„best case“-Szenario eingepreist?

amazon.com: Chance von 81 Prozent


Die Investoren warten mit großer Spannung auf die Ende des Monats anstehende Quartalsbilanz des Online-Handelsriesen amazon.com. Dass das Unternehmen durch die weltweiten, von der Pandemie ausgelösten Einschränkungen eine deutliche Umsatzsteigerung erfahren hat, weiß man. Aber wie sehr schlägt sich das im Gewinn nieder? Und wird dieser Effekt nur vorübergehend sein oder anhalten? Die Käufer haben dem „best case“-Szenario schon einmal vorgegriffen. In dieser Konstellation bietet die Aktie eine interessante Basis für einen Inline-Optionsschein.

Zunächst wurde die Aktie des Online-Riesen amazon.com verkauft wie alles andere auch. Die Pandemie würde alles zum Stillstand bringen, dachten viele. Aber dann kam Mitte März die Meldung, amazon.com wolle 100.000 neue Mitarbeiter einstellen, um dem steigenden Ordervolumen Herr zu werden. Und mit einem Mal platzte der Knoten. Man erkannte, dass der Online-Händler die logische Ausweichlösung für viele Konsumenten rund um den Globus ist. Und dementsprechend zu den wenigen Unternehmen gehören dürfte, die von dieser Situation profitieren können.

Aber ein steigendes Umsatzvolumen muss nicht zwingend eine höhere Rendite und somit überproportional steigende Gewinne bedeuten. Und es stellt sich zudem die Frage, ob dieses Orderwachstum nicht nur vorübergehend ist, weil die Konsumenten zu ihren gewohnten Einzelhändlern zurückkehren, sobald diese Möglichkeit wieder gegeben ist. In beiden Fällen hieße das, dass der Kurs, der in der Spitze bereits über zwölf Prozent über das vorherige, im Februar markierte Rekordhoch hinaus gelaufen ist, nicht mehr allzu viel Spielraum nach oben hätte, diesen höheren Level nicht einmal halten muss.

Quartalszahlen am 30. April erwartet

In dieser Hinsicht dürfte die am 30. April nach US-Handelsende erwartete Bilanz des ersten Quartals wichtige Hinweise liefern, zumal amazon.com grundsätzlich auch einen Ausblick auf das laufende Quartal mitliefert. Auffällig ist, dass die Marktteilnehmer starken Zahlen und einem positiven Ausblick bereits vorgegriffen haben. Denn auch, wenn diese derzeitige, vorteilhafte Marktstellung unübersehbar ist, darf man einen solchen Run auf neue Rekorde in einer derart unübersichtlichen Gemengelage als ambitioniert ansehen. Zumal momentan der Gedanke, dass eine weltweite Rezession letztlich auch bei einer Lockerung der Einschränkungen zu massivem Druck auf den Konsum und damit auch auf amazon.coms Umsätze führen würde, offenbar ausgeblendet wird.

Rein charttechnisch ist diese Rallye der Aktie bislang makellos, fundamental betrachtet aber zumindest als „ambitioniert“ anzusehen. Aus der anderen Seite dürfte diese derzeitige Sonderstellung des Online-Händlers dazu beitragen, dass das Abwärtspotenzial nicht so groß wäre wie für den Gesamtmarkt in den USA, wenn es zu einem zweiten, größeren Baisse-Impuls kommen sollte. Diese Gemengelage stellt eine lukrative Basis für einen Inline-Optionsschein dar:

Fazit

Mit einem Inline-Optionsschein auf die amazon.com-Aktie (WKN SR7KNJ) würden risikofreudige Anleger den maximalen Auszahlungsbetrag von 10,00 Euro erzielen, wenn sich die Aktie bis einschließlich 16.09.2020 durchgehend über der unteren Knockout-Schwelle von 1.800 US-Dollar und unterhalb der oberen Knockout-Schwelle von 3.000 US-Dollar bewegt. Gerechnet vom Stand des Scheins am 20. April 2020 um 17:00 Uhr (Briefkurs 5,52 Euro) würde dies einem Kursgewinn von 81 Prozent entsprechen. Sollte eine der beiden Knockout-Schwellen erreicht werden, würde ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals eintreten. Zur Vermeidung eines solchen Knockouts sollte deshalb der vorzeitige Ausstieg aus dieser spekulativen Position erwogen werden, falls sich die Aktie mit Schlusskursen unter 2.030 US-Dollar oder aber mit Schlusskursen über 2.800 US-Dollar den Knockout-Levels des Inline-Optionsscheins annähern würde.

