Die starke Bilanz könnte die Aktie auffangen

Volkswagen Vz.: Chance von 14,4 Prozent (657 Prozent p.a.)


Mitten hinein in den hektischen Handel des vergangenen Freitags legte der Volkswagen-Konzern die Bilanz des Jahres 2019 und den Ausblick für das laufende Jahr auf den Tisch. Das Ergebnis war absolut überzeugend. So sehr, dass die Aktie gegen den immens schwachen Gesamtmarkt ihre Verluste aufholen und den Freitag mit einem nur marginalen Abschlag beenden konnte. Diese starken Zahlen könnten die Aktie in ihrer seit zwei Jahren anhaltenden, breiten Trading-Range halten, auch, wenn der Gesamtmarkt weiter abrutschen würde. Eine interessante Konstellation für den Einsatz eines Inline-Optionsscheins.

Der Volkswagen-Konzern vermochte Umsatz und Gewinn im vergangenen Jahr trotz des für die Automobilindustrie schwierigen Umfelds solide zu steigern. Dabei legte der Gewinn überproportional um fast 13 Prozent zu, weil es gelungen war, die in den vergangenen Jahren vor allem bei der Kernmarke unter Druck stehende Gewinnmarge von 7,5 Prozent im Jahr 2018 auf 7,6 Prozent zu steigern. Eine reife Leistung, die von den Anlegern honoriert wurde, indem die Aktie sofort gekauft wurde, nach einem Tagestief von -5,3 Prozent kurzzeitig sogar ins Plus lief, bevor sie mit einem kleinen Minus von 0,16 Prozent aus dem Handel ging, während der DAX am Freitag beinahe vier Prozent verlor.

Und diese beeindruckende Bilanz nebst eines verhalten optimistischen Ausblicks für 2020 wirkte noch am Montag nach. Während der DAX zur Mittagszeit längst wieder ins Minus gedreht hatte, blieb die Volkswagen Vorzugsaktie im Plus. Diese Bilanz hat damit zwar ihren Effekt bereits geliefert und die 2020er-Perspektive kann sich noch eintrüben. Aber nachdem der Konzern belegt hat, dass er im Vergleich zu den anderen europäischen Automobilherstellern sehr stark aufgestellt ist, hat die Aktie gute Chancen, gegenüber dem Rest der Branche ebenso wie gegenüber dem Gesamtmarkt relative Stärke zu zeigen.

Wichtige Unterstützung verteidigt

Nach oben werden die Bäume für die Aktie angesichts der problematischen Entwicklung hinsichtlich der weltweiten Wachstumschancen wohl nicht in den Himmel wachsen. Der Verkaufsdruck dürfte aber andererseits durch diese beeindruckende Bilanz, aber auch aufgrund der unmittelbaren Reaktion darauf, niedriger ausfallen als am Gesamtmarkt. Denn Sie sehen im Chart, dass es dadurch gelang, die Aktie genau auf Höhe der unteren Begrenzung eines im Oktober 2018 etablierten, flachen Aufwärtstrendkanals nach oben zu drehen. Die Verteidigung dieser Unterstützung bei derzeit 140,87 Euro und der Umstand, dass die letzten, markanten unteren Wendepunkte um 137 Euro und damit nur knapp unterhalb des Trendkanals liegen und somit als letzte Sicherungsleine dienen können, bietet einem Trade mit einem Inline-Optionsschein eine interessante Perspektive.

Denn bei diesem Instrument kommt es nicht darauf an, dass die VW Vorzugsaktie als Konsequenz der Verteidigung dieser charttechnischen Unterstützung weit steigt. Es ist auch egal, ob es zu einem erneuten Test dieses Supports kommt oder dieser leicht unterboten würde. Es kommt nur darauf an, dass die Aktie sich über der unteren und unter der oberen KO-Schwelle des Inline-Optionsscheins hält. Und dafür ist eine Aktie, die in einem schwachen Gesamtmarkt relative Stärke beweist und soeben eine wichtige Auffanglinie verteidigt hat, eine günstige Basis. Vor allem, wenn man die Laufzeit kurz wählt und die beiden KO-Schwellen des Inline-Optionsscheins der hohen Volatilität am Markt Rechnung tragen, indem sie weit genug entfernt liegen. Einen solchen „Inliner“ stellen wir Ihnen hier vor:

Fazit

Mit einem Inline-Optionsschein auf die Volkswagen Vorzugsaktie (WKN SR2V3Y) können risikofreudige Anleger eine maximale Rendite von 14,4 Prozent oder 657 Prozent p.a. in Form des maximalen Auszahlungsbetrags von 10,00 Euro erzielen, wenn sich die Aktie bis einschließlich 20.03.2020 durchgehend über der unteren Knockout-Schwelle von 125,00 Euro und unterhalb der oberen Knockout-Schwelle von 190,00 Euro bewegt. Zur Vermeidung eines Knockouts sollte der vorzeitige Ausstieg aus dieser spekulativen Position erwogen werden, falls die Volkswagen Vorzugsaktie entweder die derzeit bei 170 Euro verlaufende 200-Tage-Linie auf Schlusskursbasis überwindet oder aber die Tiefs vom Mai und August 2019 mit Schlusskursen unter 136 Euro signifikant unterschreitet.

Volkswagen Vz (in Euro)

Tendenz:
Chart Aktien Merck
(Quelle: www.tradesignalonline.com)

Wichtige Chartmarken

Widerstände: 165,52 Euro // 170,01 Euro // 173,01 Euro (200-Tage-Linie)
Unterstützungen: 136,94 Euro
Aufwärtstrend: 140,87 Euro

Inline-Optionsschein auf die Volkswagen Vorzugsaktie (Stand 02.03.2020 18:30 Uhr)

Strategie für seitwärts gerichtete Kurse
WKN: SR2V3Y Typ: Inline-Optionsschein
akt. Kurs: 8,64 / 8,74 Euro Emittent: Société Générale
untere KO-Schwelle: 125,00 Euro Basiswert: Volkswagen Vz. (in Euro)
obere KO-Schwelle: 190,00 Euro akt. Kurs Basiswert: 149,64 Euro
Laufzeit: 20.03.2020 Kursziel: 10,00 Euro
Kurschance: + 14,4% (+657% p.a.)
Quelle: Société Générale

Interessenkonflikt

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