Durchbruch erziel

DAX beendet Korrekturtrend


Die US-Notenbank FED hat am Freitag die sehnlichst erwarteten Signale in Richtung einer Zinssenkung ausgesendet und dadurch die Märkte zum Ende der Handelswoche sichtlich gen Norden getrieben. Unterdessen konnte der DAX auf Wochenschlusskursbasis sein seit Mitte Mai bestehenden Abwärtstrend knacken, einige kleinere Hürden bleiben jedoch noch zu meistern. Insgesamt aber könnte das heimische Leitbarometer schon bald wieder neue Rekorde markieren, gleiches gilt für den Dow-Jones-Index.

Auf der Pressekonferenz zum Notenbanker-Treffen in Jackson Hole im US-Bundesstaat Wyoming hat der Chef der US-Notenbank FED Jerome Powell eine Anpassung der Geldpolitik angekündigt, was Marktbeobachter mit einer Zinssenkung im September verknüpfen. Laut seiner Aussage wird eine weitere Abkühlung auf dem Arbeitsmarkt weder angestrebt noch erwünscht, dies impliziert bereits eine Abkühlung der US-Wirtschaft und wird durch laufende Daten in dieser Form auch bestätigt.

Die Aktienmärkte reagierten am Freitag entsprechend positiv auf die Aussagen, der Anleihemarkt und US-Dollar gaben dagegen sichtlich nach. Insidern zufolge wächst aber auch die Zahl unter den EZB-Währungshütern für eine zweite Zinssenkung im September. Sollten nun keine größeren Überraschungen mehr auftauchen, sollten sich die Hinweise auf eine Anpassung der Geldpolitik im kommenden Monat sichtlich verdichten.

Der Deutsche Aktienindex DAX konnte entsprechend seinen seit den Rekordständen bestehenden Abwärtstrend im Freitagshandel durch einen Kursanstieg an die Hürde von 18.633 Punkten knacken und damit den Weg gen Norden freimachen. Um mit größerer Sicherheit einen Test der Rekordstände bei 18.892 Punkten vollziehen zu können, sollte das Barometer noch den Widerstand um 18.780 Punkten überwinden. Aber schon jetzt können erste vorsichtige Long-Positionen auf das heimische Leitbarometer mit einem übergeordneten Ziel bei 19.000 Punkten abgeschlossen werden. Auf der Unterseite würde erst ein Kursrutsch unter 18.320 Punkte kurzfristige Korrekturrisiken in Richtung 18.100 und darunter 18.030 Punkte aufkommen lassen. Solange aber der seit September 2022 bestehende Abwärtstrend intakt bleibt, sind die Abwärtsrisiken als vergleichsweise gering einzuschätzen.

Aktuelle Lage

DAX mit frischen Kaufsignal (Woche)

DAX bei 18.633 Punkten.

Indikatoren auf steigend geschaltet

Anlaufmarken nach oben bei   18.633 / 18.779 / 18.892 und 19.000 Punkten, nach unten bei 18.350 / 18.030 / 17.795 und 17.626 Punkten.

Gaps bei 18.198, 16.957, 14.949 und 11.391 Punkten.

Historische Saisonalität

In US-Wahljahren (DAX): Saisonal fester im August erwartet  - Händler wieder aus den Ferien zurück.

Gebert-Börsenindikator (August)

Langfristiger Börsenindikator nach Gebert: Kaufen (Vormonat Juli: Kaufen).

(Dieser Börsenindikator berücksichtigt monatlich die Inflations- und Zinsdaten, den Euro/Dollar-Kurs und die Saisonalität. Anhand der Daten signalisiert der Indikator langfristige Kauf- und Verkaufssignale für den DAX.)

Big Picture

DAX beendet Abwärtstrend - Kaufsignal aktiviert!

Sentiment

DAX (Woche 34)

Sentiment in laufender Woche mit Mehrheit für Käufer, bullisch zu werten.

VDAX-New

VDAX-New der Deutschen Börse (23. August 2024): Bei 14,06 (Vortag:  14,24%). Über 17% kaum stärkere Abwärtsbewegung.

Zonen: Tiefe Werte unter 17%, Norm 17 bis 27%, Angst und Panik über 27%.

