Das hat ein Geschmäkle

DAX: Frühjahrshochs im Fokus


Die erneute Eskalation zwischen den USA und dem Iran in der Straße von Hormus sowie der stark gestiegene Ölpreis haben zur Wochenmitte auf die Stimmung der Anleger gedrückt. Das bekam auch der deutsche Leitindex DAX zu spüren. Der Index verließ seinen bisherigen Abwärtstrend und bewegte sich direkt in Richtung seiner Frühjahrshochs. Der Verkaufsdruck hielt bis zuletzt an.

Nach dem vorherigen Scheitern an der Marke von 26.080 Punkten war eine solche Entwicklung zunächst erwartet worden. Im Tagestief fiel der DAX bis auf 25.512 Punkte.

Für Anleger wird es nun spannend: In diesem Bereich verläuft auch die sogenannte Nackenlinie einer in den vergangenen Monaten entstandenen inversen SKS-Formation. Dabei handelt es sich um ein charttechnisches Muster, das auf eine mögliche Trendwende nach oben hindeuten kann. Hält diese Unterstützung, wäre daher ein erneuter Anstieg denkbar. Das übergeordnete Ziel könnte in diesem Fall bei 27.500 Punkten liegen.

Allerdings gibt es auch Warnsignale. Ein Vergleich mit dem EuroStoxx 50, dem europäischen Pendant zum DAX, zeigt dort eine fünfwellige Abwärtsbewegung. Aus Sicht der technischen Analyse kann eine solche Struktur auf eine ausgeprägte Trendwende hindeuten.

Zusätzlichen Druck könnten die heute und am Freitag anstehenden Inflationsdaten ausüben. Sollten die Zahlen höher ausfallen als erwartet und damit die Aussicht auf weitere Zinserhöhungen stärken, könnte dies die Aktienmärkte deutlich belasten. Für den DAX wäre dann ein Rückgang unter 25.300 Punkte möglich. In diesem Fall könnte der Index bis zum 200-Tage-Durchschnitt bei 24.785 Punkten fallen. Gleichzeitig würde der Ausbruch Ende Juli im Nachhinein als deutliches Fehlsignal erscheinen.

Noch ist dieses negative Szenario allerdings nicht eingetreten. Nach dem aktuellen Kenntnisstand bleibt daher auch die positive Variante möglich: Hält der DAX seine wichtigen Unterstützungen, könnte die übergeordnete Aufwärtsbewegung wieder aufgenommen werden – mit einem möglichen Ziel bei 27.500 Punkten.

Inflationsdaten im Fokus

 

Die Märkte richten ihren Blick nun vor allem auf die kommenden US-Inflationsdaten. Am Donnerstag wird der US-Erzeugerpreisindex veröffentlicht, am Freitag folgen die Daten zum Verbraucherpreisindex. Beide Zahlen könnten maßgeblich dafür sein, wie die Anleger die weitere Zinspolitik der US-Notenbank einschätzen.

Besonders wichtig ist dabei die Sitzung der US-Notenbank am 15. und 16. September. Je nachdem, wie hoch die Inflation ausfällt, könnten sich die Erwartungen an mögliche Zinserhöhungen verändern.

Auch in Europa steht die Geldpolitik im Mittelpunkt. An den Finanzmärkten gilt es bereits als weitgehend sicher, dass die Europäische Zentralbank am Donnerstag den für die Geldpolitik wichtigen Einlagensatz um einen Viertelprozentpunkt auf 2,50 Prozent anheben wird.

Entscheidend für die Anleger werden deshalb vor allem die Aussagen der EZB zur weiteren Zinspolitik und zum Kampf gegen die Inflation sein.

Aktuelle Lage

DAX bei 25.576 Punkten

VDAX bei 16,39 signalisiert normale Nervosität, Tendenz seitwärts!

Fear& Greed Index bei 40 auf "FEAR"

Tagesanalyse:

RSI: 39 - Sell

MACD: 37 - Buy

Insgesamt: Strong Sell

MOM: Das Momentum auf Tagesbasis ist ins bärische Lager gewechselt

Anlaufmarken nach oben bei 26.085 / 26.249 / 26.471 und 26.575 Punkten, nach unten bei 25.507 / 25.303 / 25.099 und 25.000 Punkten.

Gaps bei 25.099 / 24.327 / 23.397 / 21.296 / 18.198 / 17.817 / 16.957 und 16.262 Punkten.

Big Picture

Langfristige Trendverläufe intakt - DAX weiter im Konsolidierungsmodus, EMA 50 wichtiger Support- Inverse SKS-Formation übergeordnet aktiv! - Ölknappheit bleibt ein Problem!

