von Frank Sterzbach

Peking zieht an allen Strippen

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In China mehrten sich jüngst die Anzeichen für eine Abkühlung der Konjunktur. Was die Börse im Reich der Mitte Richtung Süden schickte. Kriegt China die Kurve? Wir stellen Ihnen dieses Mal einen China-ETF vor, welcher sich aber nur als spekulative Depot-Beimischung eignet.

Fakt ist: Die chinesische Regierung lässt nichts unversucht, um die Wirtschaft im Reich der Mitte wieder auf die Wachstums-Schnellstraße zu lenken. So intervenierte der chinesische Staat nach dem Börsencrash der vergangenen Wochen unter anderem mittels massiver Aufkäufe von Wertpapieren oder auch mit der Abwertung der eigenen Währung und konnte so die Situation am Aktienmarkt etwas stabilisieren. Zudem senkte die chinesische Notenbank abermals den Leitzins – und zwar um 25 Basispunkte auf nunmehr 4,6 Prozent. Am vergangenen Dienstag dann wurde bekannt, dass Peking mit einem knapp 10 Mrd. Euro schweren Konjunkturprogramm gegen eine drohende Konjunkturabschwächung ankämpfen will. Kurzum: Peking zieht an allen Strippen, um die Wachstumsraten der vergangenen Jahre doch noch zu halten.

Nötige Korrektur?

Wie eingangs erwähnt, musste die Börse in China in den vergangenen Wochen immer wieder schwere Rückschläge verdauen. Der Shanghai Composite beispielsweise verlor Ende Juni und Anfang Juli in nur wenigen Tagen mehr als 30 Prozent an Wert. Allerdings muss in diesem Zusammenhang erwähnt werden, dass der Index zuvor in nur einem Jahr um etwa 150 Prozent nach oben schoss. Laut Medienberichten haben Privatanleger, die sich verschuldet haben, um am Aktienmarkt zu spekulieren, diesen Kursrutsch verursacht. Analysten sind sich uneinig über den Hintergrund des Kursrückgangs. Die einen sehen darin Vorboten einer Wirtschaftsflaute im Reich der Mitte. Andere bewerten diesen als nötige Korrektur, da die Börse in China in den Monaten zuvor ziemlich heißgelaufen ist.

ETF auf chinesische A-Aktien

Anleger können mit einem Exchange Traded Fund (ETF) auf den CSI 300 marktbreit in den chinesischen Aktienmarkt investieren. Wie der Name schon sagt, umfasst der Index die 300 Aktien mit der größten Marktkapitalisierung und Liquidität aus dem Gesamtuniversum der börsennotierten A-Aktien-Unternehmen in China. Zur Erklärung: Chinesische A-Aktien werden von Unternehmen ausgegeben, die ihren Hauptsitz auf dem chinesischen Festland haben, und sie werden an den Börsen von Schanghai oder Shenzhen in chinesischen Renminbi gehandelt. Während diese Papiere zunächst lediglich inländischen Anlegern zur Verfügung standen, sind sie nun auch für ausländische Investoren zugänglich. Beispielsweise über den ETF auf den CSI 300, welcher sich aus unserer Sicht aber nur als spekulative Beimischung in einem gut strukturierten Depot eignet. Der ETF ist ausschüttender Art – Erträge wie beispielsweise Dividenden werden also ausgeschüttet.

 

Langfristiger Chart (in Punkten)

Aufwärtstrend Aktie
CSI 300

db x-trackers Harvest CSI 300 Index UCITS ETF

 
Kennzahlen (Stand: 11.09.2015)
 
 
 WKN:DBX0NK
 ISIN:LU0875160326
 Akt. Kurs:9,10 / 9,18 Euro
 Abbildungsverhältnis:1:1
 Gesamtkostenquote:0,65 Prozent p.a.
Order über Euwax / Börse Stuttgart
 
 Typ:ETF
 Emittent:Deutsche Bank
 Auflegung:08.01.2014
 Seit Auflegung:
+23,89 Prozent
 Seit 1 Jahr:
+47,38 Prozent
 
 




 

 

 
 

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