Ist der Euro zu stark?

Euro: Chance von 127 Prozent p.a.


Der Euro korrigierte in den vergangenen Wochen – der Höhenflug scheint erst einmal vorbei. Und auch in den kommenden Wochen könnte die europäische Gemeinschaftswährung zum Dollar eher schwach abschneiden. Ein StayLow-Optionsschein auf den Euro im Verhältnis zum US-Dollar ist daher einen näheren Blick wert.

Christine Lagarde, Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB), sprach gestern in einer Videoschalte bei einer Anhörung vor einem Ausschuss des Europaparlaments davon, dass sich die Erholung „unvollständig, unsicher und holprig“ vollziehe. Dies berichtete gestern die Nachrichtenagentur Reuters. Der EZB-Rat werde alle Informationen sorgfältig sichten – und dabei auch den Wechselkurs miteinbeziehen. Falls es nötig werde, sei die EZB auch bereit, ihre Instrumente anzupassen. Die Wirtschaft in der Euro-Zone war laut Reuters im zweiten Quartal aufgrund der Corona-Krise um 11,8 Prozent eingebrochen nach einem Minus von 3,7 Prozent in den ersten drei Monaten. Die EZB habe auf ihrer Sitzung im September nach mehreren voluminösen Stützungsmaßnahmen keine neuen Hilfen beschlossen.

Jahreshoch als Widerstand

Kurzum: Neben der Pandemie dürfte der EZB auch die Euro-Stärke Sorgen bereiten. Denn Waren und Dienstleistungen aus der Euro-Zone werden durch einen starken Euro außerhalb des Währungsraums teurer. Zudem werden importierte Waren billiger, was auf die Inflation drückt. Doch, wie bereits erwähnt, könnte die Europäische Zentralbank gegen einen zu starken Euro vorgehen und ihre Geldpolitik dem entsprechend anpassen. Erst Anfang des Monats hatte der Euro mit 1,2011 Dollar seinen höchsten Stand im Verhältnis zur US-Devise seit Mitte 2018 markiert. Dieses Kurshoch, welches somit auch das aktuelle Jahreshoch markiert, gilt aus charttechnischer Sicht als wichtige Widerstandsmarke.

Fazit

Mit einem StayLow-Optionsschein auf Euro/US-Dollar (WKN SR5X5A) würden risikofreudige Anleger den maximalen Auszahlungsbetrag von 10,00 Euro erhalten, wenn sich der Euro im Verhältnis zum US-Dollar bis einschließlich zum 18.12.2020 durchgehend unter der Knockout-Schwelle von 1,2100 US-Dollar bewegt. Gerechnet vom Stand des Scheins am 28. September 2020 um 19.15 Uhr (Briefkurs 7,61 Euro), würde dies einem Kursgewinn von 31 Prozent entsprechen. Sollte die Knockout-Schwelle erreicht werden, würde ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals eintreten. Zur Vermeidung eines solchen Knockouts sollte deshalb der vorzeitige wie auch schnelle Ausstieg aus dieser spekulativen Position erwogen werden, falls der Euro im Verhältnis zum Dollar das Jahreshoch bei 1,2011 US-Dollar nach oben überwinden kann.

Euro (in US-Dollar)

Tendenz:
Chart Aktien Merck
(Quelle: www.tradesignalonline.com)

Wichtige Chartmarken

Widerstände: 1,2011 US-Dollar (Jahreshoch)

StayLow-Optionsschein auf Euro/US-Dollar (Stand: 28.09.2020, 19.15 Uhr)

Strategie für fallende Kurse
WKN: SR5X5A Typ: Staylow
akt. Kurs: 7,41/7,61 Euro Emittent: Société Générale
Schwelle: 1,2100 US-Dollar Basiswert: Euro/US-Dollar
akt. Kurs Basiswert: 1,1655 US-Dollar
Laufzeit: 18.12.2020 Kursziel: 10,00 Euro
Kurschance: + 34,1% (127% p.a.)
Quelle: Société Générale



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