VDAX-New

Angstlevel im Normbereich

VDAX-New der Deutschen Börse (08. September 2026): Bei 16,39% (steigend) (Vortag: 16,36%). Über 17% kaum stärkere Abwärtsbewegung.

Zonen: Tiefe Werte unter 17%, Norm 17 bis 27%, Angst und Panik über 27%.

(Der VDAX-New zeigt die Volatilität im DAX an. Dreht der VDAX-New von sehr hohen Werten nach unten ab, ist mit steigenden Kursen zu rechnen. Dreht der VDAX-New von sehr tiefen Werten wieder nach oben über 17% ab, ist verstärkt mit fallenden Kursen zu rechnen. Der VDAX-New ist dabei als Indikator für fallende Kurse besser geeignet. Um 12-13% Verlaufshoch wahrscheinlich.)

Handelsidee: 

1. Stop-Buy-Order über 26.620 Punkten (Tagesbasis) platzieren, Stopp bei 26.200 Punkten. Kursziel bei 27.500 Punkten
 
2. Buy-Limit-Order um 25.507 Punkten (Tagesbasis) platzieren, Stopp bei 25.100 Punkten. Kursziele bei 26.080 / 26.260 Punkten - Aktiv!
 
Anmerkungen: Stopps und Gewinnziele im Insight sind als Orientierungspunkte zu verstehen und hängen maßgeblich vom eigenen Risiko- und Geldmanagement sowie der jeweiligen Entwicklung im Tageshandel ab. Gewinne eigenständig mitnehmen. Maßgeblich für das Erreichen des Kursziels ist das genannte Kursziel im Underlying.

DAX Performance Index (Tageschart in Punkten)

Tendenz:

Wichtige Chartmarken

Widerstände: 26.085 // 26.249 // 26.471 // 26.575 Punkte
Unterstützungen: 25.507 // 25.303 // 25.099 // 25.000 Punkte
Strategie für steigende Kurse
WKN: DN34LF Typ: Open End Turbo Long
akt. Kurs: 9,68 - 9,69 Euro Emittent: DZ Bank
Basispreis: 24.594,18 Punkte Basiswert: DAX-Performance-Index
KO-Schwelle: 24.594,18 Punkte akt. Kurs Basiswert: 25.576,46 Punkte
Laufzeit: Open End Kursziel: 26.080 Punkte
Hebel: 26,35 Kurschance: + 45 Prozent
Risikohinweis:
Im Durchschnitt erleiden 7 von 10 Kleinanlegern Verluste beim Handel mit Turbo-Zertifikaten. Turbo-Zertifikate sind hoch risikoreiche Produkte und nicht für langfristige Anlagestrategien geeignet.
http://www.boerse-frankfurt.de
Strategie für fallende Kurse
WKN: DN4472 Typ: Open End Turbo Short
akt. Kurs: 9,74 - 9,75 Euro Emittent: DZ Bank
Basispreis: 26.495,44 Punkte Basiswert: DAX-Performance-Index
KO-Schwelle: 26.495,44 Punkte akt. Kurs Basiswert: 25.576,46 Punkte
Laufzeit: Open End Kursziel:
Hebel: 26,23 Kurschance:
Risikohinweis:
Im Durchschnitt erleiden 7 von 10 Kleinanlegern Verluste beim Handel mit Turbo-Zertifikaten. Turbo-Zertifikate sind hoch risikoreiche Produkte und nicht für langfristige Anlagestrategien geeignet.
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Interessenkonflikt

Hinweis auf bestehende Interessenkonflikte nach § 34b Abs. 1 Nr. 2 WpHG:

Wir weisen Sie darauf hin, dass die FSG Financial Services Group oder ein verbundenes Unternehmen aktuell oder in den letzten zwölf Monaten eine entgeltliche Werbungskooperation zur DZ Bank Aktiengesellschaft eingegangen ist.

Der Autor erklärt, dass er bzw. sein Arbeitgeber oder eine mit ihm oder seinem Arbeitgeber verbundene Person im Besitz von Finanzinstrumenten ist, auf die sich die Analyse bezieht, bzw. in den letzten 12 Monaten an der Emission des analysierten Finanzinstruments beteiligt war. Hierdurch besteht die Möglichkeit eines Interessenskonfliktes.

Der Autor versichert weiterhin, dass Analysen unter Beachtung journalistischer Sorgfaltspflichten, insbesondere der Pflicht zur wahrheitsgemäßen Berichterstattung sowie der erforderlichen Sachkenntnis, Sorgfalt und Gewissenhaftigkeit abgefasst werden.

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