(Der VDAX-New zeigt die Volatilität im DAX an. Dreht der VDAX-New von sehr hohen Werten nach unten ab, ist mit steigenden Kursen zu rechnen. Dreht der VDAX-New von sehr tiefen Werten wieder nach oben über 17% ab, ist verstärkt mit fallenden Kursen zu rechnen. Der VDAX-New ist dabei als Indikator für fallende Kurse besser geeignet. Um 12-13% Verlaufshoch wahrscheinlich.)

1. CNN Money's Fear & Greed Index (23. August 2024): Bei 53 (Vorwoche: 35 - Fear) Punkten, Modus "Neutral"

(Skala von 0 - 100, bei "Extreme Greed" vorsichtig mit Longs werden, bei "Extreme Fear" vorsichtig mit Shorts werden, Kontraindikator)

(Quelle: http://money.cnn.com/data/fear-and-greed/)

Commitment of Traders (CoT) Report), (13.08.2024)

Die Commercials (US-Profis) sind auf den S&P 500 insgesamt Short aufgestellt, haben in der abgelaufenen Woche aber ihre Positionen stark reduziert (Kontraindikator)!

Die Small Speculators (Kleinanleger) sind insgesamt Long positioniert, ihre Positionen aber etwas reduziert.

Trading-Strategie

1. Long-Chance ab 18.780 Punkten, Ziel 19.000 Punkte, Stopp um 18.550 Punkten setzen.

2. Short-Chance bei Erreichen von 19.000 Punkten, Ziel 18.567 Punkte, Stopp um 19.150 Punkten setzen.
 
Anmerkungen: Stopps und Gewinnziele im Insight sind als Orientierungspunkte zu verstehen und hängen maßgeblich vom eigenen Risiko- und Geldmanagement sowie der jeweiligen Entwicklung im Tageshandel ab. Gewinne eigenständig mitnehmen. Maßgeblich für das Erreichen des Kursziels ist das genannte Kursziel im Underlying.

DAX (Tageschart in Punkten):

Tendenz:

Wichtige Chartmarken

Widerstände: 18.633 // 18.779 // 18.892 // 19.000 Punkte
Unterstützungen: 18.350 // 18.030 // 17.795 // 17.626 Punkte
Strategie für steigende Kurse
WKN: DJ6M53 Typ: Open End Turbo Long
akt. Kurs: 24,46 - 24,49 Euro Emittent: DZ Bank
Basispreis: 16.179,32 Punkte Basiswert: DAX
KO-Schwelle: 16.179,32 Punkte akt. Kurs Basiswert: 18.633,11 Punkte
Laufzeit: Open End Kursziel: 18.892 Punkte
Hebel: 7,61 Kurschance:
http://www.boerse-frankfurt.de
Strategie für fallende Kurse
WKN: DQ3GEL Typ: Open End Turbo Short
akt. Kurs: 18,89 - 18,92 Euro Emittent: DZ Bank
Basispreis: 20.520,59 Punkte Basiswert: DAX
KO-Schwelle: 20.520,59 Punkte akt. Kurs Basiswert: 18.633,11 Punkte
Laufzeit: Open End Kursziel:
Hebel: 9,85 Kurschance:
http://www.boerse-frankfurt.de



Interessenkonflikt

Hinweis auf bestehende Interessenkonflikte nach § 34b Abs. 1 Nr. 2 WpHG:

Wir weisen Sie darauf hin, dass die FSG Financial Services Group oder ein verbundenes Unternehmen aktuell oder in den letzten zwölf Monaten eine entgeltliche Werbungskooperation zur DZ Bank Aktiengesellschaft eingegangen ist.

Der Autor erklärt, dass er bzw. sein Arbeitgeber oder eine mit ihm oder seinem Arbeitgeber verbundene Person im Besitz von Finanzinstrumenten ist, auf die sich die Analyse bezieht, bzw. in den letzten 12 Monaten an der Emission des analysierten Finanzinstruments beteiligt war. Hierdurch besteht die Möglichkeit eines Interessenskonfliktes.

Der Autor versichert weiterhin, dass Analysen unter Beachtung journalistischer Sorgfaltspflichten, insbesondere der Pflicht zur wahrheitsgemäßen Berichterstattung sowie der erforderlichen Sachkenntnis, Sorgfalt und Gewissenhaftigkeit abgefasst werden.

Haftungsausschluss

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