Volatile Seitwärtsrange: Ein Szenario für einen „Inliner“

adidas: Chance von 61,5 Prozent


In nur zwei Monaten hatte sich der Kurs der Aktie des Sportartikelherstellers adidas nahezu halbiert. Die Argumente der Verkäufer sind dabei durchaus nachvollziehbar. Aber man darf vermuten, dass damit so vieles der derzeit negativen Perspektiven im Kurs eingepreist ist, dass das verbleibende Abwärtspotenzial eingrenzbar wäre. Diese Perspektiven dürften zugleich verhindern, dass die Aktie wie ein Phönix aus der Asche nach oben davonzieht. Eine volatile, aber mittelfristig keinen klaren Trend aufweisende Phase könnte somit anstehen. Für mittelfristige Trend-Trades ist das ungünstig, für einen Inline-Optionsschein aber eine spannende Ausgangssituation.

Das Verschieben großer Sportveranstaltungen wie der Fußball-Europameisterschaft oder der Olympiade ist für ein Unternehmen wie adidas, das Sportgeräte, Sportartikel, aber auch Fanartikel produziert, ein überaus problematisches Szenario. Auch, wenn sich derzeit nicht ermessen lässt, wie stark sich diese Entwicklung, die momentan durch das zeitweise Schließen von Sportgeschäften in weiten Teilen der Welt noch verschärft wird, in der Bilanz des Sportartikelherstellers niederschlägt darf man doch ahnen, dass die Scharte äußerst groß ist, mit der zu rechnen wäre. Dementsprechend stark fiel der Verkaufsdruck in den vergangenen Wochen aus, kurzzeitig wurde der Aktienkurs auf den Level vom Sommer 2017 gedrückt. Stellt man sich indes die Frage, ob dieser Ausverkauf in vergleichbarem Tempo weitergehen könnte, muss man dazu auch die andere Seite der Medaille beleuchten:

Bei adidas könnte ein guter Teil der jetzt ausfallenden Umsätze nachgeholt werden. Viele große Sportveranstaltungen werden nachgeholt. Und was in der momentanen Phase an Sportbekleidung und –gerät nicht gekauft wird, könnte, sobald sich die Rahmenbedingungen wieder aufhellen, zu einem nicht unwesentlichen Teil später eingekauft werden. Das ist kein Gedanke, der dazu führt, dass man der Aktie umgehend einen dynamischen Aufwärtstrend zutrauen würde. Bis die alte Ertrags- und Margenstärke zurückkehrt, wird es zweifellos seine Zeit dauern. Aber es führt zu dem Schluss, dass eine ausführliche Bodenbildung bzw. eine einige Zeit anhaltende, volatile Seitwärtsbewegung hier ein realistisches Szenario wäre. Und das wäre eine Perspektive, für die sich der Einsatz eines Inline-Optionsscheins anbieten würde.

Volatile Seitwärtsbewegung als Basis einer Bodenbildung wahrscheinlich

Wählt man für einen solchen Inline-Optionsschein die beiden Knockout-Schwellen so, dass beide relativ weit vom aktuellen Kurslevel der Aktie entfernt liegen, muss man sich nicht sorgen, sollte der Kurs das bisherige Tief der Abwärtsbewegung noch ein wenig deutlicher unterschreiten oder eine Gegenreaktion nach oben entstehen, die über die normalerweise zu erwartende Größenordnung etwas hinausgeht.

Der heute vorgestellte Inline-Optionsschein hat die Knockout-Schwellen bei 120 und bei 240 Euro und läuft bis zum 18. September 2020. Das bedeutet, dass der maximale Auszahlungsbetrag des Scheins, der auf 10,00 Euro festgelegt ist, dann ausgezahlt wird, wenn die adidas-Aktie bis einschließlich 18.09.2020 immer über 120 und immer unter 240 Euro notiert, wobei man diesen Inline-Optionsschein auch jederzeit vor dem Ende seiner Laufzeit wieder verkaufen könnte. Sollte indes eine dieser beiden Schwellen touchiert werden, entsteht ein Totalverlust. Derzeit bewegt sich die Aktie in etwa in der Mitte zwischen diesen beiden weit entfernt liegenden Knockout-Schwellen. Trotzdem wäre es, vor allem mit Blick auf die derzeit hohe Volatilität am Aktienmarkt, zu empfehlen, sich Stoppkurse zu setzen, wie wir dies im Folgenden vorschlagen, um einen solchen Totalverlust durch die Berührung der Knockout-Schwellen zu vermeiden.

Fazit

Mit einem Inline-Optionsschein auf die adidas-Aktie (WKN SR7D3A) können risikofreudige Anleger den maximalen Auszahlungsbetrag von 10,00 Euro erzielen, wenn sich die Aktie bis einschließlich 18.09.2020 durchgehend über der unteren Knockout-Schwelle von 120,00 Euro und unterhalb der oberen Knockout-Schwelle von 240,00 Euro bewegt. Sollte eine der beiden Knockout-Schwellen erreicht werden, würde ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals eintreten. Zur Vermeidung eines solchen Knockouts sollte deshalb der vorzeitige Ausstieg aus dieser spekulativen Position erwogen werden, falls sich die Aktie mit Kursen unter 130,00 Euro der unteren Knockout-Schwelle annähert oder aber mit Schlusskursen über 230,00 Euro nahe an die obere Knockout-Schwelle herangelaufen ist.

adidas Aktie (in Euro)

Tendenz:
Chart Aktien Merck
(Quelle: www.tradesignalonline.com)

Wichtige Chartmarken

Widerstände: 201 Euro (200-Tage-Linie) // 218 Euro // 253 Euro
Unterstützungen: 178 Euro // 163 Euro // 160 Euro

Inline-Optionsschein auf die adidas-Aktie (Stand 23.03.2020 18:15 Uhr)

Strategie für seitwärts gerichtete Kurse
WKN: SR7D3A Typ: Inline-Optionsschein
akt. Kurs: 6,08 / 6,18 Euro Emittent: Société Générale
untere KO-Schwelle: 120,00 Euro Basiswert: adidas Aktie (in Euro)
obere KO-Schwelle: 240,00 Euro akt. Kurs Basiswert: 180,62 Euro
Laufzeit: 18.09.2020 Kursziel: 10,00 Euro
Kurschance: + 61,5% (+157,2% p.a.)
Quelle: Société Générale

Interessenkonflikt

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