Aufsichtsratschef geht, Aktionäre feiern!

ThyssenKrupp: Zerschlagung hebt die Stimmung


Investoren reagierten am Dienstag positiv auf die Nachricht, dass der Aufsichtsratschef Lehner seinen Hut nimmt. Zeitgleich schoss der Aktienkurs des Stahlkochers um mehr als 8 Prozent in die Höhe und entkam noch einmal einem frischen Jahrestief.

Lehner war ein Gegner der von einigen Investoren geforderten Zerschlagung des Mischkonzerns ThyssenKrupp. Diese haben nämlich die Abstoßung von unwirtschaftlichen Teilen des Konzerns gefordert und wollten das Unternehmen auf Profitabilität trimmen. Doch mit dem Ausscheiden Lehner dreht sich das Personalkarussell in ThyssenKrupp weiter, nachdem vor Kurzem erst der Vorstandsvorsitzende seinen Abschied verkündete.

Technisch hat sich das Chartbild in der Aktie von ThyssenKrupp mit dem heutigen Kurssprung etwas verbessert, trotzdem bleiben noch eine Menge Hürden auf der Oberseite zu nehmen. Allen voran der gleitende Durchschnitt EMA 200 auf Tagesbasis um 22,73 Euro, darüber die Junihochs um 24,10 Euro. Aber selbst dann bliebe der seit Sommer 2017 bestehende Abwärtstrend noch intakt, sodass das Kurspotenzial bis zu dieser Stelle eingeschränkt bleibt. Es ist jedoch stark anzunehmen, dass nach dem heutigen Kurssprung weitere Käufer aufspringen werden und die Kursnotierungen weiter gen Norden vorantreiben. Daher kann sich ein Long-Investment mit einem fest eingebauten Hebel noch als lohnenswert herausstellen.

Spekulativ interessant

 

Der heutige Kurssprung könnte im weiteren Verlauf Kursgewinne an das Niveau aus Juni dieses Jahres bei 24,10 Euro freisetzen. Darüber könnte sich das Wertpapier von ThyssenKrupp sogar weiter in Richtung seiner mittelfristigen Abwärtstrendlinie und 25,70 Euro hochschrauben. Für diese Wegstrecke können Anleger beispielshalber auf das Faktor-Zertifikat Long auf ThyssenKrupp (WKN VS89MN) mit einem fest eingebauten Hebel von 8 zurückgreifen. Die dabei zu erreichende Kurschance kann bis zu 40 Prozent betragen, das einem Wert des Faktorzertifikates von rund 1,20 Euro entspräche. Die Haltedauer wird hierbei auf nur wenige Handelstage angesetzt.

Fällt das Kartenhaus aber wieder in sich zusammen und die Aktie fällt unter das Niveau von mindestens 20,50 Euro per Tagesschlusskurs zurück, müssen Rücksetzer zurück an die Jahrestiefs bei 19,87 Euro zwingend einkalkuliert werden. Dann aber könnte sich Thyssen über kurz oder lang in den Bereich von rund 19,00 Euro absetzen.

 

ThyssenKrupp (Tageschart in Euro)

Tendenz:

Faktor-Zertifikat Long auf ThyssenKrupp

Strategie für steigende Kurse
WKN: VS89MN Typ: Faktor
akt. Kurs: 0,82 - 0,83 Euro Emittent: Vontobel
Ausgabepreis: 100,00 Euro Basiswert: ThyssenKrupp
Richtung: Long akt. Kurs Basiswert: 22,34 Euro
Laufzeit: endlos Kursziel: 25,70 Euro
Faktor: 8,0 Kurschance: + 40 Prozent
Vontobel Zertifikate

Faktor-Update: Nordex

Trendausbruch verzögert sich

Die nach einem gesicherten Großauftrag für Nordex vorgestellte Long-Strategie hat sich bislang nicht bezahlt gemacht, das Wertpapier hat sich wieder merklich zur Unterseite abgesetzt. Aktuell notiert die Aktie sogar unter der wichtigen Unterstützung bestehend aus dem gleitenden Durchschnitt EMA 50, was an sich schon ein K.O.-Kriterium darstellt. Daher kann die Long-Strategie über das Faktor-Zertifikat Long auf Nordex (WKN VN6AWP) nur schwer gehalten werden, womöglich wird sogar ein kompletter Ausstieg notwendig.

Dafür aber können Investoren einen fetten Gewinn bei dem vor wenigen Wochen vorgestellten Netflix-Short nun komplett realisieren, nachdem das Unternehmen gestern enttäuschende Quartalszahlen vorgelegt hat und die Aktien nachbörslich um einen zweistelligen Prozentbereich ins Minus gerutscht sind. Weitere Verluste könnten folgen, zumindest aber sollten die bisherigen Kursgewinne gesichert werden!

 

Nordex (Tageschart in Euro)

Tendenz:

Interessenkonflikt

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