emittent: DZ Bank
Basispreis: 18.900,00 Punkte Basiswert: DAX
KO-Schwelle: 18.900,00 Punkte akt. Kurs Basiswert: 18.492,50 Punkte
Laufzeit: Open End Kursziel:
Hebel: 39,04 Kurschance:
http://www.boerse-frankfurt.de



Interessenkonflikt

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