Börse Daily am Sonntag

Börse Daily am Sonntag mit DAX, Deutsche Post, Siemens, Lufthansa, Fuchs Petrolub, Stroeer, Charter, Palladium


Bewegte sich der DAX an den ersten vier Tagen der letzten Woche zur Seite, so verbuchte er im Sog der internationalen Aktienmärkte am Freitag herbe Verluste. Droht weitere Gefahr? Lesen Sie in dieser Ausgabe die aktuellen Analysen zum DAX, Deutsche Post, Siemens, Lufthansa, Fuchs Petrolub, Stroeer, Charter und Palladium.

auf Wochensicht erzielte der DAX ein Minus von 1,5 Prozent, da er in einer zuvor eher ruhig und zur Seite verlaufenden Woche am Freitag kalt erwischt wurde. Die Verluste erinnerten die Anleger in der ersten Augustwoche zudem an die saisonale Sommerschwäche, welche die Aktienmärkte erfassen könnte. Obwohl zahlreiche Quartalsberichte in der letzten Woche zur Verfügung standen, bewegte sich der deutsche Leitindex anfangs kaum von der Stelle, erst vor dem Wochenende zeigte sich eine Dynamik, die allerdings die Anleger eher zum Verkaufen bewegte.

August und September zählen auf saisonale Sicht im Jahresverlauf zu den schwächeren Monaten. In einer langfristigen Auswertung der Monate seit 1980 erzielte der DAX im August eine durchschnittliche Performance von minus 1,1 Prozent, im September sogar von minus 2,0 Prozent. Den Anlegern kam vor dem Wochenende aber nicht nur die jahreszeitlich bedingte Schwäche in den Sinn, ebenso trat mit der Türkei ein Akteuer auf die Börsenbühne, der bislang allenfalls nur in einer Nebenrolle wahrgenommen worden war. Denn die Krise der türkischen Lira nahm an Dimension zu.

Daran war freilich auch US-Präsident Donald Trump beteiligt, der aufgrund der diplomatischen Probleme zwischen beiden Ländern mit seiner Zollkeule auch am Bosporus zuschlug und die Importzölle auf türkische Stahl- und Alumimiumprodukte massiv erhöhte. Das zog der Lira endgültig den Boden unter den Füßen weg. Die dortige Wirtschafts- und Währungskrise könnte nicht zuletzt aufgrund des Engagements europäischer Banken in der Türkei demnächst größere Kreise ziehen. Entsprechend kam es vor allem bei Bankenwerten zu hohen Verlusten.

Banken mit einer großen Türkei-Beteiligung wie die spanische BBVA, die französische BNP Paribas und die italienische Unicredit könnten dabei besonders im Fokus stehen. Dieses Thema nimmt der Aktienmarkt in die bevorstehende Handelswoche mit. Die Agenda bleibt sommerlich kurz, obwohl noch einige Nachzügler ihre Quartalsberichte vorlegen. Der Zahlenreigen geht nun aber langsam zu Ende. Ebenfalls in der neuen Woche mit dabei sind ist das deutsche BIP im zweiten Quartal in erster Lesung sowie die Verbraucherpreise für Deutschland und die Eurozone von Juli.

Nach oben führt kein Weg

Der DAX eröffnete am Freitag mit einem deutlichen Gap-down und rutschte im weiteren Handel unter den Bereich von 12570 bis 12580 Punkten ab. In Folge ging es wie erwartet noch deutlicher abwärts. Zuletzt wurde bereits der Bereich um 12400 Punkte angelaufen, nachdem der DAX am Vortag noch bei 12700 Punkten stand. Die Krise der Türkei spitze sich weiter zu und belaste auch den deutschen Leitindex. Die türkische Währung Lira befinde sich zum US-Dollar im freien Fall, zudem erhöhte US-Präsident Donald Trump die Zölle für türkischen Stahl und Aluminium immens.

