Quartalszahlen wurden gelassen aufgenommen:

Allianz: Chance von 16,55 Prozent (40,2 Prozent p.a.)


Die Aktie des Finanz- und Versicherungskonzerns Allianz hatte etwa die Hälfte des Kurseinbruchs von Mitte Februar bis Mitte März wieder aufgeholt, als am Donnerstagabend nach Handelsende die vorläufigen Ergebnisse für das erste Quartal vorgelegt wurden. Angesichts der schwachen Tendenz des Gesamtmarkts reagierte die Aktie nicht auffallend negativ, was deutlich macht, dass die Marktteilnehmer die Ergebnisse in etwa so erwartet hatten. Die Zahlen waren gut genug, um den Kurs ein wenig abzufedern, aber nicht so stark, um die Aktie gegen den Trend nach oben zu ziehen: Eine interessante Konstellation für einen Inline-Optionsschein.

Es waren zwar vorläufige Ergebnisse, welche die Allianz am Donnerstagabend nach Handelsende vorlegte, aber diese dürften wenn, dann nur noch minimal korrigiert werden. Das operative Ergebnis lag in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres mit 2,3 Milliarden Euro zwar deutlich niedriger als die 3,0 Milliarden, die im ersten Quartal 2019 erreicht wurden. Aber es war kein derart massiver Einbruch, dass die Marktteilnehmer die Aktie, als der Handel nach dem feiertagsbedingt längeren Wochenende am Montag wieder einsetzte, wie eine heiße Kartoffel fallen gelassen hätten. Dass es überhaupt zu einem recht deutlichen Rückgang des Gewinns kam, liegt nicht zuletzt daran, dass die Allianz keineswegs ein reines Versicherungsunternehmen ist.

Die Allianz hat auch eine recht große Vermögensverwaltungs-Sparte (Allianz Global Investors), die Pensions-, Investment- und auch Hedgefonds umfasst. Dieser Bereich konnte dem Einbruch des Aktienmarkts im Februar/März natürlich nicht unbeschadet entkommen. Hinzu kommt der Faktor der weiter gefallenen Anleihe-Renditen, der es erschwert, das insgesamt von der Allianz verwaltete Kapital sinnvoll anzulegen. Eine konkrete Prognose konnte man im Zuge dieser Vorab-Daten nicht liefern, erklärte aber, dass die bisherige Zielzone für das operative Ergebnis 2020 wohl nicht mehr erreicht werden könne. Dass die Aktie am Montag in einem Umfeld markant abrutschender Aktien zu denjenigen DAX-Werten gehörte, die noch am wenigsten Boden preisgaben, deutet an, dass all das keine negative Überraschung war. Wie ließe sich das mit Blick auf die kommenden Wochen einordnen?

Sehr weitreichende Bewegungen momentan wenig wahrscheinlich

Nachdem der Aktienkurs sich in etwa in die Mitte der Handelsspanne, die sich durch den Kursrutsch im Februar und März ergeben hatte, voran gearbeitet hatte, dürfte das Aufwärtspotenzial erst einmal überschaubar bleiben, denn diese Erholung basierte ja auf dem Gedanken, dass es beim Allianz-Konzern nicht zu vergleichbar heftigen Umsatz- und Gewinnproblemen kommen dürfte wie bei stark konjunkturabhängigen Unternehmen. Auf der anderen Seite war das Zahlenwerk ausreichend, um diese Erwartung zu erfüllen, so dass es aus heutiger Sicht eher wenig wahrscheinlich wäre, dass die Aktie das bisherige Jahrestief bei 117,10 Euro in nächster Zeit deutlicher unterbietet.

Aus charttechnischer Sicht hat sich Ende März ein Aufwärtstrendkanal etabliert, den die Aktie auch zum Wochenstart halten konnte. Ob dessen Begrenzungen, die derzeit bei 157 und 178 Euro verlaufen, halten werden, ist zwar offen. Aber solange die nächstliegenden charttechnischen Ankerpunkte halten, auf der Oberseite bei 193,64 Euro, auf der Unterseite bei 146,96 Euro gelegen, wäre die Aktie in einer Handelsspanne, die sich für den Einsatz eines Inline-Optionsschein gut eignet. Wichtig ist dabei, dass dieser zu der vorgenannten Kursspanne ausreichend Puffer bietet, um ein kurzzeitiges Ausbrechen aus dieser Range ermöglichen zu können.

Fazit

Mit einem Inline-Optionsschein auf die Allianz-Aktie (WKN SR7K8N) würden risikofreudige Anleger den maximalen Auszahlungsbetrag von 10,00 Euro erhalten, wenn sich die Aktie bis einschließlich 18.09.2020 durchgehend über der unteren Knockout-Schwelle von 100,00 Euro und unterhalb der oberen Knockout-Schwelle von 220,00 Euro bewegt. Gerechnet vom Stand des Scheins am 4. Mai 2020 um 17:30 Uhr (Briefkurs 8,58 Euro) würde dies einem Kursgewinn von 16,55 Prozent entsprechen. Sollte eine der beiden Knockout-Schwellen erreicht werden, würde ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals eintreten. Zur Vermeidung eines solchen Knockouts sollte deshalb der vorzeitige Ausstieg aus dieser spekulativen Position erwogen werden, falls die Allianz-Aktie mit Schlusskursen über 205,00 Euro über der 200-Tage-Linie schließt oder aber mit Schlusskursen unter 115,00 Euro unterhalb des bisherigen Jahres-Verlaufstiefs aus dem Handel gehen sollte.

Allianz-Aktie (in Euro)

Tendenz:
Chart Aktien Merck
(Quelle: www.tradesignalonline.com)

Wichtige Chartmarken

Widerstände: 178,29 Euro // 193,64 Euro // 202,79 Euro (200-Tage-Linie)
Unterstützungen: 157,17 Euro // 146,96 Euro // 117,10 Euro

Inline-Optionsschein auf die Allianz-Aktie (Stand 04.05.2020 17:30 Uhr)

Strategie für seitwärts gerichtete Kurse
WKN: SR7K8N Typ: Inline-Optionsschein
akt. Kurs: 8,48 / 8,58 Euro Emittent: Société Générale
untere KO-Schwelle: 100,00 Euro Basiswert: Allianz
obere KO-Schwelle: 220,00 Euro akt. Kurs Basiswert: 162,76 Euro
Laufzeit: 18.09.2020 Kursziel: 10,00 Euro
Kurschance: + 16,55% (+40,2% p.a.)
Quelle: Société Générale

Interessenkonflikt

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