amazon.com Aktie (in US-Dollar)

Tendenz:
Chart Aktien Merck
(Quelle: www.tradesignalonline.com)

Wichtige Chartmarken

Widerstände: 2.461 US-Dollar
Unterstützungen: 2.186 US-Dollar // 1.870 US-Dollar (200-Tage-Linie) // 1.783 US-Dollar
Aufwärtstrend: 2.105 US-Dollar

Inline-Optionsschein auf die amazon.com-Aktie (Stand 20.04.2020 17:00 Uhr)

Strategie für seitwärts gerichtete Kurse
WKN: SR7KNJ Typ: Inline-Optionsschein
akt. Kurs: 5,37 / 5,52 Euro Emittent: Société Générale
untere KO-Schwelle: 1.800 US-Dollar Basiswert: amazon.com Aktie (in US-Dollar)
obere KO-Schwelle: 3.000 US-Dollar akt. Kurs Basiswert: 2.429,60 US-Dollar
Laufzeit: 16.09.2020 Kursziel: 10,00 Euro
Kurschance: + 81% (+183% p.a.)
Quelle: Société Générale

Interessenkonflikt

Hinweis auf bestehende Interessenkonflikte nach § 34b Abs. 1 Nr. 2 WpHG:

Wir weisen Sie darauf hin, dass die FSG Financial Services Group oder ein verbundenes Unternehmen aktuell oder in den letzten zwölf Monaten eine entgeltliche Werbungskooperation zur Société Générale S.A. eingegangen ist.

Der Autor erklärt, dass er bzw. sein Arbeitgeber oder eine mit ihm oder seinem Arbeitgeber verbundene Person im Besitz von Finanzinstrumenten ist, auf die sich die Analyse bezieht, bzw. in den letzten 12 Monaten an der Emission des analysierten Finanzinstruments beteiligt war. Hierdurch besteht die Möglichkeit eines Interessenskonfliktes.

Der Autor versichert weiterhin, dass Analysen unter Beachtung journalistischer Sorgfaltspflichten, insbesondere der Pflicht zur wahrheitsgemäßen Berichterstattung sowie der erforderlichen Sachkenntnis, Sorgfalt und Gewissenhaftigkeit abgefasst werden.

Haftungsausschluss

Der Herausgeber übernimmt keine Gewähr für die Aktualität, Korrektheit, Vollständigkeit oder Qualität der bereitgestellten Informationen. Haftungsansprüche gegen den Herausgeber, welche sich auf Schäden materieller oder ideeller Art beziehen, die durch die Nutzung oder Nichtnutzung der dargebotenen Informationen bzw. durch die Nutzung fehlerhafter und unvollständiger Informationen verursacht wurden, sind grundsätzlich ausgeschlossen. Alle enthaltenen Meinungen und Informationen sollen nicht als Aufforderung verstanden werden, ein Geschäft oder eine Transaktion einzugehen. Auch stellen die vorgestellten Strategien keinesfalls einen Aufruf zur Nachbildung, auch nicht stillschweigend, dar. Vor jedem Geschäft bzw. vor jeder Transaktion sollte geprüft werden, ob sie im Hinblick auf die persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse geeignet ist. Wir weisen ausdrücklich noch einmal darauf hin, dass der Handel mit Optionsscheinen oder Zertifikaten mit grundsätzlichen Risiken verbunden ist und der Totalverlust des eingesetzten Kapitals nicht ausgeschlossen werden kann. Alle Angebote sind freibleibend und unverbindlich. Der Nachdruck, die Verwendung der Texte, die Veröffentlichung / Vervielfältigung ist nur mit ausdrücklicher Genehmigung der FSG Financial Services Group GbR gestattet.

Zurück