Eine Erholung im DAX sei aufgrund der überverkauften Lage aktuell möglich, allerdings sei in Folge mit erneut fallenden Kursen zu rechnen. Eine Bodenbildung könne im Bereich von 12270 Punkten oder um 12000 Punkte erfolgen. Long-Positionen würden sich dagegen erst wieder über 12600 Punkten anbieten, meint Börse Daily INSIGHT, der Newsletter zur täglichen DAX-Analyse mit zwei Ausgaben pro Handelstag. Unser Börse-Daily-Experte Christian Zoller analysiert den DAX anhand verschiedener Indikatoren und entwickelt seine Trading-Strategie auf den Index!

DAX: Chance von 53 Prozent p.a.

(07.08.2018) Seit vielen Monaten, genau genommen seit Beginn 2017, läuft der DAX seitwärts. Daran könnte sich auch in den kommenden Monaten wenig ändern. Mit einem Seitwärts Optionsschein auf den DAX mit Schwellen zwischen 10950 und 14450 Punkten kann man bis Dezember auf eine Fortsetzung der Seitwärtsbewegung setzen. Lesen Sie hier weiter.

Deutsche Post: Zahlen heben Stimmung

(07.08.2018) Der Brief und Paketzusteller Deutsche Post hatte auch im angelaufenen Quartal mit hohen Kosten und rückläufigen Einnahmen zu kämpfen, konnte jedoch mit seinem heute früh vorgestellten Zahlenwerk die Stimmung der Anleger etwas heben. Trotzdem verdiente der Konzern unter dem Strich im letzten Quartal weniger. Lesen Sie hier weiter.

Charter Communications: Technisch sauber

(10.08.2018) Wertpapiere des US-Unternehmens Charter Communications befinden sich derzeit an einer wichtigen Schlüsselstelle, die noch einen einzigen Aufwärtsimpuls erfordern, damit wieder ein Kaufsignal zustande kommt. Die Chancen hierfür stehen recht gut, ebenso beeindruckt die mögliche Renditechance mit der Charter-Aktie. Lesen Sie hier weiter.

Call auf Lufthansa: Kann durchstarten

(10.08.2018) Ende Juni wendete sich bei der Lufthansa das Blatt. Seitdem geht es an der Börse wieder aufwärts. Ende Juli sorgten Zahlen für den nächsten Schwung. Ein Call-Optionsschein mit einem Basispreis bei 20 Euro und Fälligkeit im Juni könnte nun von einer steigenden Lufthansa-Aktie profitieren. Im Update: Microsoft. Lesen Sie hier weiter.

Wochenrückblick

Palladium: Neue Gefahr droht

(10.08.2018) Palladium-Interessierte sollten jetzt die Marke von 900 US-Dollar genauer im Blick behalten. Sollte das Industriemetall diesen Bereich noch einmal unterschreiten, könnten auf weitere Sicht Abgaben bis um 750 US-Dollar folgen. Der Abwärtstrend ist weiterhin intakt und könnte bei Palladium für Druck nach unten sorgen. Lesen Sie hier weiter.

Ströer: Chance von 121 Prozent

(08.08.2018) Das Scheinwerferlicht fällt morgen unter anderem auf die Aktie von Ströer. Denn morgen bringt der Medienkonzern aus Köln frische Zahlen. Für risikobereite Anleger stellen wir in unserer aktuellen Spotlight-Ausgabe entsprechend einen Mini Future Long mit einer 121-Prozent-Chance auf die Aktie von Ströer vor. Lesen Sie hier weiter.

Fuchs Petrolub: Läuft wie geschmiert

(06.08.2018) Schmierstoff-Hersteller Fuchs Petrolub steigerte Umsatz und Gewinn deutlich und übertraf die Prognosen. Anleger feierten die Zahlen. Mit einem Open End Turbo Long auf die Aktie von Fuchs Petrolub könnte sich auf weitere Sicht bei steigenden Kursen eine Trading-Chance von 105 Prozent ergeben. Lesen Sie hier weiter.

100-Prozent-Chance mit Siemens

(09.08.2018) War es auch Ihnen in den letzten Tagen draußen etwas heiß, etwa zu heiß? Effiziente Kühltechnologien sind heutzutage wichtiger denn je und kreative Lösungen gefragt. Mit einem Open End Turbo Long auf Siemens könnte sich bei einer steigenden Aktie eine Trend-Chance von 100 Prozent ergeben. Im Update: Jenoptik. Lesen Sie hier weiter.

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