Folgenschwerer Fehltritt

DAX: Kaufsignal auf der Kippe


Neue Inflationsdaten aus mehreren Ländern, darunter Deutschland, deuten auf einen wieder zunehmenden Preisdruck in der Eurozone hin. Damit wachsen zugleich die Spekulationen, dass die Zinsen künftig steigen könnten. Zusätzlichen Druck auf die europäischen Aktienmärkte brachten die erneut aufgeflammten Kämpfe im Iran. Die zuvor laufende Börsenrally wurde dadurch zunächst gestoppt. An der Frankfurter Börse verlor der DAX 1,2 Prozent und schloss bei 26.249 Punkten. Noch am Freitag hatte der deutsche Leitindex ein neues Rekordhoch erreicht.

Neben den Inflationssorgen in Europa belastet auch die Erwartung möglicherweise steigender Zinsen in den USA den Aktienmarkt. Trotz eines gültigen Kaufsignals aus der Vorwoche geriet der DAX deutlich unter Druck und fiel zurück in seinen bisherigen Korrekturtrend.

Kurzfristig besteht daher die Möglichkeit weiterer Kursverluste. Erste wichtige Unterstützungen liegen bei 26.080 Punkten und anschließend erneut am Augusttief bei 25.900 Punkten. Dort könnten die Käufer wieder versuchen, den Markt zu stabilisieren.

Auch die kurzfristigen technischen Indikatoren sprechen derzeit eher für weitere Kursabgaben. Sowohl der RSI als auch der MACD signalisieren eine erhöhte Schwäche. Sollte sich der Verkaufsdruck verstärken, könnte der DAX sogar bis zum Rekordhoch vom Anfang dieses Jahres und in den Bereich des 50-Tage-Durchschnitts bei rund 25.507 Punkten zurückfallen.

Ein weiterer deutlicher Rückgang wäre aus charttechnischer Sicht problematisch. Der DAX sollte nach Möglichkeit nicht nachhaltig unter die genannten Unterstützungsbereiche fallen.

Denn dadurch würde die zu Beginn dieses Jahres entstandene inverse Schulter-Kopf-Schulter-Formation vollständig negiert. Gleichzeitig könnte sich der Ausflug auf neue Rekordstände im August im Nachhinein als schwerwiegendes Fehlsignal erweisen.

Für Anleger ist deshalb insbesondere die Entwicklung rund um die wichtigen Unterstützungsmarken entscheidend.

Auf der Oberseite liegt die wichtigste Hürde zunächst beim am Freitag erreichten Rekordhoch von 26.618 Punkten.

Sollte es dem DAX gelingen, diese Marke nachhaltig zu überwinden, könnte sich daraus weiteres Aufwärtspotenzial ergeben. In diesem Fall wäre ein Anstieg in Richtung 27.500 Punkte möglich.

Aktuell deutet allerdings wenig darauf hin, dass dieses Szenario kurzfristig unmittelbar bevorsteht. Zunächst muss der DAX zeigen, ob er die aktuellen Belastungen verkraften und wichtige Unterstützungen verteidigen kann.

Aktuelle Lage

DAX bei 26.249 Punkten

VDAX bei 15,40 signalisiert normale Nervosität

Fear& Greed Index bei 50 auf "NEUTRAL"

Tagesanalyse:

RSI: 56 - Buy

MACD: 209 - Buy

Insgesamt: Buy

MOM: Das Momentum auf Tagesbasis ist ins neutrale Lager gewechselt

Anlaufmarken nach oben bei 26.575 / 26.621 / 26.773 und 27.024 Punkten, nach unten bei 26.080 / 25.900 / 25.620 und 25.507 Punkten.

Gaps bei 26.402 / 25.099 / 24.327 / 23.397 / 21.296 / 18.198 / 17.817 / 16.957 und 16.262 Punkten.

Big Picture

Langfristige Trendverläufe intakt - DAX nahe Jahreshochs, jetzt aber wieder im Konsolidierungsmodus - Inverse SKS-Formation erfolgreich aktiviert! - Ölknappheit weiter ein Problem!

VDAX-New

Angstlevel im Normbereich

VDAX-New der Deutschen Börse (28. August 2026): Bei 15,40% (fallend) (Vortag: 16,02%). Über 17% kaum stärkere Abwärtsbewegung.

Zonen: Tiefe Werte unter 17%, Norm 17 bis 27%, Angst und Panik über 27%.

(Der VDAX-New zeigt die Volatilität im DAX an. Dreht der VDAX-New von sehr hohen Werten nach unten ab, ist mit steigenden Kursen zu rechnen. Dreht der VDAX-New von sehr tiefen Werten wieder nach oben über 17% ab, ist verstärkt mit fallenden Kursen zu rechnen. Der VDAX-New ist dabei als Indikator für fallende Kurse besser geeignet. Um 12-13% Verlaufshoch wahrscheinlich.)

Handelsidee: 

1. Stop-Buy-Order über 26.300 Punkten (Tagesbasis) platzieren, Stopp bei 26.110 Punkten. Kursziel bei 26.573 Punkten - Aktiv - neues Ziel: 26.888 Punkte
 
Anmerkungen: Stopps und Gewinnziele im Insight sind als Orientierungspunkte zu verstehen und hängen maßgeblich vom eigenen Risiko- und Geldmanagement sowie der jeweiligen Entwicklung im Tageshandel ab. Gewinne eigenständig mitnehmen. Maßgeblich für das Erreichen des Kursziels ist das genannte Kursziel im Underlying.

DAX Performance Index (Tageschart in Punkten)

Tendenz:

Wichtige Chartmarken

Widerstände: 26.575 // 26.621 // 26.773 // 27.024 Punkte
Unterstützungen: 26.080 // 25.900 // 25.620 // 25.507 Punkte
Strategie für steigende Kurse
WKN: DN31GV Typ: Open End Turbo Long
akt. Kurs: 9,26 - 9,27 Euro Emittent: DZ Bank
Basispreis: 25.284,66 Punkte Basiswert: DAX-Performance-Index
KO-Schwelle: 25.284,66 Punkte akt. Kurs Basiswert: 26.249,59 Punkte
Laufzeit: Open End Kursziel: 26.888 Punkte
Hebel: 28,30 Kurschance: + 40 Prozent
Risikohinweis:
Im Durchschnitt erleiden 7 von 10 Kleinanlegern Verluste beim Handel mit Turbo-Zertifikaten. Turbo-Zertifikate sind hoch risikoreiche Produkte und nicht für langfristige Anlagestrategien geeignet.
http://www.boerse-frankfurt.de
Strategie für fallende Kurse
WKN: DU6YZV Typ: Open End Turbo Short
akt. Kurs: 9,22 - 9,23 Euro Emittent: DZ Bank
Basispreis: 27.088,06 Punkte Basiswert: DAX-Performance-Index
KO-Schwelle: 27.088,06 Punkte akt. Kurs Basiswert: 26.249,59 Punkte
Laufzeit: Open End Kursziel:
Hebel: 28,35 Kurschance:
Risikohinweis:
Im Durchschnitt erleiden 7 von 10 Kleinanlegern Verluste beim Handel mit Turbo-Zertifikaten. Turbo-Zertifikate sind hoch risikoreiche Produkte und nicht für langfristige Anlagestrategien geeignet.
http://www.boerse-frankfurt.de



Interessenkonflikt

Hinweis auf bestehende Interessenkonflikte nach § 34b Abs. 1 Nr. 2 WpHG:

Wir weisen Sie darauf hin, dass die FSG Financial Services Group oder ein verbundenes Unternehmen aktuell oder in den letzten zwölf Monaten eine entgeltliche Werbungskooperation zur DZ Bank Aktiengesellschaft eingegangen ist.

Der Autor erklärt, dass er bzw. sein Arbeitgeber oder eine mit ihm oder seinem Arbeitgeber verbundene Person im Besitz von Finanzinstrumenten ist, auf die sich die Analyse bezieht, bzw. in den letzten 12 Monaten an der Emission des analysierten Finanzinstruments beteiligt war. Hierdurch besteht die Möglichkeit eines Interessenskonfliktes.

Der Autor versichert weiterhin, dass Analysen unter Beachtung journalistischer Sorgfaltspflichten, insbesondere der Pflicht zur wahrheitsgemäßen Berichterstattung sowie der erforderlichen Sachkenntnis, Sorgfalt und Gewissenhaftigkeit abgefasst werden.

Haftungsausschluss

Der Herausgeber übernimmt keine Gewähr für die Aktualität, Korrektheit, Vollständigkeit oder Qualität der bereitgestellten Informationen. Haftungsansprüche gegen den Herausgeber, welche sich auf Schäden materieller oder ideeller Art beziehen, die durch die Nutzung oder Nichtnutzung der dargebotenen Informationen bzw. durch die Nutzung fehlerhafter und unvollständiger Informationen verursacht wurden, sind grundsätzlich ausgeschlossen. Alle enthaltenen Meinungen und Informationen sollen nicht als Aufforderung verstanden werden, ein Geschäft oder eine Transaktion einzugehen. Auch stellen die vorgestellten Strategien keinesfalls einen Aufruf zur Nachbildung, auch nicht stillschweigend, dar. Vor jedem Geschäft bzw. vor jeder Transaktion sollte geprüft werden, ob sie im Hinblick auf die persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse geeignet ist. Wir weisen ausdrücklich noch einmal darauf hin, dass der Handel mit Optionsscheinen oder Zertifikaten mit grundsätzlichen Risiken verbunden ist und der Totalverlust des eingesetzten Kapitals nicht ausgeschlossen werden kann. Alle Angebote sind freibleibend und unverbindlich. Der Nachdruck, die Verwendung der Texte, die Veröffentlichung / Vervielfältigung ist nur mit ausdrücklicher Genehmigung der FSG Financial Services Group GbR gestattet.

Zurück